Ein Thema für ein Gottesdienst

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10 Antworten

Ich finde es zwar toll, wenn auch "Laien" im Gottesdienst Aufgaben übernehmen können.

Allerdings, wenn du selber nichts weisst über die Bedeutung des Unser Vater-Gebetes, dann solltest du auch keine Predigt drüber halten.

Ich rate dir also, lehne diese Aufgabe ab und lasse dich erstmal gründlich im Wort Gottes unterweisen. Ich wünsche dir Gottes Segen dabei!

Das Beten

Im AT Betet Hanna , wo es damals doch nur Opferungen gab Betet sie auch noch alleine, sie braucht keinen vorgefertigten Text dafür, denn sie erfindet und komponiert ihren Text selbst. Und sie wird erhört!

Das ist noch eine Zeit vor dem Gebet. Die Menschen haben zu der Zeit überhaupt noch nicht gebetet: Sie haben geopfert, denn das Gebet ist noch nicht "erfunden". Die Phase des Betens kommt in der Geschichte erst viel später: Erst nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft.

Jesus sagte schon, plappert nicht wie die Heiden, mit ihrem Singsang. (Mt 6, 7) “Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn darum bittet. Das Vater unser ist eine Zusammenfassung aus fast allen damaligen Gebeten. Also hatt Jesus da auch keinen vorgefertigten Text aufgesagt, sondern er hat sich sein eigenes Gebet ausgedacht.

Das Vaterunser (nach Matthäus 6,9-13)

9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen. Luther übersetzte: "erlöse uns von dem Übel".

Das Vaterunser korrigiert (nach Matthäus 6,9-13)

9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name sei (von mir) geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld so wie auch wir (bereits) vergeben haben unseren Schuldigern. 13 Und führe uns in der Versuchung und erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Warum eine korrigierte Fassung? (Erklärung, frei nach Ruth Lapide)

Zu Vers 9: Es geht um das Aktivum: Ich heilige deinen Namen. Zu Vers 12: Hier geht es um keinen Handel mit Gott, sondern darum, dass ich zuerst vergeben muß, um dann Vergebung auch empfangen zu dürfen, wie es auch in Vers 14 + 15 Jesu sagt:

14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Zu Vers 13: Gott ist kein Versucher! Er versucht nicht. Die Versuchung lauert aber vor der Tür und wenn wir ihr erliegen, was täglich vorkommt, so bitten wir Gott um Hilfe uns aus der Versuchung herauszuführen.

So macht es Sinn. Fehler sind menschlich, seien es Übersetzungsfehler oder Verständnisfehler. Ruth Lapide ist jüdische Religionswissenschaftlerin, hat ein tiefes Bibelverständnis, und beherrscht neben der jüdischen Kultur auch viele Sprachen. Neben Deutsch, Englisch und Französich auch Hebräisch, Aramäisch, Griechisch, und andere.

Und das fragst du auf GF :-( Wäre das nicht die Aufgabe deines Pastors eine ordentliche Predigt zu halten?

Wie weit sind doch viele christliche Gemeinden schon gekommen - dass sie sich nicht vom Geist Gottes führen und lenken lassen?!

Genau lesen (53) - Das Vaterunser

Bibelstellen: Matthäus 6,9-15; Lukas 11,2-4

Das so genannte Vaterunser wird oft gemeinsam von Christen aufgesagt. Ich möchte einmal im Blick auf diese Tradition einige Punkte zu bedenken geben:

Das Vaterunser wird im Zusammenhang mit einem persönlichen Gebet (siehe Matthäus 6,6) und nicht mit einem gemeinsamen, öffentlichen Gebet genannt.

In der Bergpredigt wendet sich der Herr in erster Linie an die Jünger, die aus dem Judentum kamen. Das darf man nicht außer Acht lassen. Typisch christliche Segnungen (Ewiges Leben, Heiliger Geist, Versammlung) werden nicht einmal erwähnt .

Mit dem vorigen Punkt eng verbunden ist der Gedanke, dass formale Gebete zu einem Christen nicht passen. Er betet in der Freiheit und Kraft des Heiligen Geistes. Das entspricht seiner Stellung!

Christen betet um das Kommen des Herrn Jesus (Offenbarung 22,20) und nicht (einfach) um das Kommen des Reiches

Der Herr hat in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man nicht gedankenlos beten soll (Matthäus 6,7). Doch wird das nicht die Folge sein, wenn man immer und immer wieder das Vaterunser gemeinsam aufsagt?

Es gibt zwei Versionen des Vaterunsers (Matthäus 6,9-15 und Lukas 11,2-4). Auch das spricht nicht dafür, dass man es gemeinsam aufsagen soll. Denn wenn die eine Hälfte sich an Lukas und die andere sich an Matthäus orientiert, dann gibt’s ein Durcheinander.

Das Gebet ist natürlich auch nicht für Ungläubige bestimmt, sondern für solche, die dem Herrn nachfolgen und den Vater im Himmel kennen. Das erweist sich auch manchmal als Problem bei dem gemeinsamen Aufsagen.

Natürlich ist das Vaterunser absolut vollkommen. So wie das ganze Wort Gottes vollkommen ist. Und doch müssen wir ja immer den Kontext beachten, wenn wir Passagen aus der Schrift in unser Leben hineinnehmen möchten.

Gerrid Setzer Quelle Bibelkommentare.de

Und das fragst du auf GF :-( Wäre das nicht die Aufgabe deines Pastors eine ordentliche Predigt zu halten?

KaeteK, sieh es doch von einer anderen Seite.Wie viele Menschen gehören zwar einer Religionsgemeinschaft an und werden, wie hier in der evangelischen Kirche, auch konfimiert. Aber viel über ihren Glauben wissen sie nicht! Deshalb finde ich die Idee des Pastors sehr gut, die jungen Menschen einmal zum Nachdenken anzuregen, was dieses** bedeutsame** Muster-Gebet, das uns der Herr Jesus gegeben hat, eigentlich bedeutet?

Ich greife nur mal eine Passage heraus - und vergib uns unsere Schuld! Wir können noch so viel um Vergebung bitten, wenn wir nicht vorher unserem Bruder, unserem Schuldner, vergeben haben! Du kennst sicher Jesu Gleichnis in (Matth. 18:23-35).

Der Pastor kann mit Sicherheit eine Predigt daraus machen - aber hören seine Konfirmanden auch gut zu? Es geht doch um das Wort Gottes, das verstanden werden soll - oder?

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@stine2412
Der Pastor kann mit Sicherheit eine Predigt daraus machen - aber hören seine Konfirmanden auch gut zu?

Bei FeGs gibt es keine "Konfirmanden". Da wird niemand "automatisch" Mitglied, sondern mensch muss schon selber sagen, dass mensch dazugehören will.

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Und das fragst du auf GF :-( Wäre das nicht die Aufgabe deines Pastors eine ordentliche Predigt zu halten?

Schon mal was zum Priestertum aller Gläubigen gehört?

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Da würde ich als erstes einmal darauf abheben, wie es überhaupt möglich ist, dass Jesus Gott, den Schöpfer der Welt, als "lieben Vater" (hebr. abba) anspricht.

Was drückt das aus im Vergleich zu den sonstigen hoheitlichen Anreden?

als "lieben Vater" (hebr. abba) anspricht.

Noch besser wär das mit "Papa" übersetzt.

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fragewichtel, diese Aufgabe, aus dem "Vater unser" Predigten zu machen, finde ich toll! Du hast aber nur den Anfang bekommen: "Unser Vater, der du bist im Himmel".

Nehmen wir erst einmal "Unser Vater", hebräisch: ʼAbbáʼ.Diese Bezeichnung läßt sowohl Respekt als auch ein enges Vater-Kind-Verhältnis erkennen (Rö 8:15; siehe ABBA)

Dann erwartet man vom Vater Autorität und Verantwortlichkeiten. Wie aus der Bibel hervorgeht, war der Vater das Haupt, der Hüter und Beschützer der Hausgemeinschaft, derjenige, der die letzte Entscheidung traf, und der Richter der Familie (1Ko 11:3; 1Mo 31:32).

Daran erkennen wir, dass der Vater sich um die Familienmitglieder (Gott um uns) kümmert.

Jetzt zu "im Himmel": Gott ist der „Vater der himmlischen Lichter“ (Jak 1:17),und es wird häufig gesagt, er habe ‘die Himmel gleich einem Zelttuch ausgebreitet’ oder ‘ausgespannt’ (Ps 104:1, 2; Jes 45:12). Interessanterweise sieht auch die als „Milchstraße“ oder Via Lactea bekannte Riesengalaxis, in der sich unser Sonnensystem befindet, von der Erde aus gesehen, wie ein hauchdünner Flor oder Zelttuch aus. Hier ist der Himmel materiell!

Wenn wir jetzt sagen "unser Vater im Himmel", würde mir noch in den Sinn kommen: "Deine Wille geschehe im Himmel, so auch auf der Erde". Denn so erkennen wir, dass es geistige Örtlichkeiten gibt, wo Gottes Wille geschieht. Da Jehova/Jahwe, Jesus Christus unser König und all die Engel Geistwesen sind, wird dieser "Himmel" auch nur geistig zu verstehen sein - denn wo im riesigen Universum sollte sein Thron stehen auf dem Gott sitzt?

Ein Vater, der seine Familie liebt, kümmert sich um ihre materielle Versorgung. Jesus sagte: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all diese Dinge benötigt“ (Matthäus 6:25-34). Ich finde, dieser Satz von unserem Herrn Jesus erklärt sehr gut "Unser Vater, der du bist im Himmel" ; denn ganz am Anfang des 6. Kapitels von Matthäus zeigt uns Jesus, wie wir beten sollen.

Kannst du einige Gedanken gebrauchen?

Im kleinen Katechismus von Martin Luther steht darüber:

"DIE ANREDE: "Vater unser im Himmel." Was ist das?

Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, damit wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater."

Christen sind also Gottes Kinder und dürfen mit ihm im Gebet sprechen wie mit einem Vater, der uns liebt.

Sag deinem Pastor, ein Gottesdienst ist keine Schulstunde.

Er soll das Vater unser im Religionsunterricht erklären, und im Gottesdienst Gott loben und preisen.

Ich kann nicht mit eigenen Worten erklären was es bedeutet.

Warum nicht?

Und warum fragst du das auf GF und nicht z.B. auf www.jesu.de ?

Mein Vater liebt mich, er beschützt mich, erzieht mich ...

Und der himmlische Vater ist nur gut und nicht so "durchwachsen", wie das irdische Väter sein können.

Hallo fragewichtel,

eine interessante Aufgabe, die Du da übernommen hast.

Mein Vorschlag wäre, dieser Betrachtung mit einem Hinweis darauf zu beginnen, dass diese Worte aus der Bergpredigt stammen und Dein Part der erste Satz eines Gebetes ist, das Jesus als eine Art Mustergebet verstanden wissen wollte, nicht aber als ein auswendig und immer wieder herunterzuleierndes „pater noster“ (lat. „unser Vater“).

Warum kann man das so sagen?

Weil Jesus zwei Verse zuvor (Matthäus 6:7) genau das tadelt.

Er sagte: „Plappert nicht vor euch hin, wenn ihr betet, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Sie glauben, dass ihre Gebete erhört werden, wenn sie die Worte nur oft genug wiederholen.“ (aus der Übersetzung Neues Leben. Die Bibel)

Zum Inhalt selbst ist bemerkenswert, dass Jesus als erstes den Adressaten seines Gebetes nennt:

“Unser Vater im Himmel".

Das ist insofern bedeutsam, als das Jesus einige Zeit vorher vom Teufel versucht wurde, der ihn dazu bewegen wollte, jemand anders als den Vater Jesu anzubeten!

Wörtlich berichtet die Bibel darüber in Lukas 4:5-8 „. . . Der Teufel führte ihn an eine hochgelegene Stelle, zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde und sagte: »Alle diese Macht und Herrlichkeit will ich dir geben. Denn mir ist das alles übergeben, und ich gebe es, wem ich will. Du brauchst nur mich anzubeten, und alles gehört dir.« Aber Jesus entgegnete: »Es heißt in der Schrift: ›Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen. (Neue Genfer Übersetzung)

Diese „Es heißt in der Schrift“ zitierte Jesus übrigens aus 5. Mose 6:13 und 10:20. Dort steht allerdings etwas präziser, wer der „Herr, dein Gott“ ist, denn dort wird der Name des Vaters genannt, je nach Übersetzung JHWH, Jahwe oder Jehova.

Auf jeden Fall war Jesus ein loyaler Sohn und ließ nicht zu, dass die allein annehmbare Anbetung seines Vaters untergraben wurde.

Außerdem verraten die vier einleitenden Worte etwas über Jesu Demut. Er war immerhin, neben seinem Vater, die zweitwichtigste Persönlichkeit im Universum! Er war Gotte Sohn! Das machte ihn allerdings nicht überheblich, sondern er verneigte sich gemeinsam mit seinen Jüngern, mit unvollkommenen und sterblichen Menschen also, vor seinem Vater und beginnt sein Gebet mit den einfachen aber klaren Worten “Unser Vater in den Himmeln“.

Jesu betet also den gleichen Gott an, den seine Nachfolger, den Christen anbeten sollten.

Diese an sich einfache aber unumstößliche Wahrheit darüber, wer angebetet werden sollte, klingt immer wieder und bei den verschiedensten Anlässen in Jesu Worten an.

So sagte er bei einer anderen Gelegenheit „Dennoch kommt die Stunde, . . . in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:21-24).

Wenn du über diese kurzen Auszüge aus dem Leben Jesu nachdenkst, fällt sicherlich auch Dir auf, dass es nur einen gibt, der die Anbetung des Vaters vereiteln möchte. Im Zitat aus Lukas 4 wird er namentlich erwähnt. Und es fällt auch auf, wie sehr sich der loyale Sohn immer und immer wieder darum bemühte, die Wahrheit hoch zu halten.

Die Worte “Unser Vater im Himmel“ sind ein ganz bemerkenswerter Beitrag dazu, denn diese Gebet ist auf der ganzen Welt bekannt.

Vielleicht helfen Dir diese Überlegungen weiter.

Alles Gute.



Und noch ein mal fragewichtel

Erst beim nochmaligen Lesen Deiner Frage fiel mir auf, dass Du am Schluss noch fragst, was es mit dem “Himmel“ auf sich hat.

Deshalb ergänze ich meine Antwort zu dieser Teilfrage:

Häufig spricht die Bibel von dem buchstäblichen Himmel, der von der Erde aus als Wolkenhimmel, strahlend blauer Himmel oder Sternenhimmel sichtbar ist. Dieser „Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes“ oder ist auch das Werk der „Finger“ Gottes (nachzulesen in Psalm 8:3; 19:1-6).

In vielen Texten aber steht „Himmel“ für Gott selbst, für seinen „Regierungssitz und für seine souveräne Stellung.

Sein Thron befindet sich im Himmel, das heißt in dem geistigen Bereich, über den er ebenfalls herrscht.

So sagte Jesus beispielsweise in Matthäus 23:22 „ . . . und wer beim Himmel schwört, schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.“

In der Apostelgeschichte 7:49 kann man lesen:  „Der Himmel ist mein Thron, und die Erde ist der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen?“ spricht Jehova . . .“ Dieser Text wurde damals von Stephanus aus Jesaja 66:1 zitiert.

Weitere Texte, die Ähnliches aussagen sind Psalm 103:19-21 und 2. Chronika 20:6).

Von seiner alles überragenden Stellung aus schaut unser himmlischer Vater gewissermaßen auf den materiellen Himmel und auf die Erde herab (siehe dazu Psalm 14:2; 102:19; 113:6)

und von dieser erhabenen Stellung aus redet er auch, erhört Bitten - wie z. B. das „Vater unser“ - und hält Gericht (Quelle 1. Könige 8:49; Psalm 2:4-6; 76:8; Matthäus 3:17).


Einen Beitrag, der sich mit dem ganzen „Vater unser“ beschäftigt findest Du hier:

http://www.gutefrage.net/frage/vater-unser-im-himmel#answer18958232

Viel Erfolg und gutes Gelingen.



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Auf jeden Fall war Jesus ein loyaler Sohn und ließ nicht zu, dass die allein annehmbare Anbetung seines Vaters untergraben wurde.

Was du mal wieder übersehen hast: Zur Anbetung von JHWH gehört nicht nur die Anbetung von JHWH, dem Vater, sondern auch von JHWH, dem Sohn. So wie du das formuliert hast, könnte das ja zu eienmm ungehorsam gegen den Willen gottes führen:

Jh 5,23 Denn alle sollen den Sohn ebenso ehren wie den Vater. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Denn wenn jemand dem Sohn etwas (z.B. Anbetung) verweigert, was er dem Vater gibt, dann ehrt er den Sohn nicht genauso wie den Vater.

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@helmutwk

Grüße Dich helmutwk

Deine Hinweis auf Johannes 5:23 fordert Unterscheidungsvermögen heraus!

Die Bibel unterscheidet nämlich zwischen

  • Achtung zollen

  • Ehre erweisen

  • und Anbetung darbringen

Jesus Christus gab uns ein vollkommenes Beispiel dafür seinen Vater zu ehren, indem er dessen Willen makellos ausführte und sogar so weit ging, dass er sein Leben als Opfer niederlegte (Matthäus 26:39; Johannes 10:17, 18).

Da er den Willen seines Vaters voller Freude tat, ehrte ihn sein Vater dadurch, dass er ihn als seinen geliebten Sohn anerkannte, an dem er Wohlgefallen gefunden hatte (2. Petrus 1:17; Matthäus 17:5) - aber der Vater betet den Sohn deshalb nicht an.

Nachdem Jesus seinen irdischen Lauf vollendet hatte, verlieh Gott seinem Sohn weit größere Ehre und Würde, als er vor seiner Menschwerdung hatte (Philipper 2:9-11) - aber das war für den Vater immer noch kein Grund den Sohn anzubeten. Umgekehrt aber legt beispielsweis das ganze Kapitel Johanne 17 ein eindrucksvolles Zeugnis davon ab, dass der der Sohn dem Vater Anbetung darbrachte.

Am Beispiel Jesu Christi ist zu erkennen, dass der Höchste diejenigen ehren wird, die ihn ehren, und sie als seine ihm wohlgefälligen Diener anerkennen und sie über die Maßen segnen wird (1. Samuel 2:30). Aber der Vater wird seine Diener niemals anbeten.

Ein anderes Beispiel: Kindern wird geboten: „Ehre deinen Vater und deine Mutter‘, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: ‚Damit es dir gut geht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.‘ “ Kinder werden dadurch aber nicht aufgefordert ihre Eltern anzubeten.

Und ganz sicher ist hier keine „doppelte Anbetung“ vorgesehen wenn es in 1. Timotheus 5:17 heißt: „. . .Die älteren Männer, die in vortrefflicher Weise als Vorsteher dienen, halte man doppelter Ehre für würdig, besonders die, die hart arbeiten in Wort und Lehre. 

  • Ob wir jemand achten hat vor allem damit zu tun, wie wir über ihn denken.

  • Wenn wir jemand ehren bringen wir das vor allem damit zum Ausdruck, wie wir ihn behandeln - das allerdings setzt Achtung voraus.

  • Wenn wir jemand anbeten setzt das Achtung und Ehrerbietung voraus, doch außer diesen fundamentalen Voraussetzungen schließt es Verehrung, Lobpreis und heiligen Dienst mit ein.

Deshalb noch einmal, wie oben schon zitiert: Lukas 4:5-8 „Jesus gab ihm [Satan] zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, UND ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

Außerdem wäre der Widersacher sicherlich nicht so ungeschickt gewesen, von jemand Anbetung einzufordern, der seinerseits angebetet werden sollte.

Eben weil diese Unterscheidungsvermögen unverzichtbar ist, wenn man die Bibel richtig verstehen will, legte Jesus so großen Nachdruck darauf, das Wahrheit und Anbetung ebenso wie Anbetung und Wahrheit so eng verknüpft sind, dass das eine ohne das andere keinen Wert hat.

Wie oben schon zitiert: „Dennoch kommt die Stunde, . . . in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:21-24).

Alles Gute



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@Abundumzu

Stimmt!

Daneben wird jedes Gebet an JHWH "im Namen Jesu" vorgetragen - so binden Christen Jesu in das Gebet mit ein, denn:

1 Timotheus 2:5 Denn da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 

Deswegen am Ende vom Gebet: " .... so bitte ich um Erhörung im Namen deines treuen Sohne Jesus Christus" (beispielsweise).

Beste Grüße

JensPeter

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@Abundumzu

aber das war für den Vater immer noch kein Grund den Sohn anzubeten

Mal wieder typisch ZJ: du unterstellst etwas, was niemand behauptet hat. Natürlich betet der Vater den Sohn nicht an. Es sind diese z.T. subtilen Verdrehungen der anderen Standpunkte, die es so schwer machen, mit euch vernünftig zu reden.

„Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, UND ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

Deswegen werden wir evangelischen Christen auch niemals jemand anders anbeten als den, der den höchsten Namen hat (das ist einen jüdische Umschreibung für JHWH). Da du selber auf Ph 2,9-11 hingewiesen hast, sollte dir ja klar sein, dass deshalb Lk 4,5-8 für die Frage, über die wir uneins sind, etwas off-topic ist.

legte Jesus so großen Nachdruck darauf, das Wahrheit und Anbetung ebenso wie Anbetung und Wahrheit so eng verknüpft sind, dass das eine ohne das andere keinen Wert hat.

Wenn du das glaubst, wieso kommst du dann mit Sätzen, die einen falschen Eindruck suggerieren (als hätte ich oder sonst jemand behauptet, der Vater würde den Sohn anbeten)? Wahrhaftigkeit sieht anders aus.

1.Jh 5,20 Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns die Augen geöffnet, damit wir den einzig wahren Gott erkennen. Wir sind mit dem einzig wahren Gott verbunden, so gewiss wir verbunden sind mit seinem Sohn Jesus Christus. Der ist der einzig wahre Gott, der ist das ewige Leben.

Joh 20,28 Da antwortete Thomas: »Mein Herr und mein Gott!« 29 Jesus sagte zu ihm: »Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Freuen dürfen sich alle, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!«

Jesus hat es als Glauben bezeichnet, als er von Thomas als Gott angebetet wurde.

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@helmutwk

Lieber helmutwk,

wenn man die gewichtigen Argumente in einer Auseinandersetzung zwischen den beiden höchsten Repräsentanten der wahren und der falschen Religion (aus Lukas 4:5-8), nämlich Jesus Christus auf der einen und dem Widersacher auf der anderen Seite, zum Thema Anbetung, als "off-topic" einstuft, macht es wenig Sinn mit Dir im Kreis herum zu diskutieren.

Auch soweit es Deinen zuletzt zitierten Text betrifft, kommt man zu einem völlig anderen Ergebnis, wenn man den Kontext mit berücksichtigt.

Siehe bitte hier.

http://www.gutefrage.net/frage/jesus--gott-oder--nicht#answer89265234



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@Abundumzu
wenn man die gewichtigen Argumente in einer Auseinandersetzung

Off-topic heißt nicht "unwichtig".

Natürlich ist es wichtig, dass nur JHWH angebetet werden darf. Darüber sind wir uns einig. Weshalb es nichts zur Klärung beiträgt, wenn zitiert wird, dass nur JHWH angebetet werden darf: wir reden darüber, ob Jesu JHWH ist. Und genau deshalb ist es off-topic, wenn du was zu einem anderen Thema zitierst und so von dem ablenkst, was ich sage - egal wie wichtig dieses andere Thema ist.

Topic wäre beispielsweise, dass Jesus der Schöpfer ist (durch ihn ist alles geschaffen worden, Kol 1,15-16;)

Auch soweit es Deinen zuletzt zitierten Text betrifft, kommt man zu einem völlig anderen Ergebnis, wenn man den Kontext mit berücksichtigt.

Inwiefern? Dass Jesus der Sohn Gottes ist, ist kein Widerspruch zur aussage, dass Er Gott ist, siehe Joh 5,17. Im NT wirde der Vater meist Gott und Jesus meist JHWH (kyrios) genannt - die NWÜ ist deshalb irreführend, weil sie an Stellen, an den Jesu eindeutig also JHWH bezeichnet wird, nicht "Jehovah" schreibt, also das Wort nur willkürlich einsetzt.

Einst werden alle vor JHWH niederknien und Ihn bekennen, zur Ehre Gottes, des Vaters (Jes 45,23; Ph 2,11).

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