Ein Kollege geht unter!

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Hallo, dass wird nicht einfach, denn Du allein bist als Freund sehr wichtig für ihn, wirst das alleine aber nicht bewältigen können. Nach dem Tod meiner Eltern vor 15 Jahren ging es mir genauso. Ich ging nicht mehr aus dem Haus weil ich Angst hatte zu sterben. Natürlich bin ich nicht gestorben & das ist ein wichtiger Punkt der ihm ganz klar sein muss. Vor Angst ist noch niemand gestorben. Es wird ihm nichts passieren. Angst ist ein Gefühl das wir seit Urzeiten kennen, früher half sie uns dabei vor Gefahren zu flüchten wie wilde Tiere oder ähnliches. Heute ist das Gefühl dasselbe nur die Situationen in denen sie auftritt sind oft alles andere als furchteinflössend. Sie begegnet uns plötzlich und unerwartet und die körperlichen Symptome machen uns so unsicher das wir das Gefühl haben durch zu drehen oder sogar zu sterben. Vielleicht ist in seinem LEben etwas schlimmes passiert, vielleicht leidet er unter enormen Druck (beruflich, privat oder ähnliches) ein früheres Trauma oder eine andauernde Belastung kann auch zu solchen Attacken führen und meist sieht man zunächst keinen Zusammenhang. Eine professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten ist auf jeden Fall wichtig und sinnvoll. Das heißt ja nicht das man dort auf der Couch liegt & bekloppt ist. Sondern das man Hilfe braucht & sie sort auch bekommt. Sie finden gemeinsam raus warum er Angst hat, wie sie entsteht & was er tun kann um damit klar zu kommen damit sie nicht seinen Tagesablauf bestimmt. Ein Hausarzt ist in der Regel nicht er richtige Ansprechpartner, viel zu oft verschreiben sie einem Ruhigsteller, Antidepressiva etc. die unheimlich schnell abhängig machen und das Problem nicht an der Wurzel packen können, weil es tief im innern schlummert, vielleicht schon seit der Kindheit ?! Es ist ein sehr komplexes Thema und nicht in zwei Sätzen zu beantworten. Ein richtig gutes Buch habe ich damals zu meiner Bibel gemacht: Dr. Doris Wolf, Ängste verstehen und überwinden. Sie erklärt wie vielfältig die Symptome sein können & er wird ganz schnell merken aha gut meine Empfindungen sind normal & nicht lebensgefährlich, mir kann nichts passieren. Angst ist eine Volkskrankheit und die Belastungen und Sorgen unseres Lebens können uns sehr zusetzen, allein oft kaum zu schaffen. Einen Psychologen auf zu suchen ist nicht bescheuert sondern mutig. Er zeigt damit das er sich nicht mit Angst abfinden sondern rausfinden will warum sie entsteht. Er zeigt auch das es völlig ok ist auch mal schwach & hilflos zu sein, statt perfekt und ohne Schwächen. Wenn er da mal durch ist wird er gestärkt & voller neuem Selbstbewusstsein da raus hervor gehen & wissen wie er mit der Angst leben kann. Sie zu bekämpfen ist nämlich sinnlos, man muss lernen damit zu leben & umzugehen. Das klappt, kann allerdings dauern und erfordert sicher ein wenig Geduld für alle. Auch für seine Freunde. Aber die Mühe lohnt sich. Nicht aufgeben, versprochen es wird ihm nichts passieren. Angst baut sich auf, man zittert, man denkt man kriegt keine Luft, es wird einem schlecht etc. aber es ist wie ein Dampfkochtopf, es steigert sich hoch & hoch & hoch und plötzlich STOP geht es zurück, wird schwächer & schwächer bis der Anfall vorbei ist. Man selbst ist dann total k.o., deprimiert & traurig. Aber passieren kann nichts. Ein ganz normaler Ablauf. Helfen könnte auch in eine Papiertüte zu atmen, damit man nicht hyperventiliert, dann wird einem nämlich auch schwindelig & folglich auch schlecht. Langsam ein- und ausatmen in die Tüte dadurch stabilisiert sich die Atmung und das überschüssige (Kohlenmonoxid, oder Kohlendioxid weiß nicht mehr genau was von den beiden) kommt wieder ins Gleichgewicht. ps. helfen kann vielleicht auch ein Check up beim Hausarzt um sicher zu stellen das die Symptome nicht körperlich bedingt sind, dass hat mir auch geholfen. Ich war körperlich gesund, also musste es woanders haken. Heute bin ich weitesgehends Angstfrei und wenn ich doch mal wieder merke das es wackelt, weiß ich genau was ich tun kann. Ganz schön viel in einem Text aber hoffe das ein- oder andere könnte hilfreich sein. Wenn Du noch fragen hast, gerne jederzeit. herzliche Grüße auch an Deinen Freund.Alles Gute :O)

Ohha das ist ein Riesenproblem. Wenn du es schafst ihn auf die Angst anzusprechen, ohne das er gleich zu macht, ist schon viel erreicht. Dann kannst du ihn auch zum Psychologen bringen. Denn der ist hier unerläßlich. Möglicherweise überweist der sojemanden auch sofort in eine Klinik. Du mußt ihn unbedingt dazu bringen, dass er Hilfe annimmt. Sonst geht er und du ganz sicher auch. Vor die Hunde. Ich wünsche dir viel Geduld und Glück!

Psychologe oder eine psychatrische Klinik wären da jetzt sehr angebracht. Versuche ihm zu erklären, dass ihm dort nichts passieren wird.

Sohn (8/9) aggressiv und respektlos - Was soll ich tun?

Hallo. Ich habe ein Problem mit meinem kleinen Sohn, er ist 8 Jahre alt (nächsten Monat 9). Er verhält sich seit mehr als einem halben Jahr auffällig aggressiv und respektlos. Gegenüber anderen Leuten (Fremden/Opa/Oma/Verwandte/Freunde/Nachbarn..) ist er sehr nett, nur gegenüber mir (Mutter) und seiner Schwester nicht. Zum Papa ist er auch ganz nett, und er ist sehr leise wenn er daheim ist, aber sobald er aus dem Haus geht, fängt er an rumzumeckern, weil ihm mal wieder etwas nicht passt, schlechte Laune hat oder ihm einfach alles auf die Nerven geht. Eigentlich ist er ein ganz lieber Junge, hat viele Freunde und spielt in einem Fußball-Verein. Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Jegliche Versuche, ein Gespräch mit ihm darüber zu führen, sind erfolglos - er hört zwar zu und sagt auch, dass er sein Verhalten ändern wird, aber am nächsten Tag fängt der Stress wieder an. Er sagt oft Ausdrücke zu seiner großen Schwester oder haut sie, auf mich hört er nicht und zeigt dabei nicht einmal Reue. Warum ist er so? Und wie kann ich das ändern? Ich hoffe auf eure Hilfe, ich bin am Verzweifeln :-( Ich möchte nicht, dass er irgendwann völlig auf die falsche Spur kommt - Ich will nur, dass er auf uns hört, denn seine Familie will ja schließlich nur sein Bestes, aber leider versteht er es noch nicht oder es ist ihm egal; ich habe Angst, dass es irgendwann zuspät ist und ich nicht mehr an ihn rankomme,wenn er schon "erwachsener" ist.

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Kein Zungenkuss aber mir schlafen wollen?

Hallo Leute, Ich bin fast 15 Jahre alt und mein Freund ist ein bisschen jünger und wir sind jetzt fast ein halbes Jahr zusammen (er ist gegenüber mir manchmal immer noch voll schüchtern) und wir küssen uns nur "normal" ich habe mal einen Zungenkuss versucht aber er hat abgeblockt (klar gibt es Leute die das nicht moegen aber er bhatte noch nie einen-also weiß er ja nicht wie das ist).. das ist noch gar nicht so lange her und jetzt fängt er immer wieder damit an mit mir schlafen zu wollen. wir haben auch schon darüber geredet und ich meinte immer wieder ich muss mich zuerst gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen (sagt meine mutter) und er meinte zu mir das soll ich denn mal so langsam auch machen. aber wie gesagt er ist gegenüber mir manchmal so schüchtern und in letzter Zeit kommt er jetzt damit an- auf einmal! Aber er ist sich manchmal sogar beim küssen unsicher und "traut" sich bei mir nicht viel. Er zieht sich nicht mal vor mir um und dann will er mit mir schlafen? Er hat auch zu mir gesagt dass er davor angst hat (ich mein dann können wir uns auch noch Zeit lassen wenn er davor angst hat) Ich bin mir unsicher was ich jetzt denken soll , weil er sonst immer meinte so mit 16 aber ein freund von ihm (der ist 16 jahre) redet mit ihm auch immer darüber wie toll das ist usw. und ich glaube das es davon kommt .. ich finde es nur komisch , weil es jetzt so auf einmal kommt und er ansonsten bei mir sich nicht viel traut...ich weiß nicht was ich jetzt davon halten soll. Danke schon mal :) ♡

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