Ein paar Fragen zu Geschenken!?

3 Antworten

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es nicht um eine rechtliche Frage geht, sondern nur um Benimm-Regeln bzw. um die Etikette.

  1. Ja, z.B. wenn dich eine Person bedrängt, mit der du nichts zu tun haben willst. Das kann durchaus auch ein Kollege oder eine Kollegin sein, mit dem/der du privat nichts am Hut hast. Eine Schachtel Pralinen oder ein Blumensträußchen ist natürlich o.k., wenn du ihm/ihr in besonderer Weise behilflich warst o.ä. Aber wenn er/sie beginnt, dich mit solchen (und evt. noch größeren) Geschenken zu bedrängen, dann geht das in Richtung Stalking. Dann solltest du die Annahme verweigern bzw. das Geschenk sofort zurückgeben und dir dieses Verhalten mit freundlichen, aber entschiedenen Worten verbitten.
  2. Hier gilt für Personen wie in 1.) natürlich dasselbe. / Wenn du in einem Vorgesetzten- oder Angestellten-Verhältnis zu der schenkenden Person stehst, solltest du das Geschenk, das dir geschickt wurde oder in deiner Abwesenheit auf deinem Schreibtisch gelandet ist, mit einem Hinweis auf diese berufliche Situation zurückgeben. / Bei unangemessen großen bzw. vom Wert her klar überdimensionierten Geschenken kannst und solltest du auch mit Freunden und Bekannten darüber sprechen und sie darum bitten, ihnen dieses Geschenk zurückgeben zu dürfen. Dies kannst du natürlich auch bei viel zu persönlichen Geschenken machen (Bsp. bestimmter Schmuck, z.B. ein Erbstück, oder als Frau, wenn dir irgendjemand Kleider, insbesondere Dessous, schenkt). - Schwierig wird es, wenn es sich um ein Geschenk handelt, das völlig im Rahmen liegt, dir aber überhaupt nicht gefällt oder du es absolut nicht gebrauchen kannst. Die Höflichkeit verlangt, dass du dieses Geschenk annimmst, dich natürlich herzlich dafür bedankst und dir auf keinen Fall anmerken lässt, wie enttäuscht oder entsetzt du über das Geschenk bist. Nur wenn es ein/e sehr gute/r FreundIn ist, mit dem/r du immer über alles völlig offen reden kannst, dann kannst du vielleicht zu einem etwas späteren Zeitpunkt mit ihm/ihr darüber sprechen. Das muss allerdings wirklich behutsam angegangen werden. Auch für die besten Freunde ist es nicht schön zu erfahren, dass ihr Geschenk keine Freude bereitet hat. Ich selbst würde es nicht machen oder wirklich nur dann, wenn ich genau das gleiche oder ein fast gleiches "Ding" schon habe. Dann würde ich darum bitten, es zurückgeben oder weiterverschenken zu dürfen.
  3. Da gilt für mich der Kinderspruch: "Geschenkt ist geschenkt. Wiederholen ist gestohlen." Einzige Ausnahme vielleicht: Ein Geschenk, das nur unter bestimmten Voraussetzungen gemacht wurde.

1) Annahme verweigern oder verweigern, was zu schenken?

2) Zurückgeben kann man, kann halt komisch rüberkommen

3) z.B. bei "grobem Undank" kann man auch mal Geschenke zurückfordern, sonst gilt "Geschenkt ist geschenkt"

https://dejure.org/gesetze/BGB/516.html

  1. ja
  2. ja
  3. nur unter ganz schwierigen Bedingungen: Sie können laut § 528 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) große Geschenke zurückfordern, wenn Sie als Schenker verarmt sind. Das kann auch in Zusammenhang mit der Bewilligung von Sozialleistungen relevant sein. Bei grobem Undank können Sie das Geschenk ebenfalls innerhalb eines Jahres zurückverlangen (§530 BGB)

https://www.advocard.de/streitlotse/familie-und-vorsorge/geschenke-zurueckfordern-wann-ist-das-moeglich/

Zweckgebundene Geschenke kann man auch zurückforden, wenn der Zweck der Schenkung nicht eintritt. Der Verlobungsring, Hochzeitsgeschenke. Das Auto von Oma, das mit der Bedingung verschenkt wurde, Oma zwei mal die Woche zum Arzt oder Einkauf zu kutschieren....

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