Einbehaltung Mietkaution - Nebenkostenabrechnung

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

V hätte A die Gelegenheit geben müssen den Mangel selbst zu beheben bzw. beheben zu lassen.

Wenn A die Jahre zuvor keine Nachzahlungen auf NK-Abrechnungen leisten mußte, ist davon auszugehen das dies auch bei der ausstehenden Abrechnung der Fall sein wird. Darum hat V nicht das Recht die Kaution oder einen Teil davon zurückzuhalten.

A kann ergo die Auszahlung der kompletten Kaution fordern.

Mehr Infos zum Thema Kautionsrückzahlung hier

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kaution_rueckzahlg.htm

Zum Schimmel : Der Vermieter kann nicht automatisch diesen professionell entfernen lassen. Er muss dem Mieter immer die Gelegenheit einräumen den Mangel fachmännisch selbst abzustellen. Wenn es kein Übergabe-Protokoll oder Zeugen gibt hat der Vermieter ohnehin keine rechtliche Handhabe.

Zu den Nebenkosten : V darf einen angemessenen Teil der NK bis zur endgültigen Abrechnung als Sicherheit einbehalten. D. h. bei einem Auszug Ende Aug 2011 kann er sich bis zum 31.12.2012 damit Zeit lassen. Danach verliert er aber den Anspruch auf eine eventuelle NK-Nachzahlung, hat damit keinen Grund mehr die NK einzubehalten und muss diesen auszahlen. Was ist angemessen ? wenn du z.B. 5000 euro Kaution gezahlt hättest, kannst du 4000 Euro ( bei einer 2 Zi-Whg.) zurückverlangen. Wenn es nicht mehr als 1500 Euros sind ( Hängt von Miethöhe und Wohnung ab) wirst du wohl noch warten müssen. V darf aber nicht nach Gutsherrenart einfach die Reinigungskosten von der Kaution abziehen. Wenn dies bei der Übergabe versäumt wurde zu klären geht dies normalerweise zu Lasten von V.

Wie Du den Sachverhalt (Hergang) beschreibst, ist bisher alles rechtens. Denn der Vermieter der zurückübergebenen Wohnung darf die Kaution des ziehenden Mieters so lange zurückhalten, bis sämtlicher seiner (rechtlich begründeten) Forderungen ausgeglichen sind.

Nun verhält es sich hier aber so, daß alle Aufgaben der Instandhaltung und Instandsetzung dem Recht nach (§ 535 ff. BGB und konkret jeweils auffindbarer Mietrechtsurteile) allein Angelegenheit des Vermieters sind. Dem liegt der Ansatz zugrunde, daß der Eigentümer hier sein Eigentum in einem Zustand vorzuhalten hat, daß er damit auch Geld verdienen kann (Nießbrauch, also Mieten erzielt).

Ein Schimmelbefall geht auf Durchfeuchtung der Wand/Wohnungsdecke hier zurück. Es geht also um Gebäudeteile. Diese sind nun eindeutig Wertbestand des Eigentümers. Normalerweise hatte der Vermieter hiervon bereits Kenntnis erhalten habebn müssen, denn der Mieter ist verpflichtet, über Schäden an der Mietwohnung unverzüglich den Vermieter zu unterrichten und ihn zur Abstellung des Mangels aufzufordern. Tut er dies nicht und läßt damit eine Ausweitung des Schadens (sehenden Auges) zu, so haftet er u.U. dann selbst für die Reparatur, zumindest aber für den Anteil des dadurch vergrößerten Schadens.

ohne Übergabeprotokoll gibt es keine Verpflichtung des Mieters, irgendwelche Arbeiten durchführen zu lassen. Die Kaution ist spätestens sechs Monate nach Auszug des Mieters auszuzahlen. Der Vermieter kann von der Kaution den Betrag einbehalten, der im letzten Jahr in etwa an Nachzahlung erfolgte. Gab es keine Nachzahlung, kann der Vermieter auch nichts einbehalten.

Setzen sie dem Vermieter schriftlich mit Nachweis eine Frist von 14 Tagen zur Auszahlung der Kaution. Anschließend erlassen sie einen Mahnbescheid (Mahnbescheid-online.de).

Soweit ich weiss hat der Vermieter 12 Monate Zeit die Kaution zurückzuzahlen

Was möchtest Du wissen?