Ein Schaffner schmeißt ein Flüchtling aus dem Zug raus. Darf er das?

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14 Antworten

Den Namen der betroffenen Person dürfte Dir der Kontrolleur aus Gründen des Datenschutzes nicht geben. Aber auf konkrete Anfrage muss sich ein Kontrolleur auch bei privaten Verkehrsbetrieben mit seinem Dienstausweis gegenüber den Fahrgästen legitimieren können.

Deswegen KÖNNTEST Du beim Verkehrs - Dienstleister durchaus anfragen, welcher Kontrolleur zu welchem Datum und Uhrzeit auf welcher Linie & Fahrtrichtung dann im Einsatz war. Ob man Dir dann allerdings den Namen sagt, das ist unklar. Aber einer Beschwerde grundlegender Art wie " die Person hat sich auf Nachfrage nicht ausweislich als Kontroller legitimiert " wird normalerweise betriebsintern nachgegangen.

Aber einen anderen Beschwerdegrund hättest Du ansonsten nicht, wenn die grundlegende Handlungsroutine an sich rechtlich einwandfrei war. ( nicht emotional bewerten, sondern nur nüchtern und rechtlich )

Denn grundlegend gibt es 2 rechtlich korrekte Ansätze :

 - die beschwerte Person darf nach dem sogenannten "Jedermann-Recht" dann festgehalten werden, wenn die Identität unbekannt ist und nicht ohne polizeiliche Hilfe festgestellt werden kann. ( dieses bezieht sich auf eine bezeugbare strafbare Handlung zwecks Anzeige )

 - der Dienstleister hat das sogenannte "Hausrecht" über seine Fahrzeuge und ggf. Anlagen. Im Rahmen des Hausrechtes darf eine Person daher bei angemessener Begründung auch der Örtlichkeit verwiesen werden. Dieses Recht darf in seiner Umsetzung auch auf Mitarbeiter des Eigentümers / Unternehmens übertragen werden.

Und solange es keine unangemessene körperliche Gewalt oder menschenverachtende / diskiminierende Handlungen und Äusserungen / Begründungen für die Ausübung des Hausrechtes gab, so ergibt sich daraus auch kein Beschwerdegrund oder Rechtsverletzung.

Besondere Obachts- / und Sorgfaltspflichten ergeben sich hier höchstens bei Kindern und / oder körperlich entsprechend eingeschränkten Menschen. Natürlich ist es auch emotional in so einer Situation nicht astrein, aber Du könntest nicht zwingend darauf bestehen, der Ausübung des Hausrechtes ( in angemessenen Masse ) durch Nachkauf eines Tickets für eine fremde Person ( oder gar in eigener Betreffung ) entgegenzuwirken.

Musste die Person denn das "erhöhte Beförderungsentgelt" bezahlen, bzw. bekam ein dementsprechendes "Ticket" ? Oder wurde davon abgesehen und die Person wurde "nur" der Bahn verwiesen ? ( was ich eher vermuten würde ) 

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Du kannst bei der Hotline der Bahn anrufen oder eine Email an die Deutsche Bahn schreiben, in der drin steht, dass der Schaffner, der am (Datum) um (Uhrzeit) kontrolliert hat, verweigert hat Dir seinen Namen zu nennen.

Wegen der Flüchtlinge wirst Du wohl nicht durchkommen. Egal ob Flüchtling oder nicht, jemand der Schwarz fährt und nicht bezahlen kann, muss aussteigen. Das sind die Vorgaben des Schaffners und die hat er Umzusetzen.

Man darf das nicht emotional sehen.

Wenn der Schaffner die Flüchtlinge nicht rausgeworfen hätte und drei Sitze weiter wäre der nächste Schwarzfahrer gewesen,der kein Flüchtling gewesen wäre, hätte er ihn auch weiterfahren lassen müssen und den nächsten auch usw.

Gleiches Recht für alle.

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Nein, ist er nicht. Und du kannst auch das Ticket nicht nachlösen. Wenn du es vor Fahrtantritt für Ihn bezahlt hättest und ihm das vorher gegeben hättes währ das ok gewesen. Aber nicht nach eintreffen des Schaffners. Er ist nunmal Schwarz gefahren und mußte mit diesen Konsequenzen rechnen.

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Den Namen des Flüchtlings, oder seinen? Bei seinem ist es leicht. Brauchst nur die Zugnummer und Uhrzeit! Den Namen des Flüchtlings darf er dir nicht Nennen!

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Kommentar von Tyba86
01.03.2016, 11:44

Den Namen von Schaffner. Danke hab die Zugnummer und die Uhrzeit, wo kann ich die Beschwerde einleiten?

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Kommentar von aribaole
01.03.2016, 11:45

Deutsche Bahn AG

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Ich denke nicht, dass er verpflichtet ist, seinen Namen einem an seiner Diensthandlung Unbeteiligten zu geben. Wenn Du Dich allerdings - vermutlich ohne Erfolg, wie ich es einschätze - beschweren willst, werden Deine Angaben zu Fahrt und Uhrzeit völlig ausreichend sein, um Beteiligte zu identifizieren.

Deine gute Absicht mal vorbehaltlos gelobt, wage ich anzumerken, dass die Bahn ein Recht auf Entrichtung des Fahrgeldes hat. Nicht verstehen kann ich allerdings Menschen, die einen solchen Vorfall zum erneuten Vorwand nehmen, uns mit ihren sattsam überdrüssigen Vorurteilen zu belagern.

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Du kannst Dir die Nummer des öffentlichen Verkehrsmittel merken, und eine Beschwerde an den Betreiber richten.

Ich denke aber mal, die Mühe kannst Du Dir sparen. Der Schwarzfahrer kann von Glück sagen, dass der Schaffner nicht die Polizei gerufen hat.

Das Prellen von Beförderungsentgeld ist eine Straftat. Die Polizei hätte den Mann erkennungsdienstlich behandelt.

Du solltest den Schaffner für seine Freundlichkeit folglich loben.

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Der Schaffner muss jeden rausschmeißen der kein gültiges Fahrticket vorweisen kann.

Ob das ein Rentner, ein Obdachloser, ein Multimillionär, ein Flüchtling oder sonst was ist.

Das hat mit Status und Herkunft nichts zu tun.


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War der Zug von der Deutschen Bahn? Wenn ja, muss er seinen Dienstausweis vorlegen, wenn es die Fahrgäste möchten.

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Kommentar von Tyba86
01.03.2016, 11:41

Er ist vom Westfalen Bahn, muss er das auch?

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Kommentar von Tyba86
01.03.2016, 11:42

Und bei wem kann ich so ne Beschwerde einleiten

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Kommentar von DBLokfuehrer
01.03.2016, 13:13

Das weiß ich leider nicht, ob die Mitarbeiter dort dazu verpflichtet sind. Du kannst aber eine E-Mail an das Unternehmen schreiben, in der du alle Dinge erwähnst (Datum, Uhrzeit, Zugnummer, Geschehen,...). Eine E-Mail-Adresse wird sicherlich auf der Internetseite des Unternehmens zu finden sein.

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Da du nicht von seiner Maßnahme betroffen bist, muß er dir auch seinen Namen nicht mitteilen. Der Flüchtling kann froh sein, dass der Kontrolleur nicht noch bei der Polizei Anzeige erstattet hat.

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Nein ist er nicht, so etwas fällt unter Datenschutz. Wenn es ein Deutscher gewesen wäre hätte der Schaffner (mit Recht) genauso gehandelt - und keinen hätte es interessiert.....

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Der Schaffner hat richtig gehandelt. Soll der Schaffner den Arbeitsplatz verlieren, wenn er nicht nach seinen Anweisungen handelt?

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Nein, er muss sich nicht bei anderen Passagieren ausweisen. Wenn Du ihn melden möchtest,w eil er einen blinden Passagier des Zuges verwies, dann nenne die Strecke und die Uhrzeit, darüber ist auch der Zugbegleiter klar.

Zahlst Du allen Leuten ohne Ticket eins?

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Kommentar von DonkeyDerby
01.03.2016, 11:31

Muss sich ein Kontrolleur nicht bei jedem ausweisen, den er kontrolliert?

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Wieso sollte er ihn auch nicht rausschmeißen wenn er kein Ticket hat ?

Lass den Schaffner doch seinen Job machen dich hätte er auch raus geworfen wenn du keins gehabt hättest.

Und nein bei der Bahn ist man nicht verpflichtet sich auszuweisen.

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