Ein Studienfach studieren, wo die Arbeitslosenrate hoch ist?

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11 Antworten

Aus einem Kommentar von dir:

Ich habe sehr viele Erfahrungsberichte und die meisten Stimmen zu, dass ohne Promotion es nichts wird. (Sie will nicht promovieren)

Das ist kritisch zu beurteilen, da gerade Erfahrungsberichte in diesem Bereich vor allem von Leuten mit negativen Erfahrungen veröffentlicht werden. Ich meine, wenn jemand trotz gutem Studienabschluss keinen Job findet, wird er selbst das eher "skandalös" finden und ist eher bereit, andere darüber (online) darüber zu unterrichten, als jemand, der einen Job gefunden hat.

Weiterhin scheinst du dich auf Dinge wie Arbeitslosenquoten usw. zu beziehen. Das bringt hinsichtlich dieser Fragestellung aber fast nichts und ist der falsche Weg. Denn eine Arbeitslosenquote von x% sagt im Prinzip nur aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewählter studierter Biologe arbeitslos ist, bei x% liegt. Da deine Freundin nicht zufällig gewählt wurde und sie diesen Prozess selber beeinflussen kann (z.B. durch mehr Fleiß -> bessere Noten etc.), ist die theoretische Wahrscheinlichkeit, dass gerade sie arbeitslos wird, nicht identisch mit der Arbeitslosenquote.

Insofern halte ich es für nicht verkehrt, so ein Studium aufzunehmen, wenn es einen interessiert und man vor allen Dingen an den Berufen, die man später ausüben kann, interessiert ist und sich vorstellen kann, diese sein ganzes Leben lang auszuüben. Man sollte sich allerdings vorher klar machen, was man tun muss, um zu der Gruppe, die einen Job findet, zu gehören. Weiterhin muss man sich ständig selbst überprüfen und auch bereit sein, die Reißleine zu ziehen, wenn die Aussichten zu schlecht sind. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man es trotz Fleiß nicht hinkriegt, vernünftige Noten zu schreiben.

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Hallo ChloeBloom,

wie kommst du denn zu deinen Erklärungen zu den Zukunftsaussichten in Biologie? 

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Hi,

was will deine Freundin denn langfristig machen?

Wenn sie an der Uni bleiben und forschen will wird es langfristig gesehen sehr schwierig werden. Nach der Promotion ist es kein Problem anschließend ein paar Postdoc Stellen zu bekommen. Danach fangen die Probleme an weil es sehr schwer ist, eine Professur zu bekommen. Ohne zu Promovieren geht es in diesem Bereich gar nicht.

Es gibt keinen akedemischen Mittelbau in der Universitätswissenschaft, d.h. mit Mitte dreißig ist sie entweder arbeitslos oder führt ihre eigene Gruppe. Die meisten Biologen, die ich kenne, haben es nicht geschafft dauerhaft an der Universität bleiben zu können.

Wenn sie hingegen danach einen Job in der pharmazeutischen Industrie sucht sind die Chancen auch Promotion gar nicht so schlecht. Sie kann Monitor werden, in der Arzneimittelsicherheit arbeiten, im Vertrieb. Das sind in der Regel gutbezahlte Jobs.

October

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In der  Forschung sind gute Biologen  sehr gefragt. Die Tochter  einer  Freundin arbeitet  in der Aids -Forschung. 

Ein Freund  hat sich auf MeeresBiologie spezialisiert.  Der wiegt sein Geld. ...

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Kommentar von October2011
28.10.2015, 15:57

Die Tochter  einer  Freundin arbeitet  in der Aids -Forschung. 

Mit einer Festanstellung bei einer Pharmafirma?

Oder als Postdoc mit einem zeitlich begrenztem Vertrag?

October

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Manche sind einfach naiv.

Andere stellen ihre persönliche Erfüllung über die Karriereaussichten.

Wieder andere wissen, daß man durch ein Studium nicht zwangskläufig in eine feste Berufsrichtung festgelegt ist. Es gibt zum Beispiel auch Biologen in der Unternehmensberatung. Insbesondere, weil in der Naturwissenschaft noch handfeste wissenschaftliche Arbeit nach messbaren Fakten herrscht.

Ein Naturwissenschafler ist eine andere Herangehensweise gewohnt, als ein Gesellschaftswissenschaftler.Hierbei ist zu beachten, daß auch die Verlegenheitsfächer BWL, VWL und Jura Gesellschaftswissenschaften sind.

Nicht zu vergessen, daß mit den steigenden Studentenzahlen sich auch immer mehr Leute einschreiben, die mit einer Ausbildung viel besser bedient wären. Zudem stehen die Zeichen darauf, das zu studieren, was die Karriere voranbringt, und nicht das, worin man sich sieht.

Es ist nicht unwahrschenlich, daß essentielle Randwissenschaften wie der Biologie der sowohl akademisch wie charakterlich qualifizierte Nachwuchs ausgeht, und dann steht deine Freundin nicht schlecht da.


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Es spricht doch nichts dagegen, etwas zu studieren, was einen interessiert. 

Ich habe ihr erklärt, dass man nur mit Biologie eher schwieriger einen Job bekommen kann...

Deshalb sind die Studienplätze für diesen Studiengang auch entsprechend begrenzt - und nur die Besten werden angenommen...

... und das der Verdienst und die Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt sind 

Das ist Ansichtssache. Als Wissenschaftler (z.B. an der Uni) liegt das Einstiegsgehalt bei rund dreieinhalbtausend Euro.....

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Manche denken nur an das Hier und Jetzt, andere möchten unbedingt ihren Neigungen nachgehen.

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Weil jemand, der es wirklich will, weit größere Chancen hat, dann auch einen Beruf in der Richtung zu finden. Weil man u.U. auch etwas aus glühendem Interesse lernt, um es einfach zu wissen und zu können, und hinterher seine Brötchen in einem anderen oder zumindest verwandten Beruf verdient. Weil sich in den paar Jahren bis zum Examen auch die Stellensituation noch ändern kann.

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Nicht jeder Biologe landet in der Arbeitslosigkeit. Wer so etwas studiert, muss aber damit rechnen, dass er besonders gute Studienleistungen erbringen muss (am besten eine Promotion), um gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Wer sehr leistungsstark ist, kriegt mit fast jedem Hochschulabschluss einen Job.
Es ist durchaus denkbar und üblich, dass man in dem erlernten Bereich später gar nicht arbeitet.

Trotzdem ist es tendeziell schwerer, mit einem nicht so gefragten Studienfach durchzustarten. Wenn er aber ein besonderes Interesse am Biologiestudium hat, sollte er es dennoch durchziehen.

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Bist du dir sicher das man als Biologe schlechte Berufsaussichten hat? Ich glaube das nicht. Naturwissenschaftler sind eigentlich gesucht.

Ausserdem ist es wichtig das man Spass an seinem Beruf hat um gut zu sein.

Irgend etwas zu studieren nur weil man da einen Job sicher hat macht wenig Sinn.

LG

Edgar

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Woher willst Du wissen in welche Richtung sie sich später mit dem Abschluss Biologie beruflich wenden möchte??

Nur weil jemand Biologie studiert bedeutet das noch lange nicht, dass derjenige direkt nach dem Studium in Brotlosigkeit und Arbeitslosigkeit landet.

Ich finde Du pauschalisierst das über den Daumen gepeilt sehr.

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