Ein Mensch, den ich eigentlich nicht mag tut mir leid?

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4 Antworten

Ich denke, es liegt daran, dass du jetzt alt genug geworden bist, um zu verstehen, warum diese Person getan hat, was sie getan hat. Du weißt jetzt, dass psychische Krankheiten und Süchte Menschen komplett verändern, sie dazu bringen, dass ihnen nichts auf der Welt mehr wichtig ist. Aber dass du Mitleid mit der Person hast, bedeutet nicht, dass du ihr verziehen hast. Es ist schlicht und einfach menschlich. Auch dem bösesten Menschen wünscht man keine Schmerzen. Ich würde dir dringend raten, Hilfe zu holen. Ruf bei einer Klinik an und frag um Rat. Es ist beinahe unmöglich, eine psychische Erkrankung von selbst loszuwerden. Diese Person braucht Unterstützung, so dass sie vielleicht irgendwann wieder ein normales Leben führen kann und niemanden mehr verletzt. Wenn alle Maßnahmen nichts helfen, solltet ihr aus dem Umfeld dieser Person wegziehen. Welche Gründe auch immer ihr habt, mit ihr zusammenzuwohnen, sobald es euer aller Wohl gefährdet und alle eure Mühen zu helfen umsonst sind, müsst ihr von da weg. Letztenendes bist du nicht dafür verantwortlich, was diese Person tut. Das ist der freie Wille. Stell dir vor, jemand fällt vor dir in ein Loch hinab und du streckst deine Hand aus, um die Person aufzufangen. Aber ob sie diese Hand nimmt, ist ihre Entscheidung.

Ich wünsche dir und deiner Familie Alles Gute!

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Kommentar von Barney123
30.11.2016, 15:34

Es ist keine Frage des Alterns und herauswachsens. Niemand versteht derartige Gewalttaten einfach so. Es sei denn, jemand übernimmt diese Einstellung und handelt dann genauso! Und noch etwas: dieses Mitleid kommt erst, wenn jemand verziehen hat! Ob jemand die Hand annimmt, die ihn aus dem Loch ziehen möchte, hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab, oft kann jemand diese Hilfe aus den verschiedensten Gründen nicht annehmen oder er will von genau dem Menschen, der am anderen Ende der Hand ist, keine Hilfe!

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Hallo Lakoste,

Also das ist irgendwie komisch, was Du da schreibst. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Alles was Du schreibst könnte irgendwie Sinn ergeben und auch stimmen, nur eben nicht in diesem Zusammenhang und dieser Abfolge. Ob du wirklich Deine Wahren, echten Gefühle wahrnimmst, wenn Dir diese Person leid tut kann ich mir nicht vorstellen. Da erscheint mir etwas anderes viel näherliegend:

Du hast viel Gewalt von dieser Person erlitten, kannst dich aus irgendwelchen Gründen nicht von ihr lösen und hast aber gehört, dass Dir so jemand eigentlich leid tun müsste. Folgsam wie Du bist, nimmst Du Deine eigentlichen Gefühle nicht richtig wahr und sagst das so. Du schreibst ja selbst, dass Du das eigentlich nicht verstehen kannst; es eigentlich Deine Frage, wie das sein kann.

Ich glaube, es ist nicht so, wie Du fragst. ich denke, Du solltest zu Deinem Hausarzt gehen, er wird wohl um die Probleme in Deiner Familie wissen (wenn ihr nicht ständig am umziehen seid). Du solltest ihm erzählen, was Du erlebt hast und, wenn Deine Geschichte stimmt, wirst Du eine Therapie machen müssen, denn das, was Du erlebt hast muss ein normaler Mensch erst einmal verarbeiten und verstehen lernen. Du musst Deine wahren Gefühle erkennen und verstehen lernen, und Du musst lernen, dass Du ganz normal bist aber vieles nicht wirklich realistisch siehst. Und Du musst in eine Umgebung, in der Du nicht weiter leidest! Entweder muss diese Person, wahrscheinlich Dein ganzes Umfeld eine Therapie machen, wo alle lernen, wie ihr in Zukunft besser miteinander umgeht. Wie ihr Euch in Zukunft mit Achtung und Respekt behandelt. Wenn das so ist, werden Deine seelischen wunden mit der Zeit heilen. Aber das dauert. Das ist kein gebrochener Fuß, der in ein paar Wochen verheilt. Und dann, am ende, wenn Du das alles verstehst, dann kann ich mir schon vorstellen, dass Dir diese Person irgendwann einmal leid tut. Aber nicht, solange die unerträgliche Situation anhält!

LG

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Ich kann keine Faschisten und Rassisten leiden. Ich hasse sie regelrecht. Aber trotz allem tun sie mir Leid, dass sie mit so einer beschränkten Intelligenz geboren wurden...

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Kommentar von Barney123
30.11.2016, 19:32

Hallo peace,

da haben wir was gemeinsam. Ich mag die auch nicht. Aber so einfach ist das nicht. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Wenig mit Bildung. Schau Dir einmal an, was die so machen: da sind leider ganz clevere Leute dabei. Manche sind erstaunlich gut vernetzt. Das kann es also nicht ganz sein.

Ich bin überzeugt davon, dass in deren Erziehung einiges schiefgelaufen ist. Die haben das von ihren Eltern so gelernt. Wurden autoritär erzogen, rücksichtslos, keine Gnade. Da konnte sich kein eigenes Selbstvertrauen entwickeln. Keine eigene Meinung, keine Eigenständigkeit. Deshalb sind die später darauf angewiesen, dass sie sich so einer Gruppe anschliessen, die eine strenge Hierarchie haben. dort fühlen sie sich wohl. Da wird ihnen gesagt, was sie tun sollen, dort können sie denen, die noch nicht so lange dabei sind sagen, was die zu tun haben. Da ist alles geregelt. So sind die das von Kindesbeinen an gewohnt. Wenn da etwas anderes kommt, als das was sie gewohnt sind, dann werden sie unsicher und bekommen Angst. Ist bei Menschen, die in streng hierarchisehn Sekten aufwachsen ganz genauso.

Bei dem was die so erlebt haben, da können die einem wirlich leid tun. Das geht so weit, dass wenn die jemanden treffen, der nicht so aufgewachsen ist, werden sie auf seine Unversehrtheit so neidisch und eifersüchtig, dass sie richtig aggressiv werden.

Aber der Kommentar hier ist jetzt echt vom Thema weg.

LG

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Es wäre gut ein Gespräch mit einem Psychologen zu haben der dir damit helfen kann.

Oder auch bei der Telefonseelsorge hast du das bessere Feedback

Alles Gute

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