Ein Haus am See, welche Vor- und Nachteile gibt es?

5 Antworten

Die ersten paar Jahre meines Lebens hat meine Familie in einem Haus gewohnt, das lag zwar nicht direkt am See (Stausee im Sauerland), aber immerhin nur 120 Meter Luftlinie vom Ufer. Erzählungen zufolge ist da dauernd die Kanalisation über- oder der Keller vollgelaufen, soweit es einen hatte, oder das Wasser drückte bei Regen aus den Abflüssen oder irgendwie so was.

Ich weiß allerdings nicht, wo der Zusammenhang zum See bestanden haben soll. Aus heutiger Sicht vermute ich den Grund eher darin, dass das Haus mit seiner Lage am See zugleich auch am Fuß des nächsten Hügels lag, auf dem das zugehörige Dorf stand. Und entsprechend ziemlich am "unteren Ende" der Kanalisation dieses Dorfes. Bei Regen also in der Falllinie des gesamten vom Dorf herablaufenden Wassers. Oder so was.

Im Sommer ist vermutlich mit höherer Lärmbelästigung durch Badende und Freizeitsportler zu rechnen. Verschmutzung durch Hundekot von Gassigehern sollte ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Es kann mehr Feuchte vom See aufsteigen, auch der Boden ist feucht (Schimmelgefahr im Keller bei unzureichender Abdichtung). Je nach Beschaffenheit des Sees (alte Tagebaugrube etc.?) kann mit Erdrutschungen gerechnet werden.

Je nach Lage des Sees kann auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in der dunklen Jahreszeit entstehen (einsame Lage, Anziehungspunkt für Einbrecher, die sich von der unbeobachteten Seeseite nähern)

Schaut euch mal den Bebauungsplan an. Darin sind oft Vorschriften, die Geld kosten können. Auch Warnungen und Hinweise sind darin enthalten.

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