Einbenennung, was denkt ihr?

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4 Antworten

Das ist total witzig. Wir beschäftigen uns gerade auch hier mit dieser Sache. Ich bin in dem Fall allerdings in der Rolle des Stiefvaters. Wir leben hier quasi auch eine Patchwork-Situation. Es gibt noch einen kleinen gemeinsamen Sohn. Und da ist unsere Große - meine Stieftochter. Sie ist gerade in die Schule gekommen, aber schon in meinem familiären Umfeld, seitdem sie ein Jahr alt ist. Bei ihr ist es so, dass sie es doof und komisch findet, dass Mama einen Doppelnamen annehmen müsste - nur wegen ihr. Für ihr Alter ist sie da erstaunlich reflektiert. Dann haben wir vor ein paar Wochen - eher durch Zufall - durch den hiesigen Standesbeamten erfahren, dass es die Möglichkeit der Einbenennung ohne Adoption überhaupt gibt. In unserem Fall stehen die Chancen allerdings eher schlecht, dass es dort eine Zustimmung des Vaters gegen wird. Wir haben vorsichtig angefragt - die Antwort steht noch aus... Für die Kleine wäre es ein tolles Gefühl, so zu heißen, wie der Rest der Familie wo sie lebt... Gehe besonnen mit der Frage um. Aber uns wurde gesagt, dass eine Einbenennung lange nicht mehr so selten ist. Da sich rechtlich der Status deines leiblichen Vaters nicht ändert, wird er sich sicherlich daran gewöhnen müssen, aber es nach einer Weile bestimmt verdauen können. Mit ganz lieben Grüßen! Torsten

Kommentar von hereisadumpguy
04.11.2016, 15:21

Danke, für diesen persönlichen Rat! Allerdings ist mein 'Fall' ja ein bisschen anders- Wir leben 'erst' seit einem Jahr zusammen, die beiden sind seit etwa 3 Jahren liiert und ich kann nicht sagen, ob es für mich schon meine Familie ist, oder eher 'Zusammen wohnen' da ich mein Dad und ich sonst ein sehr gutes Verhältnis haben und uns auch regelmäßig sehen. Für euch hoffe ich, dass ihr die Genehmigung des Vaters bekommt! Ich denke, ich werde die Sache mal vorsichtig ansprechen und abklopfen, wie er dazu steht und ob es wirklich ein no-go für ihn wäre. 

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Ich kann es durchaus nachvollziehen und würde es nicht als abschotten verstehen. Wie es dein dad versteht weiß ich nicht.
Steht nur eine Umbenennung oder gar eine Adoption an?

Kommentar von hereisadumpguy
02.11.2016, 17:12

Um Himmels Willen, nur Umbenennung!!

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Kommentar von neununddrei
02.11.2016, 17:25

Na dann ist doch halb so wild. Ich glaube er wird es verstehen das ihr eine Einheit bilden wollt und letztendlich ist es nur ein Name du bleibst ja als sein Fleisch und Blut erhalten.
Eventuell kann deine mutter dir helfen und es besprechen oder zumindest mit bei sein.
Vorausgesetzt das Verhältnis ist noch intakt. Mutter Vater meine ich.

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Ach, ich finde das in deinem Fall total in Ordnung.

 Setz dich mit deinem leiblichen Vater doch mal in Ruhe hin. Er soll sich dann halt mal etwas Zeit nehmen. Und dann sprichst du genau das an. Also ich fände das als Vater in Ordnung.

Der große Wunsch von Minderjährigen, mit der Familie, in der man aufwächst, auch namensmäßig dazu zu gehören, ist allgemein bekannt. Widersetzt sich ein Elternteil dagegen, wird die Abneigung gegenüber diesem noch mehr gesteigert. Wenn in deinem Falle alle Beteiligten damit einverstanden sind, nimm den jetzigen Namen deiner Mutter und deines Stiefvaters durch Namenserteilung an! Bestärke deinen leiblichen Vater mit dem Argument: Wenn er für dich etwas Gutes tun will, soll er einwilligen - oder will er dir weiterhin Kummer bereiten? Trotz anderem Namen bleibt er immer noch dein Vater (im Gegensatz zu einer Adoption).

Namenserteilung kostet nicht viel, ist aber nur einmal möglich.

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