Ein Muskelfaserbündel besteht aus vielen ......?

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3 Antworten

Unsere Muskulatur weist folgenden Aufbau auf:

 Der Muskel ist von einer Bindegewebshülle umschlossen
(Muskelfascie), deren Aufgabe es ist den Muskel zu schützen und ihn gleitfähig
gegenüber anliegenden Muskelgruppen zu machen.

Der Muskel setzt sich aus Muskelfaserbündeln zusammen, welche von einem schlauchartigen, dehnbaren, dünnen Bindegewebe überzogen wird.

Die Muskelfaserbündel gehen an ihnren Enden in die Sehnen über. Durch die Sehnen, die mit den Knochen verwachsen sind, wird die Muskelkraft auf das Skelett übertragen.

Jedes Muskelfaserbündel setzt sich aus 10 bis 50 Muskelzellen zusammen.

Die Faseranzahl des Skelettmuskels ist sehr hoch und kann weit über 1 Mio Muskelfasern betragen.

Die Faseranzahl ist erblich vorgegeben und kann nach
bisherigen Erkenntnissen auch durch Krafttraining nicht verändert werden.

Zwischen mehreren Personen kann es erhebliche Differenzen hinsichtlich der Faseranzahl eines bestimmten Muskels geben.

 In jeder Muskelfaser befindet sich eine gitterartige Grundsubstanz, das Sarkoplasma.

Im Sarkoplasma sind die Mitochondrien, in denen die Stoffwechselprozesse ablaufen und energiereiche Substanzen wie Phosphate, Glykogen und Fette eingelagert.

Das Sarkoplasma wird in Längsrichtung von Muskelfäden (Myofibrillen) durchzogen.

Die Muskelfaser ist mit einem sehr feinen Bindegewebe, dem Endmysium umhüllt.

Zwischen den Muskefasern befindet sich ein feinmaschiges Netz an kleinen Blutgefäßen (Kapilaren) und Nerven.

Die Myofibrillen, deren Länge mit der Muskelfaser identisch ist, sind die eigentlichen kontraktilen Elemente des Muskels.

Sie bestehen aus winzigen hintereinander geschalteten kontraktilen Elementareinheiten (Sarkomeren).

Im Ruhezustand ist ein Sarkomer lediglich etwa 0,002 mm lang. Um eine entsprechende Muskellänge zu erreichen, müssen sich also sehr viele Sarkomere vereiningen.

Die Anzahl und der Querschnitt der nebeneinander liegenden Myofibrillen beeinflussen die Dicke der Muskelfaser.

Sarkomere enthalten zwei Arten von Proteinfilamenten, das dünnere Aktin und das dickere Myosin.

Aus den Myosinfilamenten treten wechselweise seitliche Fortsätze (Myosinbrücken) hervor.

Auf ein Nervensignal wird eine chemische Reaktion ausgelöst, wodurch die Myosinfortsätze vorübergehend an die Aktinfilamente und in eine 45-Grad-Position geführt werden.

Dadurch werden die Aktinfilamente teleskopartig über die Myofilamente gezogen, was eine Verkürzung und Verdickung der Sarkomere, der
Myofibrillen, der Muskelfasern und somit des gesamten Muskels bewirkt.

Durch Muskeltraining werden

- Querschnitt und Anzahl der Myofibrillen vergrößert

- Energievorräte (Phosphate, Glykogen) vermehrt

- der absolute Bindegewebsanteil erhöht (der relative Anteil
liegt immer bei etwa 30 %)

 Diese Anpassungserscheiningen auf submaximale und maximale
Kraftbelastungen registriern wir als Muskelwachstum.

Bei sehr intensiven Belastungen wird der Muskel an den beiden Folgetagen hart und unelastisch.

Im Bereich der Sarkomere treten dabei kleine Risse auf. Besonders betroffen sind die Z-Streifen, also die querverlaufende bindegewebsartigen Strukturen, an denen die Aktinfilamente befestigt sind.

Beim Abbau der verletzten Zellbestandteile aus der Muskelfaser treten Schwellungen auf, die die Kapilaren zusammenpressen und die
Durchblutung beeinträchtigen.

Die Abbauprodukte des geschägten Gewebes reizen die Schwerzrezeptoren direkt und indirekt, was wir als Muskelkater wahrnehmen, wodurch die oben beschriene Verhärtung der Muskulatur ausgelöst wird.

Die Schädigung der Sarkomereund Z-Streifen treten insbesondere auf bei

- Muskelarbeit nachgebenden Charakters

- Muskelarbeit nach längerer Zeit der Passivität

- Belastung stark ermüdeter oder erschöpfter Muskulatur

Wir sagen dazu  allgemein Muskelkater.

Günter

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Muskelfasern, Faszien

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Warum nennst du deine Bio-Hausaufgaben Kreuzworträtsel?


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