Einberufung zur Bundeswehr in 2 Wochen - doch 4 Wochen Kündigungsfrist

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3 Antworten

Dein jetziger Arbeitgeber (AG) ist im Recht. Deine Kündigungsfrist von 4 Wochen ist einzuhalten. Anderenfalls kann der AG Ausfallkosten oder Schadenersatz dir ggü. geltend machen. Das steht im Kündigungsschutzgesetz.

Deine Situation ist nun recht selten. Hier meine Vorschläge:

1) Ändere die Kündigung dahin gehend, dass du die normale Kündigungsfrist einhälst und gehe das Risiko ein, dass du für die restlichen Tage ggf. eine Forderung vom Arbeitgeber bekommst.

2) Vereinbare mit deinem AG einen Aufhebungs- oder Auflösungsvertrag. Hierbei einigen sich beide Seiten auf einen bestimmten Termin zum Austritt aus dem Arbeitsvertrag...da ist man flexibel und muss keine Kündigungsfrist einhalten...das setzt allerdings auch das Einverständis und die Kommunikationsbereitschaft deines AG voraus...

3) Rede mit der Bundeswehr. Schildere ihnen deine Situation und frage, wie du nun vorgehen sollst. Vielleicht können auch die dir weiter helfen - vielleicht übernehmen sie sogar einen Teil einer eventuellen Forderung deines AG...die sind ja sicherlich froh, wenn sie jemanden haben, der freiwillig zu ihnen kommt...in diesen Zeiten.

Ein Tipp von mir: Mach auf keinen Fall krank!!! Solltest du die Idee haben einfach ab dem Eintritt bei der Bundeswehr krank zu sein und das deinem AG mitteilst...machst du dich strafbar...du verstößt gegen den bestehenden Arbeitsvertrag. Das wäre keine gute Idee.

Sollte alles nichts helfen bleibt nur eines:

Gehe zum Tag X einfach nicht mehr auf Arbeit...gehe zur Bundeswehr. Die sollten aber auf jeden Fall über deine Situation in Kenntnis gesetzt werden...am besten schriftlich. Du fehlst dann zwar bei deinem Arbeitgeber unentschuldigt....aber der schlimmst Fall wäre ja, wenn sie dich darauf hin kündigen...aber das willst du ja :))

Viel Erfolg und viel Glück bei der Bundeeswehr.

Hi, Kündigung nicht notwendig, da das Arbeitsverhältnis erstmal ruht. Nur wenn du die Probezeit/Eignungsübung überstanden hast, wird das Arbeitsverhältnis beendet. Du brauchst deinem Arbeitgeber nur den Einberufungsbescheid bzw Einstellungsschreiben vorlegen. M.E. müsste auch auf diesem Schreiben alles konkret stehen.Für die ersten sechs Monate gilt noch § 2 des Arbeitsplatzschutzgesetzes.§ 16a Wehrdienst als Soldat auf Zeit(1) Dieses Gesetz gilt auch im Falle des Wehrdienstes als Soldat auf Zeit1. für die zunächst auf sechs Monate festgesetzte Dienstzeit,mit der Maßgabe, dass die für den Grundwehrdienst der Wehrpflichtigen geltendenVorschriften anzuwenden sind, ausgenommen § 9 Abs. 8 Satz 3, §§ 14a und § 14b.

Du brauchst doch nicht kündigen. Mit der Einberufung ruht das Arbeitsverhältnis nur.

Der AG darf dich ab Vorlage des Bescheides noch nicht einmal kündigen und muss dich nach Ende des Wehrdienstes weiterbeschäftigen.

wieso Wehrdienst? ich habe mich für 4 Jahre verpflichtetund bei der Leihfirma habe ich schon gekündigt.....mehr oder weniger....

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@ Welfensammler

Unsinn...das ist ein neuer Arbeitsvertrag....ein ganz normaler...wie jeder andere. Da wird man kein Stück für freigestellt. Wäre er Wehrpflichtiger, dann sähe der Fall anders aus...aber dem ist ja nicht so.

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