Ein paar Fragen zum Pharmaziestudium

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Da kann ich alphasky in keiner Weise zustimmen. Ich bin mittlerweile fertig mit meinem Studium und ich bin sehr sehr froh darüber, dass ich es geschafft habe. Es war anstrengend ohne Ende. Und ja, ich bin der Meinung, dass es härter ist als Medizin. Es besteht nämlich nicht nur aus Auswendiglernen - in den ersten beiden Jahren mag das noch eher zutreffen - sonder es geht ums Verstehen. Auch gibts keine tollen MC-Klausuren wie bei den Medizinern, sondern eben normale, mit Text schreiben etc.

Und es ist nicht so wie alphasky schreibt, dass man ja so viel Freizeit hat. Mein Tagesablauf sah meistens so aus: 8 Uhr in die Uni, eine Stunde Mittagspause und bis 17 oder 18 Uhr, meistens wegen Laborpraktikum. Danach musst du daheim natürlich noch was vorbereiten oder für ne Klausur lernen. Klar, jeder lernt anders, manche tun sich leichter...aber auch für die "Streber" bei mir im Studium gabs nicht viel Freizeit. Es kam oft vor, dass in die Semesterferien diverse Praktika verschoben wurden.

Die freien Wochenenden in meinem letzten Jahr kann ich praktisch an einer Hand abzählen...Laborpraktikum, mündliche Prüfungen, Vorträge machen, Klausuren.... Wenn ich nochmal die Wahl hätte, ich würds nicht nochmal studieren. Und ich bin leider nicht die einzige, die das sagt.

Aber das soll dich jetzt nicht abhalten, Pharmazie zu studieren. Wenn es dich wirklich interessiert, fang damit an. Abbrechen kannst du immer, wenn es wirklich nix für dich sein sollte und das wirst du nach ein, zwei Semestern sicher merken. Aber ein Tipp: Schau dir vorher die Uni-Rankings an und richte dich danach! Die haben schon ihren Sinn. Ich habs nicht gemacht und es ärgert mich immer noch.

Zu den Kosten: auf jeden Fall die 500Euro Studiengebühren pro Semester. Dazu Bücher, die pro Buch durchschnittlich um die 40 oder 50 Euro liegen. Fürs erste Semester hab ich glaub ich so um die 150 bis 200 Euro für Bücher und Laborkittel ausgegeben. Dann natürlich noch Essen (in der Mensa oder wo auch immer) und Geld für Skripte, falls ihr die - wie wir - nicht gestellt bekommt und selber ausdrucken müsst.

Danke! :) Jetzt habe ich zumindest eine kleine Vorstellung davon, was auf mich zukommen könnte.

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zu den Kosten werde ich nichts sagen, das ist ortsabhängig usw.

Ich studiere das seit einem Jahr und bin nicht sehr weit bei dem Studium, liegt aber daran dass ich mich im ersten Jahr noch nicht allzu ernst reinhängen und habe zumeist zu Hause gelernt.
Nein es ist sicher nicht das härteste Studium. Ich habe jetzt eine Chemieprüfung nicht geschafft für die ich sehr sehr sehr lange gelernt habe und habe noch 3 Antritte. Zur Abwechslung werde ich jetzt eine andere Prüfung machen mal zur Abwechslung um nicht dauern dasselbe zu lernen. Ich hatte in diesem Jahr sehr viel Freizeit und habe trotzdem manchmal einen monat lang jeden Tag 6 Stunden zu hause gelernt. Dann in machen Monaten wiederum fast nichts gelernt und nur ferngeschaut , Sport gemacht und nur gechillt. Prüfungen habe ich noch kaum welche. Das zweite Jahr werde ich jetzt ernster angehen. Was ich dir damit sagen will: Das Studium ist hart, aber kann viel leichter werden je nachdem wie lange du studieren willst. Je mehr Freizeit, desto langsamer kommst du mit dem Prüfungsstoff voran.
Und obwohl ich es schon geschrieben habe: Nein das schwierigste Studium ist es nicht. Ich bin 19 und männlich und meine Schwester etwas älter und studiert Medizin. Medizin besetzt eindeutig den ersten Rang im Schwierigkeitsgrad- mehr dicke Bücher die man anschauen muss und Termine, die sich kaum verschieben lassen, etliche Praktika. Den zweiten Rang besetzt wahrscheinlich Jus, wenn ich sehe was da so einige lernen müssen. Auf Platz 3 kommt dann vllt Pharmazie oder vllt Platz 4, weil evtl Technische Chemie noch schwerer ist oder Maschinenbau vllt auch... Naja jetzt weißt du ungefähr bescheid

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