Ein Pfarrer hat mir selbst gesagt dass es Adam und Eva niemals gab. Dass wurde einfach so erfunden.?

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28 Antworten

Sicher.

Die biblischen Geschichten sind keine historischen Tatsachen, sondern religiöse Wahrheiten.

Eine Wahrheit ist etwas anderes als eine konkrete Realität. Auch wenn solche Geschichten Wahrheiten vermitteln, so wie es zum Beispiel auch Märchen tun, müssen sie ja nicht historisch real sein.

Natürlich weiß das der Pfarrer, wie es jeder geistig gesunde Theologe und religiöser Gemeindevorsteher weiß. Das wissen auch Imame, das wissen Rabbis, das wissen Äbte, das wissen Sheikhs - das weiß ein jeder, der sich seriös und ernsthaft mit seiner Religion befasst.

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Kommentar von earnest
12.05.2016, 13:56

Nur die Fundis - sie wollen das nicht wissen.

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Stimmt. Die Geschichten der Bibel sind nicht als historische Wirklichkeit zu deuten.

Es gab also tatsächlich nicht vor ca. 6000 oder 7000 Jahren einen ersten Menschen, der in Form eines Erwachsenen von Gott aus einem Klumpen Lehm o.ä. geformt worden wäre.

Vielmehr hat sich die menschliche Spezies über Hunderttausende von Jahren hinweg entwickelt.

Es ist gut, wenn ein Pfarrer das auch so sieht und zugeben kann. Denn dieser Umstand ist kein Beweis dafür, dass Religion an sich Spinnkram sei oder es keinen Gott gäbe. Die Bibel hat dennoch eine tiefe Bedeutung.

Gott ist groß und unbegreiflich, und unser menschliches Erkennen ist Stückwerk, wie es auch im Korintherbrief geschrieben steht.

Alle menschlichen Vorstellungen, Geschichten und Beschreibungen sind nur Modelle, also mehr oder weniger grobe Vereinfachungen und nicht die Wirklichkeit oder gar Wahrheit selbst.

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Die Schöpfungsgeschichte und die Geschichte über Adam und Eva stehen ja im Genesis, dem ersten Buch Mose. Es wurde aber bereits im Mittelalter angezweifelt, dass Mose diese Bücher jemals geschrieben haben soll.

Vor Jahrtausenden von Jahren war das so, dass man die ganzen Überlieferungen nicht verschriftlicht hatte, sondern immer nur mündlich überlieferte. Ein einschneidendes Erlebnis bei den Juden war dann das Babylonische Exil 597 v. Chr. Aufgrund des Exils begann man intensiver über seine Geschichte, seinen Glauben und seine Herkunft nachzudenken. Man wollte seine Kultur für die Nachwelt festhalten und so begann man alle Geschichten zu sammeln, auszusortieren und niederzuschreiben. Die Tora entstand somit während bzw. nach dem Babylonischen Exil. 

Die Vertreibung aus der Heimat führte zusätzlich zu einem "Identitätsverlust"... um die eigene Identität, die eigene Herkunft zu festigen, wurde die Schöpfungsgeschichte an den Anfang der Tora gesetzt. Die Babyloner hatten ja mehrere Götter - und um sich von den Babylonern abzugrenzen, ist die Identität der Juden eben, dass sie von dem einen Gott abstammen. Dadurch entstand diese ganze Schöpfungsgeschichte.

Die katholische Theologie geht daher auch davon aus, dass die Schöpfungsgeschichten mit der Evolutionstheorie vereinbar ist. Gerade weil die Theologie die Schöpfungsgeschichte nicht für wörtlich nimmt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Evolution nicht negieren.

Und bevor hier jemand etwas über Adam+Eva und der Erbsünde schreibt: Die Erbsünde ist ein symbolischer Begriff für die Entfremdung von Gott. Und durch die Taufe und durch Jesus Christus kann man wieder ein Leben mit Gott führen. Die Aussage, dass Adam+Eva nicht existiert hatten, führt nicht zur Absurdität der Bibel per se.

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Kommentar von wildcarts2
24.10.2016, 12:16

Du scheinst dich schon mit der Thematik befasst zu haben, gehst aber von ein paar falschen Grundannahmen aus.

Moses hat es nie gegeben. Er ist eine aus mehreren Mythen, Legenden und Geschichten zusammengesetzte Heldenfigur.

Auch waren die Juden niemals im Exil an Babylon! Assyrien eroberte Kanaan und vernichtete dabei u.a. das Volk Israel. Die wenigen Überlebenden wurden im assyrischen Reich verstreut und das Volk Israel hörte auf zu existieren.

Juda, ein kleines Bergvolk, politisch völlig uninteressant für Assyrien, hatt rein gar nichts mit Israel zu tun. Eventuell gab es Handelsbeziehungen, aber dazu gibt es keine Belege. Juda war eher zurückgezogen und wollte seine Ruhe haben. Aber auch Juda wuchs und benötigte Ressourcen. Die Prieser, welche den Baal JHWH anbeteten, strebten nach Macht und redeten ihren Leuten ein, die Israeliten wären ihre Brüder gewesen und man müsse sich nun ihr gottgegebenes Geburtsrecht auf das Land sichern.

Assyrien hatte aber bereits eigene Leute dort angesiedelt. Dennoch konnten die Judäer ihren Bereich enorm vergrößern, weil Assyrien Jerusalem als unbedeutend empfand und es nicht beachtete. Die Steuern und Erträge kamen an und der König konnte sich auf weitere Expansions und Verteidigungspläne kümmern. Da Ägypten geschlagen war, erwartete er keine Probleme aus dieser Richtung.

Juda begann mit der Erschaffung des Volksmythos Israel. Sie waren dabei sehr gschickt, indem sie die Geschichte beider Völker miteinander vermischten. Hinzu kamen noch viele ägyptische und weitere kanaanäische Einflüsse.

Als Babylon Assyrien besiegte, änderte sich nicht viel in Kanaan. Da es aber Fachkräftemangel gab, wurden Facharbeiter aus den eroberten Gebieten nach Babylon gebracht, um dort arbeiten zu können. Diesen Menschen ging es wesentlich besser, als den vielen die zurück blieben. Sie konnten auf die Infrastruktur und das Wissen Babylons zugreifen. Sie waren keine Gefangenen, sondern Gäste, denen eine neue Heimat und Arbeit angeboten wurde. Möglichkeiten, die sie in Kanaan nie gehabt hätten.

Zu diesen Menschen gehörten auch die Priester, die in den Bibliotheken Babylons arbeiten konnten. Dort vollendeten sie ihren Volksmythos und auch erst dort erschufen sie den Monotheistischen Gott. Nachdem Babylon fiel, kehrten sie zurück in ihre Heimat und ergriffen erneut die Macht. Als Rom auftrat, fanden sie einen bereits fest etablierten Volksmythos und eine Religion vor.

Die katholische Theologie geht daher auch davon aus, dass die
Schöpfungsgeschichten mit der Evolutionstheorie vereinbar ist. Gerade weil die Theologie die Schöpfungsgeschichte nicht für wörtlich nimmt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Evolution nicht negieren.

Es gibt nicht "DIE Evolutionstheorie", sondern die Evolutionslehre/wissenschaft, welche natürlich aus Theorien (Darstellungen der Realität) besteht. Der Begriff "Evolutionstheorie" ist für die meisten schlecht verständlich, weil sie unter einer "Theorie" das selbe verstehen wie unter einer "Hypothese".

Die Kirche geht hier sehr geschickt vor. Da sie WEISS, dass ein Leugnen der Evolution dumm ist (schließlich ist es die best belegteste Wissenschaft überhaupt), redet sie immer drum herum und tut so, als würde sie darin kein Problem sehen.

Tatsächlich ist die Schöpfungsgeschichte aber nicht mit der Evolution in Einklang zu bringen. Die Evolution hebelt die Basis der Schöpfung aus: Schöpfung bedeutet, Gott hat(te) Pläne und hätte alles zu einem bestimmten Zweck geschaffen. Die Natur beweist aber, dass dies nicht der Fall sein kann. Sollte es ein Wesen gegeben haben, welches den Stein ins Rollen brachte, dann ist es extrem Fehlerhaft, weil die "Schöpfung" viele Fehler enthält. Auch damit wäre das Konzept des Schöpfergottes ausgehebelt.

Die Erbsünde ist ein symbolischer Begriff für die Entfremdung von Gott. Und durch die Taufe und durch Jesus Christus kann man wieder ein Leben mit Gott führen.

Nein, das ist sie nicht! Die Kirche hat im Laufe der letzten 2 Jahrhunderte immer weiter die Bibel zerredet. Das Problem ist: Die Bibel wurde nicht für Christen, sondern für Juden geschrieben, und war von Anfang an als Darstellung der Geschichte gedacht. Was die Kirche daraus gemacht hat ist irrelevant! Die Erbsünde ist im Judentum nicht symbolisch gemeint! Und Jesus war nur der Versuch einen neuen Messias (Judenkönig) zu finden, der aus Juda einen autonomen Gottesstaat machen sollte.

Die Aussage, dass Adam+Eva nicht existiert hatten, führt nicht zur Absurdität der Bibel per se.

Doch tut sie, da die Autoren der Bibel diese Geschichten schufen, um den Menschen eine Realität vorzugaukeln! Das sie damit auch Lehren/Moral verbreiten wollten, das ist klar.

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Hallo,

auch ein Pfarrer weiß nicht alles. 

Es gibt Pfarrer, die die Geschichte von Adam und Eva für eine symbolische Erzählung halten, die nicht wörtlich zu verstehen ist; es gibt aber auch andere, die glauben, daß sich der Beginn der Schöpfung im Großen und Ganzen so zugetragen hat, wie es uns die Bibel schildert.

Da niemand von uns dabei war, ist es schwierig zu beurteilen, was denn nun stimmt.

Glaube ist aber vor allem Vertrauenssache. Wenn ich an einen Gott glaube, der Tote auferwecken kann - wer will mir verwehren, an einen Gott zu glauben, der die Welt mit allem darin aus dem Nichts geschaffen hat?

Ebenso hat aber auch besagter Pfarrer das Recht, die biblischen Berichte nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen. Dann ist es besser, er sagt, was er glaubt, als wenn er - nur weil er Pfarrer ist - den Leuten das sagt, was sie von ihm erwarten. Er sollte seine Sicht der Dinge dann nur nicht als die einzige und absolut Richtige darstellen. Auch ein Pfarrer ist ein Mensch und als solcher nicht frei von Irrtum.

Herzliche Grüße,

Willy

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Mir wurde das vor 35 Jahren im Religionsunterricht so erklärt:

Der gesamte Schöpfungsbericht war niemals als "wissenschaftliche" Beschreibung gedacht, wie die Welt entstanden ist, sondern als symbolische Beschreibung, wie die Welt ist.

Das hängt mit den damaligen Sprachgepflogenheiten zusammen - die Ur-Israeliten konnten einen Zustand nur über sein (fiktives) Entstehen beschreiben. So hätte damals z. B. ein Mann seiner Geliebten niemals gesagt "Du bist eine schöne Frau", sondern "Du bist Tochter einer schönen Mutter" - obwohl uns ja allen klar ist, dass da nicht unbedingt wirklich ein Zusammenhang bestehen muss...

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Jeder hat seinen eigenen Glauben und da spielt es keine Rolle ob man Pfarrer, Bischof oder einfacher Gläubiger ist.

Dass der angesprochene Pfarrer gesagt hat, dass es Adam und Eva nicht gab, hat nichts damit zu tun, dass er seinen Glauben verloren hat, denn man kann auch ein Gläubiger sein ohne an alle Details aus der Bibel zu glauben. Es gibt viele Gläubige, die durch die Wissenschaft auch an die Evolutionstheorie glauben.

Man darf nicht vergessen, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, das heißt, sie enthält subjektive (und der damaligen Zeit geschuldete) Ansichten. Es spricht natürlich nichts dagegen an Adam und Eva zu glauben, aber es spricht eben auch nichts dagegen, eben nicht an die zwei zu glauben.

Ich persönlich halte nichts von der Bibel habe aber auch kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die an der Bibel hängen. Ich toleriere das und viel wichtiger: ich AKZEPTIERE das.

Wenn der Pfarrer also sagt, dass es Adam und Eva nicht gab, ist das seine Meinung (die ich unterstütze), aber es ist eben seine. Ob sie richtig ist oder nicht hängt davon ab woran du glaubst und glauben willst :)

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Kommentar von wildcarts2
12.05.2016, 15:38

Es gibt viele Gläubige, die durch die Wissenschaft auch an die Evolutionstheorie glauben.

Das ist komplett falsch. Erstens gibt es nicht "Die Evolutionstheorie", sondern nur die Evolutionswissenschaft als Zweig der Biologie, welche aus vielen Theorien besteht. Eine Theorie ist die Darstellung von Realitäten in Form von Regeln und wiederholbaren Experimenten, mit der man Vorhersagen machen kann (in Bezug auf Kausalität).

Zweitens kann man an Wissenschaft nicht glauben, sondern sie entweder akzeptieren oder nicht. Glaube ist reine Fantasie. Es ist das Fürwahrhalten von Dingen die man nicht beweisen kann. Wissenschaft dagegen besteht nur aus dem ermitteln von Beweisen, mit denen man Sachverhalte darstellen kann.

Wissenschaft und Glaube schließen sich gänzlich aus!

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Kommentar von Projektplaner13
12.05.2016, 15:39

lieber ewolfe, ( lieber N.) auch hier bin ich fast ganz mal wieder deiner Meinung, weiter hinten hier habe ich noch kurz was zur Bibel geschrieben...( hinter earnest...vor KaeteK), liebe Grüße H.

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Die Geschichte von Adam und Eva ist klar erfunden. Nicht nur dass man den Schöpfungsmythos inzwischen als überholte Ansicht abtun kann, mit nur zwei Individuen lässt sich einfach keine Population aufbauen, ohne massive Inzuchtprobleme zu bekommen. das geht vielleicht noch bei einfacher aufgebauten Lebewesen eine weile lang gut, beim Menschen allerdings nicht. Nach Adam und Eva kann es ja nur zwischen Bruder und Schwester oder zwischen Eltern und Kind Sex und damit Kinder gegeben haben. Die Bibel erzählt also die Geschichte einer gigantischen Sauerei.

Die Geschichte ist wie viele (wenn nicht sogar alle) Geschichten aus der Bibel frei erfunden, oder so stark verfälscht, dass man das Original wohl nicht mehr wiedererkennen würde.

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Natürlich stimmt es. Auch Pfarrer können zuweilen denken.

Aber Dein Glaube an die Wahrheitstreue der Pfarrer ist natürlich zu 150% berechtigt. Denn Pfarrer haben ja noch niemals in der Geschichte gelogen, denen muss man einfach alles glauben. :-DDD

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Mit hundertprozentiger Sicherheit lässt sich das nicht sagen, da weder du noch ich noch der Pfarrer Adam und Eva jemals kennen gelernt haben.

Aber es spricht vieles dafür, dass er Recht hat und es Adam und Eva nie gab. Ich möchte aber nicht so weit gehen zu sagen, es wurde einfach nur erfunden. Denn die Geschichte von Adam (dt.: Mensch) und Eva (dt.: Leben) sagt etwas zeitlos Gültiges über die Menschheit aus.

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Kommentar von wildcarts2
12.05.2016, 15:44

Die Geschichte sagt mit Sicherheit nichts "zeitlos Gültiges" aus, da sie de facto frei erfunden wurde.

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Hallo cheese7,

es wundert mich allerdings, dass ausgerechnet ein Pfarrer etwas in Zweifel zieht, was die Bibel klar und deutlich lehrt, wenn sie z.B. sagt: "Er hat aus e  i  n  e  m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen" (Apostelgeschichte 17:26).

Zweifellos vertreten außer diesem Pfarrer noch viele andere die Meinung, Adam und Eva seien erfundene Gestalten und belächeln den Bericht in der Bibel über sie. Sie spricht jedoch von diesen beiden als von Personen, die tatsächlich gelebt haben und von denen, wie obiger Text es zeigt, das gesamte Menschengeschlecht abstammt. Was soll man nun aber glauben? Ist mit dem Wissen und den Erkenntnissen der heutigen Zeit zu vereinbaren, Adam und Eva als historische Personen zu betrachten, und wie sieht es mit Beweisen aus?

Da ist zunächst einmal der kurze biblische Bericht der Genesis über die Erschaffung des ersten Menschen (Adam). Die Bibel berichtet folgendes: "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele."(1. Mose 2:7).

Ist das, was hier ausgesagt wird, wissenschaftlich korrekt? Nun im "Staub", also in der Erde, sind all die 41 grundlegenden chemischen Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht, zu finden. Da der Mensch aus etwa 100 Billionen Zellen mit Dutzenden Organen und 9 großen Organsystemen besteht, wäre zu fragen: Wie sollte dieses hochkomplexe und genial konstruierte biologische Gebilde ins Dasein gekommen sein? Wäre es wirklich vernünftig zu glauben, das der blinde Zufall tatsächlich so etwas zustande bringen kann? Oder ist es nicht weitaus vernünftiger zu glauben, dass ein intelligenter Designer dahinter steht, wie in dem eingangs zitierten Bibeltext zu lesen ist? Da der Mensch nicht nur eine Anhäufung lebloser Materie ist, sondern Lebenskraft besitzt, stellt sich folgende weitere Frage: Woher stammt diese Lebenskraft? Darauf hat die Wissenschaft bis heute keine Antwort gefunden. Auch kann sie noch nicht einmal genau erklären, was das "Leben" eigentlich ist.

Bemerkenswert ist auch, dass eigentlich das gesamte Menschengeschlecht und damit alle Menschenrassen miteinander verwandt sind. Wie anders wäre es sonst zu begründen, als damit, dass die Menschheitsfamilie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht? Der anatomische und organische Aufbau eines Menschen, egal welcher Rasse er angehört, ist stets identisch. Das wird auch in folgenden Werken bestätigt:

„Die Wissenschaft bestätigt jetzt, was die meisten der großen Religionen schon immer gepredigt haben: Alle Menschen, ganz gleich, zu welcher Rasse sie gehören, stammen .  .  . von dem gleichen ersten Menschen ab“ (Amram Scheinfeld, Heredity in Humans, S. 238, Philadelphia und New York, 1972).

„Was in der Bibel schon seit Jahrhunderten über Adam und Eva, Vater und Mutter des ganzen Menschengeschlechts, steht, ist das, was die wissenschaftlichen Forschungen ergeben haben: daß alle Völker der Erde eine einzige Familie bilden und einen gemeinsamen Ursprung haben“ (Ruth Benedict und Gene Weltfish, The Races of Mankind [Die Menschenrassen], S. 3, New York, 1978).

Das Adam nicht lediglich ein Sinnbild der gesamten frühen Menschheit ist, zeigt auch die Bibel selbst. So reiht sie z. B. Adam in verschiedene Geschlechtsregister ein, die eine Aufzählung historischer Personen darstellt. Ein Beispiel dafür ist der Stammbaum Jesu Christi gemäß Lukas, Kapitel 3, Verse 23 - 38. U. a heißt es dort: „Jesus selbst [war], als er sein Werk anfing, ungefähr dreißig Jahre alt und war .  .  . der Sohn .  .  . des David, .  .  . Sohn des Abraham, .  .  . Sohn des Adam.“ (David und Abraham sind bekannte geschichtliche Gestalten. Ist es daher nicht vernünftig, zu schlussfolgern, dass Adam eine wirkliche Person war?)

In einem anderen Bibelbuch, Judas 14, heißt es:"„Der siebte in der Linie von Adam her, Henoch, hat .  .  . prophezeit.“ (Henoch war nicht der siebte in der Linie von der gesamten frühen Menschheit her.)

Auch Jesus Christus sprach von Adam und Eva nicht lediglich als allegorische Personen. Das zeigt der Bericht in Matthäus 19:4,5:"[Jesus] sagte  .  .  .: ‚Habt ihr nicht [in 1.  Mose 1:27; 2:24] gelesen, dass der, welcher sie [Adam und Eva] schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e  i  n Fleisch sein“ .  .  .?‘  “ Diese Aussage Jesu belegt eindeutig, dass er den Bericht in der Genesis als Tatsachenbericht ansah.

Zum Schluss möchte ich noch einen entscheidenden Punkt herausstellen, warum der Glaube an den Bibelbericht über Adam und Eva so bedeutungsvoll ist. Durch diesen Bericht erhalten wir nämlich befriedigende Antworten auf die wichtigsten Lebensfragen, wie z. B.: Woher kommen wir? Welchen Sinn hat das Leben? Warum gibt es so viel Leid und Böses in der Welt und wird das Böse jemals beseitigt? Außerdem wäre die wichtigste biblischen Lehre vom Lösegeld, ohne den Bericht über Adam und Eva nicht zu verstehen.
Das sind nur einige wesentliche Gründe, warum es einen Sinn macht, die biblische Erzählung von Adam und Eva für glaubwürdig zu halten.

LG Philipp

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Kommentar von earnest
13.05.2016, 08:07

Mal wieder das Übliche: der "Beweis" der Richtigkeit der Bibel durch die Bibel.

Bemerkst du gar nicht die Fragwürdigkeit der Methode, Philipp?

Der Schlussabsatz liest sich übrigens wie ein Plädoyer für die symbolische Bedeutung und Betrachtung der Adam-und-Eva-Geschichte. 

Das hätte der vielstrapazierte Pfarrer fast genauso sagen können.

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Kommentar von dadita
14.05.2016, 14:58

Was für eine Ansammlung von absoluten Unfug, selbst für einen Kreationisten. 

Die Organsysteme unseres Körpers sind machweisbar das Produkt von mehreren Milliarden Jahren der Evolution. Ihre Entstehung im Verlauf der Entwicklung der Arten lässt sich problemlos zurückverfolgen. Das Eingreifen einer antiken Märchengestalt wie deinem Gott wird dafür an keiner Stelle benötigt.

Eine Lebenskraft gibt es nicht, Leben ist das Produkt von chemischen Reaktionen. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Unterscheidung zwischen "unbelebter" und "belebter" Materie ist rein künstlich. 

Dass alle Menschen, wie prinzipiell alles Leben auf diesem Planeten voneinander abstammen ist ein Fakt und einer von zahllosen Belegen für die Evolution. Alles Leben entstammt einem gemeinsamen Vorfahren. 

Diese "Antworten" mögen befriedigend sein...aber sie sind reines Wunschdenken. Lächerlich und falsch. 

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Kommentar von Adlerauge4
14.05.2016, 18:45

Es ist sehr wohltuend, daß es Menschen gibt, für die Jesu Worte "Dein Wort ist Wahrheit" (Joh. 17:17) wirklich Wahrheit sind. Du bist ein echter Christ, Philipp, laß dich nicht irritieren durch den klugen earnest und dadida. Du weißt "es gibt keine WEisheit im Widerstad gegen JHWH". Wie oft durften wir das schon erfahren!

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Natürlich sind dies rein fiktive Gestalten. Der Schöpfungsmythus ist ein reines Märchen, mit der Realität hat dies nichts zu tun. 

Was Pfarrer und Päpste dazu sagen ist indes irrelevant. Die Enstehung des Universums, des Lebens und des Menschen sind naturwissenschaftliche Thematiken. 

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dann war der pfarrer wohl so klug, das er erkannt hat, das die biblischen geschichten als gleichniss zu sehen sind, und man sich daraus moralsiche grundsätze ableiten soll.

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Kommentar von cheese7
12.05.2016, 13:06

Warum ist er dann Pfarrer?

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Alles, was vor Mose gewesen ist, wurde offenbar nur durch Offenbarung mitgeteilt. Wenn man so will beginnt das Alte Testament mit Offenbarung und endet das Neue Testament ebenfalls mit Offenbarung. In gewisser Hinsicht schließt sich da also der Kreis. 

Das bedeutet aber nicht, dass dahingehend eine klare Aussage getroffen werden kann, ob Adam und Eva irgendwann einmal existiert haben. Selbst wenn man nach der Evolutionstheorie geht, muss es irgendwann einmal erste Menschen und sogar erste moderne Menschen gegeben haben. 

Nimmt man die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens auf der Erde, so stimmt auch dahingehend die Evolutionstheorie mit der Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 überein.

Ich finde es sehr traurig, wenn jemand, der angeblich ein Pfarrer, also ein örtlicher Gemeindeleiter ist, nicht einmal daran glaubt, dass Adam und Eva existiert hätten. Das ist wie wenn man Wasser predigt und Wein trinkt, also definitiv Heuchelei. Ich habe schon mal von einem Fall gehört, wo jemand, der Theologie studiert hat, nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt. Da stellt sich mir doch echt die Frage, was jemanden zu solchen Ansichten bewegt, wenn er doch genug Interesse hatte, sich damit in einem solchen Umfang zu befassen? 

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Kommentar von earnest
12.05.2016, 20:57

Nein, die Offenbarung ist keineswegs "offenbar". Sie ist reine Behauptung. 

Nicht nur deswegen ist deine, nun ja, Schmähkritik - die angebliche "Heuchelei" des Pfarrers - völlig fehl am Platz.

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Kommentar von Mark1616
12.05.2016, 21:45

Selbst wenn man nach der Evolutionstheorie geht, muss es irgendwann einmal erste Menschen und sogar erste moderne Menschen gegeben haben.

Nein, das muss es nicht. Man muss hierzu noch nicht einmal auf die Evolutionstheorie zurückgreifen, denn die Genetik reicht dazu völlig aus. Genauso wie man herausgefunden hat, dass blaue Augen von einer genetischen Mutation vor 6000 - 10000 Jahren in einem einzigen Menschen kommen kann man auch genetische Engpässe in unserer Menschheitsgeschichte entdecken. Ein genetischer Engpass, bei dem nur 2 menschliche Individuen am Leben waren, ist schlichtweg nicht vorhanden.

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Kommentar von claushilbig
13.05.2016, 11:34

Nimmt man die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens auf der Erde, so stimmt auch dahingehend die Evolutionstheorie mit der Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 überein.

Das kann so gar nicht stimmen - denn es gibt in Genesis zwei verschiedene Schöpfungsberichte, die sich in der Reihenfolge teilweise unterscheiden. Am deutlichsten in dem Punkt, dass im einen Eva "nachträglich" aus Adams Rippe erschaffen wird, es im anderen aber heißt, dass Gott den Mensch "als Mann und Frau" erschuf.

wenn jemand, der angeblich ein Pfarrer, also ein örtlicher Gemeindeleiter ist, nicht einmal daran glaubt, dass Adam und Eva existiert hätten

dann ist das nicht Heuchelei, sondern inzwischen auch von der offiziellen Kirche anerkannte Tatsache.

Auch die Kirche weiß inzwischen, dass die Bibel kein "naturwissenschaftlicher" Text ist, sondern weitgehend symbolisch / als Gleichnis gewertet werden muss.

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Also einfach nur so erfunden würde ich ja nicht sagen.

Wir haben eine wissenschaftliche, aber auch eine religöse Darstellung von der Menschheitsgeschichte. Bei der religösen Darstellung geht es einfach nur um eine Basis. Das die Basisdarstellung nicht mit der wissenschaftlichen Darstellung kompatibel ist, liegt in der Natur der Sache.

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Kommentar von wildcarts2
12.05.2016, 15:44

Ich kann deni Wissen erweitern: Die Geschichte wurde frei erfunden, so wie alles andere in der Bibel auch.

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Warum soll etwas stimmen, nur weil der Pfarrer es sagt? Er ist ein Mensch wie andere auch und macht ebenso Fehler und redet Blödsinn, wie wir alle.

In diesem Fall hat der Pfarrer m. E. großen Blödsinn erzählt. Er sollte sich hinterfragen, welches Buch hinter seinem Glauben steckt.

Nach der Bibel ist es recht klar, dass es Adam gabt. Er wird nicht nur im ersten Buch Mose erwähnt, sondern auch in anderen Büchern des Alten Testaments und in mehreren Büchern des Neuen Testaments.

Sagt mal also, dass es Adam nicht gab, muss man einige Stellen der Bibel umschreiben bzw. umdeuten.

Zum Vergleich Bibelstellen  mit "Adam": http://www.de.bibleserver.com/search/SLT/adam/1

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Kommentar von earnest
13.05.2016, 06:27

Wieso redet denn hier der Pfarrer Blödsinn?

Was hältst du von der theoretischen Möglichkeit, dass DU Blödsinn redest, wenn du uns hier Adam & Eva als reale Personen verkaufen willst?

Was soll der Beweis der Bibel durch die Bibel? Adam existiert, weil die Bibel sagt, er existiere? Mit einer solchen "Logik" beleidigst du den Verstand der Leser deiner Antwort.

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Kommentar von claushilbig
13.05.2016, 13:01

"Adam" ist schlicht das hebräische Wort für "Mensch" - das sollte einem eigentlich schon klar machen, dass hier nicht eine bestimmte Person, sondern "der Mensch an sich", also die Menschheit gemeint ist.

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Man "darf" Pfarrer sein, ohne die Bibel wörtlich zu nehmen.

Nähme man sie wörtlich, müsste man den eigenen Verstand an der Garderobe abgeben. Das gefällt nicht jedem intelligenten Menschen.

Gruß, earnest


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Kommentar von KaeteK
12.05.2016, 13:26

Ziel verfehlt, würde ich zu diesem Pfarrer sagen. lg

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Tja dann hat der Pfarrer wohl seinen Glauben verloren. Soll passieren...

Ich persönlich glaube auch nicht an die wörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte. Aber die Aussage eines einzelnen Menschen, sei er Pfarrer, Bischof oder gar Papst, hat keinerlei Beweiskraft. Es muss nicht stimmen, nur weil er ein geistliches Amt hat. 

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Kommentar von cheese7
12.05.2016, 12:55

Kein plan. Ich hab ihn mal gefragt ob dass stimmt mit Adam und Eva er sagte zu mir dass ist reine erfindung.

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Die Bibel ist nur ein Märchenbuch, welches aus verschiedenen Geschichten verschiedener Kulturen und Zeitalter zusammengebastelt wurde. Selbstverständlich sind auch die Geschichten über Adam und Eva frei erfunden. Schließlich ist wissenschaftlich erwiesen, dass es unmöglich ist, aus nur einem Menschenpaar den heutigen Genpool herzuleiten.

Und zu der Aussage, wenn etwas von einem Pfarrer kommt, es auch stimmen müsste: NEIN! Das sind auch nur Menschen und zudem sind es Gläubige. Sie sind voreingenommen, weil sie die Welt durch die Religion sehen.

Heute ist es bei Religiösen Menschen immer mehr in Mode gekommen, die eigenen Glaubenssätze anzuzweifeln. Damit sie sich aber nicht lächerlich machen, stellen sie es so dar, als wären die Geschichten als Metaphern etc. gedacht. Dies widerspricht aber ihrer Religion, womit sie sich dann doch lächerlich machen. Denn Religion läßt keine Kompromisse zu und lebt von festen Glaubenssätzen.

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Kommentar von claushilbig
13.05.2016, 13:17

 Denn Religion läßt keine Kompromisse zu und lebt von festen Glaubenssätzen.

Wer sagt das? - Doch nur Leute (Fundamentalisten), die ihre Religion nicht hinterfragen (oder nicht hinterfragen lassen wollen) ...

Ich (und viele andere Christen) halte es da eher mit Gallileo Gallilei (übrigens zeit seines Lebens ein tief gläubiger Mensch), der einst sagte:

"Ich kann nicht glauben, dass Gott uns mit Verstand geschaffen hat und uns dann verbietet, diesen zu benutzen."

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Kommentar von naaman
21.10.2016, 15:35

Das schließt dann natürlich auch das ein, was in der Bibel über das römischen Kaiserreich berichtet wird. Da wird auch Pontius-Pilatus zu einer Erfindung und Märchenfigur.

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Die Genesis ist Teil des Heiligen Buches der Judenheit, des ALTEN TESTAMENTES. Also ist diese Schöpfungsgeschichte VOR-christlich, also NICHT-christlich. Die Lehre Christi ist selbstverständlich nur das, was Jesus gelehrt hat. Nur dann, wenn er twas aus dem AT in seine Lehre aufgenommen hat (Beispiel: 10 Gebote), sind gewisse Teile der "Hebräerbibel" in das Christentum übernommen.

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Kommentar von claushilbig
14.05.2016, 18:23

Das hört sich ja so an, als ob das AT nicht Teil der christlichen Bibel und damit der christlichen Lehre wäre - das sieht die Leseordnung der christlichen Kirchen aber anders (da stehen auch 'ne Menge AT-Texte auf der Liste, die Jesus nicht erwähnt hat ...)

Es wurden nicht nur

 gewisse Teile der "Hebräerbibel" in das Christentum übernommen

sondern der komplette Tanach („hebräische Bibel“) und darüber hinaus auch noch einige Schriften der Septuaginta.

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Pfarrer sind nicht unfehlbar - das ist nach katholischer Lehre der Papst und nur wenn er ausdrücklich "ex cathedra" spricht, nach evangelischer Lehre ist die Vorstellung, dass ein Mensch überhaupt unfehlbar sein könnte absurd.

Ob Adam und Eva historische Personen gewesen sind, wissen wir so nicht. Was wir als Christen wissen, ist dass der Mensch von Gott erschaffen ist und sich von seiner Liebe abgewendet hat.

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Kommentar von earnest
12.05.2016, 13:59

Nein, Eselspur. Du WEISST nicht, dass der Mensch von Gott erschaffen wurde. Du GLAUBST es nur.

Und mit der "Liebe" des alttestamentarischen Gottes ist auch auch nicht so weit her ...

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