Ein Versicherungsproblem

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9 Antworten

Der Ablauf ist korrekt so. Deine Versicherung musste einen Schaden regulieren - dafür erfolgt die Rückstufung des SF-Rabattes. Das ist in den Tarifbestimmungen geregelt und stellt nicht etwa - wie von Dir hier dargestellt - eine Bestrafung dar. Vielmehr hast Du selbst den Vertrag so geschlossen, und die Vertragsbedingungen waren Dir zuvor bekannt.

Da die Unfall-Fahrerin erheblich alkoholisiert war, wird sie vom Versicherer in Regress genommen - auch das ist korrekt und in den TB geregelt. Diese Regressnahme ist nicht zu verwechseln mit einem Schadenrückkauf. Wenn der Schaden komplett von der Freundin beglichen wurde, kann hier trotzdem nicht die alte SF-Klasse angewendet werden - es bleibt dennoch bei der Rückstufung. Das mag für Dich bitter sein, aber ist völlig berechtigt. Letztendlich darf niemand dafür belohn werden, dass er betrunken fährt...

Klammlosewelt 01.12.2013, 00:02

Letztendlich darf niemand dafür belohn werden, dass er betrunken fährt...

Das stimmt schon. Aber gefahren ist hier die Freundin. Die war betrunken und hat sich einfach den Schlüssel genommen.

Der Halter, der nun mit der Rückstufung bestraft wird, trifft hier ja keine Schuld.

Auch wenn die Regressnahme in den TB so geregelt ist, ungerecht ists trotzdem. ;)

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Extrucker 01.12.2013, 14:04
@Klammlosewelt

Danke dir Klammlosewelt , so ähnlich sehe ich das auch ungerecht bleibts ist ja fast wie Sippenhaft und die wurde doch abgeschafft dachte ich .

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Extrucker 01.12.2013, 14:02

Hallo Suzisorglos , ungerecht bleibts dennoch oder willst du gerne für etwas bestraft oder Haften was du nicht verursacht hast . Lämmer haben wohl dieses Verhalten auf dem Weg zur Schlachtbank , aber wir Menschen doch nicht . Selbst wenn ich den Schlüssel , für mich als Mißtrauen an meine Familie immer wegschließen würde einmal vergesse ich es doch , dann ist doch die gleiche Situation . Aber Richtig ist , Trunkenheitsfahrten sind zu bestrafen , da stimme ich zu es hätte ja auch Menschen treffen können , Ich will nicht belohnt werden aber auch nicht bestraft werden , und bei einer Trunkenheitsfahrt liegen wohl mehrere Strafen nebeneinander , FS-Verlust , hier Job-Verlust , Einkommensverlust , Schadensregulierung , Kosten für evtl Wiedererlangen des FS .

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Zyogen 03.07.2014, 10:49
@Extrucker
willst du gerne für etwas ... Haften was du nicht verursacht hast

Das hat mit der Unfall-Ursache nichts zu tun. Die eigentliche Ursache besteht darin, daß Du Fahrzeughalter bist. Aber es steht Dir selbstverständlich frei, die Fahrerin nun auch für den Dir zugefügten Vermögensschaden in Haftung zu nehmen. Deine Versicherung wird Dir gerne dabei behilflich sein und eine Abschätzung vornehmen, welche finanziellen Auswirkungen die Rückstufung in den kommenden Jahren für Dich haben wird.

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Brabbeeltz 03.07.2014, 13:21
@Extrucker

Hi, die Rückstufung der SF stellt weder eine Bestrafung noch eine Haftung dar, sondern eine Beitragsänderung. Der zugehörige Rabatt (SFR) wurde gekürzt.

Das ist auch sinnvoll. Versichert ist nämlich das Risiko "Schaden durch bzw. am Auto". Das Risiko hat sich als nicht ganz unwahrscheinlich erwiesen (warum auch immer), somit ist der das Risiko deckende Beitrag zu erhöhen.

Dein Versicherungsvertrag bedeckt dieses Risiko, also zahlst jetzt eben mehr. Versicherungen müssen Beiträge risikoadäquat erheben. Woher das Risiko genau kommt, ist dabei egal.

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"ehts noch , in meiner Familie hatt noch nie einer seinen Schlüssel vom Auto woanderst als ans Schlüsselbrett gehangen da wäre nie einer drangegangen , was sind das für Zeiten . " Du siehst, einmal reicht. Rede mit der Versicherung, ob Du nach erfolgter gänzlicher Bezahlung, wieder Deinen vorherigen SF- Rabatt bekommst.

Candlejack 30.11.2013, 23:36

Nochmal: es geht hier NICHT um den Schadensrückkauf, es geht hier um die Regreßforderung aufgrund alkoholisierten Fahrens im Bereich einer Straftat.

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Extrucker 01.12.2013, 14:19

Danke Novos , das werde ich tun denn Zurückzustufen um gleich 10 Jahre erscheint mir einfach zu hoch zumal der Schaden ja beglichen wird , rufe Morgen nochmal bei der Versicherung an .

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Candlejack 01.12.2013, 23:10
@Extrucker

sag mal Bescheid, was rausgekommen ist, aber ich hab da so ne Ahnung...

Der Schaden wurde nicht beglichen, ihr wurdet "nur" in Regreß genommen ! Da wurde eine Straftat begangen, das drücken die nicht so einfach weg.

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Bei dieser Art des Schadens ist das so. Du musst für Dein Auto gerade stehen. Die Versicherungsbedingungen sind eindeutig.

Verstehe ich nicht ! Wenn Deine Freundin den Schaden bei der Versicherung begleicht, ist doch für die Versicherung kein Verlust entstanden und Du dürftest keine Nachteile aus dieser Situation haben ! Aber.......Deine Freundin hat den Schadensbetrag noch nicht an die Versicherung bezahlt, sondern sie zahlt das in Raten ab ! Solange der Betrag nicht vollständig beglichen wurde, wird die Versicherung Dich hochstufen. Das ist m.M. nach auch fair, denn eine Versicherung ist ja keine Bank. Vorschlag: Bezahle Du die ausstehenden Raten und lass Dir das von Deiner Freundin in Raten zurückzahlen. Alles wird gut !

Extrucker 01.12.2013, 14:16

Susaram , nee sie Baut Mist also soll sie auch dafür gerade stehen jeder ist für sich selbst verantwortlich , zumal sie auf ihren FS angewiesen war Beruflich das heisst auch wenn sie Urlaub hat oder Geburtstag kein Alkohol am Steuer . Für die Folgen muß sie Aufkommen .

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Zyogen 03.07.2014, 10:44
@Extrucker
also soll sie auch dafür gerade stehen

Das ist doch überhaupt kein Problem: Laß Dir von der Versicherung eine Abschätzung machen, welche zusätzlichen finanziellen Belastungen Dir im Laufe der nächsten Jahre durch die Hochstufung entstehen - und dann präsentiere Deiner "Freundin" die Rechnung. Die kann sie ja dann in Raten bei Dir abstottern - wenn sie die Regress-Forderung der Versicherung erfüllt hat.

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Die Versicherung ist gesetzlich dazu verpflichtet Dich hochzustufen. Wird die bezahlte Schadenssumme allerdings an die Versicherung zurück gezahlt, wird die Hochstufung rückgängig gemacht.

Frag aber mal bei Deiner Versicherung nach, wie schnell zurück gezahlt werden muß. Das war mal 6 Monate. Kann aber sein, dass sich da was geändert hat.

Candlejack 30.11.2013, 23:35

Das ist ja alles richtig, trifft aber nicht auf Regreßforderungen der Versicherung zu !

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suzisorglos hat das alles schon sehr gut beantwortet.

Ein Nachsatz noch: diese traditionellen deutschen Schlüsselbretter brechen den Leuten schon seit Jahrzehnten das Genick ! Ich habe bisher einige Kunden erlebt, wo die Junioren das Auto ohne Fahrerlaubnis "ausliehen" oder der Partner voller Frust mit dem Lieblingswagen los fuhr und... ALLES wäre verginderbar gewesen ohne dieses tolle deutsche Schlüsselbrett. Es geht doch nicht um Mißtrauen. Es geht um Momente, wo andere austicken oder besoffen sonstwas machen. Mein Wohnungsschlüssel sind in der linken Hosentasche, mein Autoschlüssel (für das Ding hab ich gebraucht immerhin ne fünfstellige Summe hingelegt) ist in der rechten. So kommt keiner in Versuchung, keiner kann ihn mopsen und keiner kann ihn mißbrauchen. Ich nehme ihn auch mit und schließe ab, wenn ich das Auto verlasse. Ich hab auch schon genug Fälle von Diebstahl erlebt und gehört, weil irgendwer den Schlüssel stecken lässt. Der letzte ging erst vor 2 oder 3 Wochen durch die Medien.

Extrucker 01.12.2013, 13:43

Candlejack , danke für deine Antwort . Leider muß ich sagen , wird mißtrauen noch belohnt . Denn unter dem Aspekt Vertrauen , würde das Schlüsselbrett überleben , wenn ich alles sichern ,verstecken, und Bewachen muß und dies vor der Eigenen Familie , Freunde oder sogar schon vor den Kindern dann läuft in unserer Gesellschaft so einiges Schief . Die sogenannte Mithaftung wird hier ganz schön weit ausgelegt , ich stamme halt aus einer anderen Generation , bei uns war ein Wort oder Händedruck zum Versprechen mehr wert , wie ein von 3 Anwälten gestalteter Vertrag , ein Verbot vom Vater , da gehst du nicht dran , das war für uns Gesetz und da hielten wir uns auch dran , trotz Schlüsselbrett . Aber diese Hemmschwelle gibt es wohl nicht mehr , daher der Mißbrauch daher auch die Mithaftung danke dem Verlust der Ehrlichkeit , Respekt , und Schutz des Eigentums in unserer Gesellschaft .

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Candlejack 01.12.2013, 23:08
@Extrucker

Es geht doch nicht um Mißtrauen, es geht um Vorsicht. Ich mißtraue weder meiner Frau noch meinen Kollegen, trotzdem bleibt mein Autoschlüssel in der Hosentasche, damit niemand mit meinem Eigentum Dummheiten anstellen kann.

In dieser Gesellschaft läuft einiges schief und wird immer laufen, aber das ist kein Grund für grenzenloses Vertrauen ;-)

ein Verbot vom Vater... das war für uns Gesetz und da hielten wir uns auch dran

siehste, und deiner Freundin war das im Suff nicht mehr klar und dann wars passiert ! So ist das Leben und jetzt muss der Halter dafür gerade stehen, dass er sein Auto so leicht zugänglich machte.

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Zyogen 03.07.2014, 10:55
@Candlejack
Die sogenannte Mithaftung wird hier ganz schön weit ausgelegt

Die gesamte Situation hat mit "Mithaftung" überhaupt nichts zu tun. Die Versicherung haftet dem Geschädigten gegenüber und die Fahrerin haftet gegenüber der Versicherung und gegebenenfalls dem Fahrzeughalter. Du hast möglicherweise einen berechtigten Anspruch gegen die Fahrerin, also setze ihn gerichtlich durch. Unter Umständen wird Dir vom Richter eine Teilschuld zugesprochen, da Du Deine Pflichten als Fahrzeughalter vernachlässigt hast. Aber das wird man dann sehen.

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Gibt´s Neuigkeiten, die Frage ist doch beantwortet, es kommt nix anderes raus.

das ist totaler blödsinn

wenn man den schaden selber begleicht, steigt man nicht

begleicht die versicherung ihn, steigt man

wieso zahlt deine freundin es und du steigst, dann würde ich den schaden nicht bezahlen

das macht keinen sinn

die versicherung hat ein warum nicht zu interessieren, das sind keine richter

es geht nru darum, ob sie leisten, dann steigst du, leisten sie nicht, steigst du nicht

kündige da

Candlejack 30.11.2013, 23:39

das ist totaler blödsinn

ist es nicht, lies die Antwort von suzisorglos.

wenn man den schaden selber begleicht, steigt man nicht

in diesem fall ist es kein schadensrückauf, sondern eine regreßforderung der versicherung nach alkoholisierter fahrt im straftatbereich.

die versicherung hat ein warum nicht zu interessieren, das sind keine richter

nein, aber die haben tarifbedingungen, in denen fahrten unter straftatbestand und regreßforderungen eindeutig geklärt sind.

kündige da

kann er gern machen, aber der nächste anbieter machts genauso, weils so üblich ist und in quasi allen tarifbestimmungen steht.

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Deiner Freundin mit 2,6 Promille muß du mißtrauen.

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