Ein Vater der seiner Familie schlimmes angetan hat?

10 Antworten

Man könnte meinen, der Vater lebt immer noch, so präsent ist er auch nach dem Tod noch im Leben seiner Kinder.

Nein, die Kinder müssen ihm nicht verzeihen. Denn es war schon immer bequem, einen Sündenbock zu haben, auf den man alles schieben kann, was im eigenen Leben schief läuft.

Die Vergangenheit kann niemand ändern. Aber der Vater ist an seiner Alkoholsucht verstorben und die Kinder erwachsen und damit selbst in der Lage, ihr Leben zu gestalten. Dazu gehört auch, eine Therapie zu machen, um das, was passiert ist, zu bewältigen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Es ist an der Zeit, nach vorne zu schauen.

Giwalato

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Ich hätte Dich gerne angeschaut, wie Du aussehen würdest nach 20 Jahren Schmerz und tägliche Angstzustand und Prügelattacken.
Ob Du noch so schreiben oder reden würdest.
Und jeder weiß, im Kindesalter prägt man einiges und mit einem kranken Menschen in der Familie dazu noch Alkoholsucht ist keine leichte Sache, keiner von denen wird es psychisch noch heil herausschaffen.
20 jahrelang quälen, weil der Vater die Krankheit nicht einsehen kann und Ego Probleme hat, deshalb wollte er zumindest zuhause den Mann spielen und die Kinder im besoffenen Zustand schlagen.

Immer diese Sprüche „ sucht sich einen Sündenbock aus, weil sie mit ihrem Leben nicht klarkommen“ es ist immer einer daran Schuld, merkt Dir das.
Keiner meckert einfach so rum. Wenn heute einer Dir die Beine abrasiert, komme ich morgen und schreibe, „such dir keinen Sündenbock, tue gefälligst was in deinem Leben“
Hast sehr viel Lebenserfahrung 👍

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@Theotwellmann

Das mit der Therapie hast Du offenbar nicht gelesen oder bewußt ignoriert.

Ich habe die Vergangenheit nicht verharmlost, es war eine traumatische Erfahrungen, zweifellos. Und es wird seine Zeit brauchen, das, was passiert ist, zu verarbeiten.

Aber sich mit 50 oder 60 Jahren hinzustellen und zu sagen, Papa hat mein Leben verpfuscht, das wäre krass.

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Ich hatte auch so einen Vater, habe ihm manchmal das Schlimmste gewünscht, aber als er sich endlich tot gesoffen hatte war ich erleichtert. Endlich hat alles ein Ende, bis zur Beerdigung konnte ich kaum was essen, 5kg in einer Woche abgenommen, kaum schlafen. Aber ich bin danach alle 2 Wochen auf den Friedhof um das Grab zu pflegen, bin froh das er dort liegt. Es geht eben jeder anders damit um.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Verzeihen ist absolut nichts, was man sich mal schnell mit sich selbst ausmacht. Es ist eher ein jahrelanger Prozess der Ablösung und des Verstehens. Verzeihen kann man alles - die Frage ist nur wann. Um Verzeihen zu können, muss man auch erstmal die ganzen negativen Gefühle zulassen - den Hass und Alles, was dazugehört. Am Besten bei einem Therapeuten der weiß, wie er sowas begleitet.

Mein Onkel ist verstorben und hatte ein Testament

in welchem, seine Nachbarn bedacht wurden. Hintergrund war wohl ein Streit zwischen den Brüdern, bei dem Tod ihrer Mutter. Verstorben ist mein Onkel am 11.01.2010, benachrichtigt wurde ich nicht. Habe es zufällig aus der Zeitung erfahren - einen Monat später.

Mein Onkel war geschieden, hatte keine Kinder. Sein Bruder - mein Vater - ist bereits verstorben. Mein Vater hat nach dem Tod meiner Mutter wieder geheiratet.

Aus dem Testament geht wohl hervor, dass die Nachbarn meines Onkels alles erben sollen. Sein Haus hat er ihnen schon vor 20 Jahren "vermacht".

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, würde trotz des bestehenden Testamentes der Pflichtteil auf meinen Vater übergehen. Da er nicht mehr lebt, auf mich? Muß ich jetzt etwas tun?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

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