Ein Freund von mir ist amokversessen

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13 Antworten

Hallo liebe Mitleser!

Ich habe mir das hier ein wenig angeschaut, auch die Kommentare (aber noch nicht alle) und bin überflutet von Gegnern und Befürwortern von Kliniken oder sowieso Psychologischen Behandlungen.

Ich möchte da mal ein wenig aufräumen:

1.) Die Polizei kann hier nichts machen. Es müsste eine eindeutige Aussage vorhanden sein, dass er Amok laufen will. So kein Datum, keine Person oder Ähnliches von ihm benannt wird und dies ihm auch nicht nachgewiesen werden kann, so wird die Polizei zwar auftauchen, es wird jedoch nichts passieren. Diese Aktion wird ihn verschrecken. Und ich würde behaupten: Sie verschließt ihn. Damit wäre ihm dann weder geholfen, noch wärest Du zufrieden.

2.) Aus Deiner Position heraus kannst Du im direkten Kontakt mit ihm NICHTS ausrichten. Sogar Therapeuten lehnen Patienten ab, die sie aus Erzählungen oder Freundeskreise anderer Patienten "kennen". Fremdheit ist bei einer Therapie äußerst wichtig, damit die Vorbefangenheit als Störgröße wegfällt.

3.) Klinik-Gegner. Ja, vielleicht gibt es Sendungen über Böse Kliniken. Aber dies würde nicht zugelassen. Ich weiß selbst, wie abgesichert diese Diagnosen sind. Die Erfolgsraten, auch von Patienten aus, liegen immens hoch. Die Sendung, die hier verlinkt wurde, stammt von einem Sender, der auch Kornkreise deutet und sonstige Hokus-Pokus-Techniken verbreitet. Nur, weil jemand solchen Unsinn auf ein Video verbannt, ist der Sachverhalt noch lange nicht wahr. Ich habe hier alle Antworten des Krisendetektor mal gemeldet. Es kann seine Meinung sein und auch bleiben, allerdings hat die hier nichts verloren. Sie ist unsachlich, unfundiert und völlig neben jeder Realität.

4.) Was Du tun kannst: es gibt verschiedene Sorgen-Hotlines. Dort sitzen ausgebildete Personen am Telefon, die Dir weiterhelfen können. Diese werden auch nach weiteren Eckpunkten der Situation fragen, um diese besser einschätzen zu können. Hier erhältst Du gute Rat. Du siehst ja, wie solche Diskussionen im Internet auslaufen. Hier sind leider viel zu viele Personen, die ihren idealen, jedoch völlig Verantwortungslos argumentieren. Bitte wende Dich deshalb an professionelle Stellen. Du hast Recht: Die Situation ist beängstigend und gefährlich. Deshalb halte Dich bitte so weit es geht raus, was den direkten Kontakt zu ihm betrifft. Und ebenso wenig solltest Du zu einer Therapie mitgehen und diese irgendwie "lenken". Das therapeutische Erstgespräch ist für die Analyse ÄUßERST wichtig. Deshalb sollte diese auf keinen Fall manipuliert werden.

5.) Solche Zustände verbessern sich in der Regel nicht selbst. Dies liegt an einer gestörten Wahrnehmung. Für ihn wird, egal was passiert, alles anders aufgefasst werden. Es sollte also etwas unternommen werden. Ob Du ihm persönlich zu diesem Schritt der klinik (Ob nun Tagesklinik, Psychiatrische oder bis zur geschützten Klinik) raten solltest, oder direkt über eine Einweisung nachgedacht werden muss, solltest Du aus professioneller Hand erfahren, von Personen, die die Situation besser erfassen können als wir.

Viel Glück, und eine gute Besserung ihm.

Wichtig ist: Scharf nachdenken und logisch denken!

Folgende Fragen müssen geklärt werden:

  • Was sind die Ursachen für seine psychischen Probleme?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass er diese Gedanken in die Tat umsetzt?
  • Kann er sie umsetzen? und natürlich
  • Wie kann ich ihm wirklich am besten helfen? und
  • Was müsste / kann ich rein rechtlich tun?

Ich will dir gleich vorab ein paar Punkte nennen, die du abchecken solltest.

Hat er Freunde, wirkliche Freunde, läuft er nicht Amok. Hat er Familie, die hinter ihm steht, läuft er nicht Amok. Hat er Ziele im Leben, läuft er nicht Amok.

Die 3 Sätze, würde ich sagen, sind keine Garantie, decken aber in jedem Falle eine ausreichend große Wahrscheinlichkeit ab. Beispiel: Die Familie ist gegen ihn, dort gibt es nur noch Probleme, unzwar schwerwiegende und in der Schule wird er seit der 5. Klasse gemobbt. DANN ist derjenige nicht zwingend gefährdet oder eine Gefährdung für andere, solange er eben wirklich Freunde hat. Hat er die nämlich, macht vorallem ein Amoklauf am wenigsten Sinn.

Meine grundsätzlich Meinung dazu ist die, dass das Umfeld, also die Mitschüler beispielsweise nicht sonderlich gesünder im Kopf sind, als der einzelne Betroffene selbst. Denn man muss auch die Dinge sehen, die seine Amok-Gedanken erst hervorgerufen haben. Sowas fällt nämlich nicht vom Himmel! Das ist dann immer ein direkter und krass deutlicher Nachweis für schwerwiegende Probleme, die nicht bei dem Opfer gesucht und behoben werden sollten, sondern selbstverständlich bei all jenen, die dem vermeindlichen Opfer das Leben täglich zur Hölle gemacht haben! Und an genau dem wunden Punkt kannst du ansetzen und mal nach den Affen Ausschau halten, die dumme Sprüche gegen ihn kloppen. Und dann hau' denen voll auf's Maul und mach' sie kampfunfähig, um sie richtig spüren zu lassen, wie es ist, Opfer zu sein und vorallem wie logisch es ist, dass aus Opfern, JE NACH DEM, wie die Co-Faktoren gerade im Status stehen (!), Täter werden können!

Aus rechtlichen Gründen muss ich dir jedoch leider eine klare Absage für Gewaltanwendung erteilen, so gerecht und Freude bringend das auch sein mag.

Und überlege, ob er etwas derartiges auch überhaupt machen könnte. Also, woher soll er welche Waffe bekommen? Mit der Softair aus dem eigenen Bestand und 'nem Messer kann er vielleicht Sechstklässer erschrecken und mit Aufwand Körperverletzungen bei den neuen Opfern hervorrufen. Das volle Programm mit SEK bekommt er nur, wenn er mindestens eine normale Handfeuerwaffe auspackt. Und wenn er eine MP-irgendwas benutzt, wird er das, was auch immer er dann tut, nur einmal ausprobieren. Doch woher soll er solche (teuren, sehr schwer zugänglichen) Schusswaffen herbekommen? Selbst mit einem LG aus dem nächsten Schießverein wird es fast schwer einen Menschen tötlich zu treffen. Man bedenke die Schusskraft, Munition, das Handling und die hektische Situation. Das wäre wirklich eher lachhaft mit einer LG Sportwaffe auf zu kreuzen und einen Schuss ab zu geben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Check' das alles mal gut ab. Lenk' ihn ab! Setz' dich für ihn ein! Mach' ihn stark und zeig' ihm, was ein Leben sein kann!

Keine Medikamente, keine Psychatrie, kein Zwang und auch sonst nichts, was immer mit den "Schutz für alle"-Argumenten empfohlen wird. Solche Leute können scheinbar kaum differenzieren und verstehen schlecht bis garnicht, dass es von Fall zu Fall unterschiedlich ist und man vorallem die Co-Faktoren im Blick haben muss, sowie die Lösung, für die man sich schon ein bisschen vielleicht anstrengen muss. Das ist nämlich eine sehr ernste Thematik, die auch in Verbindung mit gesellschaftlichen und sozialen Problemen stehen. Da ist es mit einem Möchte-Gern-modern-medizinischen Rat, kurz Dummschwätz nicht getan! So werden die Probleme nämlich größer, ggf. verlagert oder im besten Falle ändert sich garnichts. Warum das viele Leute nicht begreifen und immernoch dumm sind, ist mir schleierhaft. Nur, für einen Amoklauf braucht es schon heftigst, aber heftigst viel! ... und danach wohl auch keine Entschuldigung mehr.

Deswegen ein Rat für Alle an dieser Stelle: Überlegt vorher, was ihr sagt und macht, bevor ihr Mitmenschen, die genauso wenig perfekt sein können, wie du und ich, verletzt!

Da liegt das eigentliche Problem. Das Problem, Thema Mobbing, muss gelöst werden. Ansonsten bleiben die anderen Probleme bestehen. Wer das nicht kapiert, kann nur einen IQ von knapp 35 haben.

Ich denke, es ist so ziemlich und auf jeden Fall genügend gesagt dazu.

Gruß Krisendetektor

Er braucht proffessionelle hilfe. Er sollte in eine Psychatrische Einrichtung, auch wenn es für ihn hart wird, wird es sich bessern. Er muss psychologisch betreuut werden, seine Gedanken können ganz schnell in Taten umgewandelt werden.

Ich will jetzt nicht's falsches sagen aber es gibt menschen die halt zum Selbstmord neigen (Suizidgefährdete), auch welche die die nähe von kleinen Kindern stark anzieht (Pedophile) und da hilft es nicht wenn Freunde sie 'aufmuntern' oderso, und sie wie es bei ihm ist neigt er zu Amok-Gedanken, er findet es halt anziehend Menschen bluten zu sehen & kann sich selber nicht vor diesen Gedanken schützen, alleine schafft er es nicht.

Sprich am besten mit seiner Psychologen, da ist die beste Lösung für ihn &vielleicht auch für die anderen Menschen in seinem Umkreis, du weißt nicht wie weit seine Gedanken in seinem Kopf schon sind, vielleicht überlegt er sich ja schon sich eine Waffe anzuschaffen?..Du weißt es nicht. Es ist nicht böse gemeint von mir, nur damit du verstehst wie ich es meine.

Sprich mit ihr &gemeinsam findet ihr etwas, er wird dich brauchen, sei für ihn in dieser Zeit da.

Ich hoffe es wird besser.

Liebe Grüße (:

eseet8 21.08.2012, 22:59

Zum Glück wird er niemals Zugriff auf Waffen haben, aufgrund seiner psychischen Probleme. Trotzdem hast du recht, was in seinem Kopf vorgeht kann ich nicht wissen. Ich denke es ist das beste mit ihm darüber zu reden dass er doch in eine Klinik sollte, ich bezweifle dass das etwas bringen wird, dann bleibt mir nur noch die Psychologin zu kontaktieren. Aber ich hab auch wirklich Angst darum, dass er da in einer Klinik mit Medikamenten vollgepumpt wird und nie rauskommt..

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Krisendetektor 22.08.2012, 00:06
@eseet8

Wenn er nie Zugriff auf Waffen hat, also... mir fehlen hier langsam die Worte!

Logisches Denken einschalten, bitte! Danke! ....

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eseet8 22.08.2012, 00:16
@Krisendetektor

Legalen Zugriff auf (Schuss) Waffen wird er keinen haben, das weiß ich. Alles andere kann man nicht ausschließen.

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Sprich lieber mit seiner Psychologin, oder schick ihr eine Anonyme E-Mail was sie bei sowas machen würde. Aber falls er wirklich Amoklaufen sollte willst du wohl nicht neben den Leichen stehen und dir denken "Ich hätte es verhindern können, aber ich wollte nicht das ein Freund von mir zwei Mal eine unangenehme Erfahrung macht". Also du musst da schon was tun, vll. weiß die Psychologin ja andere Möglichkeiten, aber du darfst nicht abwarten bis es zu spät ist.

Also genau genommen ist die Situation so ernst, dass du ein paar Dinge tun musst und und paar andere machen kannst.

Da die Gefahr real ist und so wie du sie beschreibst jederzeit eskalieren kann, musst du das der Polizei melden. Ich weiß nicht genau, ob es sogar eine spezielle Anlaufstelle gibt, aber die Polizei ist auf jeden Fall schon Mal nicht falsch, die haben mit Sicherheit Kontakt zu einer Abteilung die solche Vorgänge registriert und bei akuter Gefahr eingreifen kann.

Die werden jetzt nicht losziehen und ihn verhaften, das können sie gar nicht, solange er nichts getan hat, aber ich kann mir gut vorstellen, dass nach den letzten Attentaten der Fall an Spezialisten übergeben wird, die die Gefahr beurteilen werden und evtl. tätig werden in welcher Art und Weise auch immer - vermutlich nur mit Gesprächen.

Da die Allgemeinheit in Gefahr ist und du davon weißt, ist es keine Frage, ob du das tun solltest, du musst es eigentlich. Man könnte dir evtl. hinterher vorwerfen du hättest etwas tun müssen, kann sein, dass das sogar einen Tatbestand betrifft und du vor Gericht dich rechtfertigen müsstest, ganz zu schweigen von deinem eigenen Seelenheil, wenn es wirklich so kommen würde.

Du kannst natürlich eine solche Meldung auch anonym machen! Das ist kein Verrat ein deinem Freund oder ähnliches, sondern erstmal die Pflicht dich und andere zu schützen. Das kommt immer vor dem eigentlichen Helfen.

Was du darüber hinaus tun willst bleibt dir überlassen. Der Umgang mit psychisch gestörten Menschen kann schwierig sein und bei extremen Fällen auch gefährlich. Wenn du wirklich etwas tun willst, solltest du vllt. selbst einen Beratungstermin mit seinen Ex-Psychologen machen und dir Tipps holen, was du tun kannst. Von außen ist schwer zu beurteilen, ob es sich bei deinem Kumpel evtl. einfach nur um eine Person handelt, die Freunde und Aufmerksamkeit braucht, weil sie ein schweres Leben hatte. Unmöglich das vorher zu sehen, nur aufgrund deiner Beschreibungen hat sich da aber bereits etwas sehr Gefährliches gebildet, was ohne professionelle Hilfe nicht zu handhaben ist.

Hilfe heißt eben manchmal auch Dinge zu tun, die demjenigen, dem geholfen werden soll, nicht gefallen. Natürlich würde z.B. auch ein Drogensüchtiger leiden, wenn du ihn zu einem Entzug verhilfst, aber dennoch wäre es richtig. Wenn dein Freund konkret damit prahlt Menschen verletzten oder töten zu wollen ist evlt. eine psychiatrische Betreuung notwendig, ob ihm das gefällt oder nicht, es geschieht auch zu seinem besten. Alternativ begeht er vllt. eine schlimme Tat und verbringt den Rest des Lebens im Gefängnis, auch damit wäre ihm nicht geholfen.

Ein ernstes Thema, nehme es nicht auf die leichte Schulter und such dir Rat am besten auf der nächsten Polizeidienststelle, die werden nicht gleich losfahren etwas unternehmen, aber es ist gut, wenn sie Bescheid wissen.

Alles Gute!

eseet8 21.08.2012, 23:33

Danke für die Antwort! Wie weiter unten schon erwähnt, habe ich mich dazu entschieden mich bei der Polizei zu melden, da es das beste für ihn und auch für die anderen Menschen wäre bevor er sich selbst oder andere gefährdet. Ich habe erst jetzt den Ernst der Situation begriffen. Natürlich werde ich ihn danach auch nicht fallen lassen, sondern weiterhin für ihn da sein, auch wenn er in eine Klinik kommt.

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Krisendetektor 22.08.2012, 00:01
@eseet8

Wenn er in eine Klinik kommt? Hast du 'n Schaden? Dann ist es zu spät, dann brauchste auch nicht mehr kommen. Ich an seiner Stelle würde dich dafür hassen, dass du das der Polizei gemeldet hast. Und du würdest selbiges fühlen und denken.

Achtung! Sei jetzt wirklich vorsichtig. Fällt dir etwas auf?! Guck dir mal die Antworten an.

Der Ton ist fast bei allen der selbe. "Weg mit dem Verrückten, Klapse, das ist seine Hilfe, er könnte sonst andere und sich selbst gefährden!"

Sorry Leute, aber das ist "Bullshit"!!

Das ist oberflächlich, sinnfrei, ohne jegliche richtig und differenzierte Bewertung und somit auch komplett assi!

Da muss man ansetzen. Gesellschaftspolitische Brennpunkten werden doch auch genau aus solchen Antworten heraus deutlich, für mich zumindest!

Ich bin wirklich etwas schockiert darüber, wie wenig Plan die Leute davon haben, was in der Klapse passiert und wie realitätsfern die denken. Das ist aber typisch, nachdem auch in den Medien vor nicht langer Zeit alle Welt verrückt gemacht wurde mit "Amoklauf" hier und dort und überall scheinbar. Total in die falsche Richtung beeinflusst und Gehirn gewaschen. Denkt ma nach!

Sucht die Fehler mal bei euch und hört auf die gewaltsame Sprache zu sprechen.

Verdammt... das ist echt heftig... Wie wenig Empathie manche Leute auch haben..

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GegenDenStrom25 30.08.2012, 12:11
@Krisendetektor

Also bitte Krisendetektor, wenn jemand konkret von Amok besessen ist und dies auch äußert dann geht der Focus von Empathie für Denjenigen natürlich erstmal über auf den Schutz der Gesellschaft. Das ist eine gesunde und gute Reaktion.

Das heißt nicht, dass man den "Verrückten", wie übrigens nur du ihn nennst, mit Heugabeln jagen und auf dem Marktplatz hängen soll.

Selbstschutz geht immer vor. Immer, immer, immer. Und damit meine ich nicht nur den Schutz der Gesellschaft, sondern vor allem auch die eigene Belastung des Gewissens. Was, wenn man nicht reagiert wie du es tun würdest oder eigentlich hast du gar keine Lösung vorgeschlagen - einfach machen lassen? Gut, vllt. geht es gut, der Mann kriegt Hilfe, die woher genau kommen soll? Oder er kriegt keine Hilfe und läuft tatsächlich Amok. Und dann? Sagst du cest la vie - hätte auch gut gehen können?

Also ich finde da machst du des dir zu einfach Anderen vorzuwerfen, sie würden nur an sich denken. Wie würdest du denn reagieren? Dein Leben hinten anstellen und mit der Person einen Selbsttherapie-Versuch starten? Falls die Person wirklich krank ist und du keine professionelle Ausbildung hast, machst du es vllt. noch viel schlimmer. Ich verstehe deine Kritik, dass man nicht sofort jeden in die Ecke psychisch krank stellen sollte und schon gar nicht muss man immer Kliniken, Ärzte und Medikamente vor Nächstenliebe und Eigeninitiative stellen, aber es gibt da schon eine Grenze, die man ziehen muss. Und bei solchen konkreten Gewaltfantasien können wir alle nicht genau einschätzen wie gefährlich die Lage ist und daher aus reiner Vorsicht kann der Rat nicht anders lauten, als die Sache ernst zu nehmen und Maßnahmen zu ergreifen.

LG

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Auch wenn es anders aussieht, aber das beste für ihn und seine umgebung ist wenn du seine Psychiaterin darüber informierst und er in die Psychiatrie kommt. Da kann ihm von Fachleuten geholfen werde. Außerdem frag dich mal wie du dich fühlen würdest wenn doch was passiert...Glaube das will niemand

Du stehst vor einer sehr schweren Aufgabe, denn du musst deinen Kumpel, wohl oder übel, verpetzen, dies ist zwar nicht einfach für dich, aber das Beste für ihn. Ansonsten sehe ich schwarz, und dann haben wir irgendwann mal eine neue Schlagzeile, und dies wird ein Leben lang an dir nagen, du wirst dir Fragen stellen, ob es vielleicht doch besser gewesen wäre ihn zu verpetzen, ob du Schuld an den Morden bist usw.

Du musst in dem Moment das Beste für deinen Freund tun, auch wenn er sicherlich sauer auf dich sein wird musst du dir einreden, dass du aus Liebe für ihn gehandelt hast und halt nur willst dass es ihm gut geht und dass er seinem Umfeld keinen Schaden zufügt.

Denn bedenke : Meist haben sich die Amokläufer nach ihrer Tat selbst das Leben genommen.

Du hast es in der Hand, du kannst ihm helfen, auch wenn er es anders sieht!

Viel Glück!

Sag es ruhig der Psychologin, das schützt andere vor seinen wirren Fantasien, die er vieleicht irgendwann real erleben will.

Wenn er beginnt über Schulattentate nachzudenken und sich mit den Tätern zu identifizieren, dann bist du sogar verpflichtet die Polizei darüber zu informieren. Rein theoretisch müsste ich das jetzt hier per Screenshot sichern, die Polizei informieren und die würden dann bald vor deiner Wohnungstür stehen und fragen, wo dein Kumpel wohnt!

eseet8 21.08.2012, 23:03

Wie ich es schon sagte, er hat keinen Zugriff auf Waffen, plant auch noch anscheinend nichts wie ich es mitbekommen habe. Ich kann natürlich nicht in seinen Kopf sehen, ich sehe nur wie er sich mit diesen Tätern identifiziert und sich in Phantasien hineinsteigert.

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GoetheDresden 21.08.2012, 23:04
@eseet8

Auch dann kannst du dich anonym an die Polizei wenden und deine Besorgnis zum Ausdruck bringen. Das hat nichts mit petzen oder Feigheit zu tun. Im Gegenteil. Lieber 1x zu oft die Polizei informiert, als zu spät! An Waffen kann man heutzutage sehr schnell kommen. Es gibt offenbar genug Schlupflöcher.

Und du schreibst: Er ist Amokversessen! Das ist ein Alarmzeichen!

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eseet8 21.08.2012, 23:05
@GoetheDresden

Anonym wäre es natürlich die beste Lösung. Wie würde die Polizei dann vorgehen, ihm einen Hausbesuch abstatten? Ist es nicht doch die "bessere" Lösung zuerst die Psychologin zu informieren, die ihn halt schon lange kennt?

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GoetheDresden 21.08.2012, 23:08
@eseet8

Wie die Polizei genau vorgeht kann ich dir nicht sagen, aber ich empfehle dir dringend sie über das, was dein Kumpel so erzählt/tut, zu informieren. Du machst dabei nichts falsch und dir wird niemand böse sein. Im Gegenteil. Die Polizei wird dir dankbar für den Hinweis sein und dann ihre Konsequenzen daraus ziehen.

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eseet8 21.08.2012, 23:15
@GoetheDresden

Dankeschön. Ich denke die Antworten hier haben mir gezeigt, dass es das beste für ihn und die Menschen in seiner Umwelt wäre. Wenn dann wirklich was passieren würde, würde ich mir an allem die Schuld geben. Also sollte ich lieber handlen anstatt abzuwarten.

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GoetheDresden 22.08.2012, 00:01
@eseet8

Genau das ist es. Man weiß nämlich nicht, wie er im Kopf tickt. Du würdest deines Lebens nicht mehr froh werden, wenn wirklich etwas passiert.

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Krisendetektor 22.08.2012, 00:04
@eseet8

Ja, handeln! Aber doch nicht zur Polizei rennen, verdammt!

Du wirst es bereuen! Ich spreche aus Erfahrung(en).

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GoetheDresden 22.08.2012, 09:55
@Krisendetektor

Wieso sollte er/sie es bereuen? Also ein logischer Kommentar sieht anders aus. Stelle dir mal vor er tickt wirklich aus und morgen gibt es ein neues Schulattentat: Willst du dafür mitverantwortlich sein, weil du sie davon abgehalten hast, die Behörden über diesen jungen verstörten Mann zu informieren, der verbal schon sehr deutlich gemacht hat, woran er denkt?

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Marley97 07.09.2012, 23:26
@Krisendetektor

hallo...ehm sry aber sicher kann/wird er/sie es bereuen!?man kann nicht zu hundert prozent sicher sein der er wirklich einen amoklauf plant!?das sind voreilige schlüsse die du da gerade ziehst!direkt zur polizei wär total idiotisch!

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die psyhologen des bringt nix die lassen die behandlungen abbrechen auch wenn dus nicht willst. wenn sie glaubt die medis bringen was liegt sie falsch. ich würde einer jugend hotline anrufen hast doch gesagt es ist nicht heilbar dh medis bringen nichts

Sei für ihn da, aber im Notfall lieber für durch ihn gefährdete Menschen.

Sprich ihn darauf an, konfrontiere ihn mit deinen Gedanken und schau wie er reagiert. Falls er nicht reagiert, hast du keine andere Wahl als ihm psychologische Hilfe zu besorgen.

Ruf wirklich bei seiner psychatrischen Einrichtung an, ihm muss geholfen werden und man muss die anderen auch schützen!

cookiedough07 21.08.2012, 22:48

Wünsche euch allesGute!

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Krisendetektor 21.08.2012, 22:57
@cookiedough07

Wenn es ihm schon letztes Mal nicht geholfen, sondern eher geschadet hat, was genau verstehst du dann an dem Teil über den "Schaden" nicht?

Hast du eine Ahnung davon, was in psychatrischen Einrichtungen gemacht wird mit den Menschen?

Glaubst du, solchen Menschen ist dort geholfen?

Ich sage, oftmals nicht. Die werden dort gegen ihren Willen fixiert, vielleicht zwangsernährt und werden voll unter Drogen gesetzt, sprich Zwangsmedikation mit irgendwelchen "Psychopharmaka". Darüber hinaus gibt es geschlossene Anstalten, wo die Leute einfach auf unbestimmte Zeit wie im Knast einsitzen müssen. Da werden Leute also erst richtig verrückt gemacht! http://www.youtube.com/watch?v=UnkVbYcJ5s4

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eseet8 21.08.2012, 23:01
@Krisendetektor

@Krisendetektor: Das ist momentan mein Problem. Ich weiß was ihm da letztes Jahr wiederfahren war und ich hab halt Angst dass sie ihn wirklich nur auf Medikamente setzen und er da niemals wieder rauskommt. Aber was gibt es für eine andere Möglichkeit ihm zu helfen? Ich kann schlecht dabei zusehen wie er sich da immer mehr hineinsteigert.

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Krisendetektor 21.08.2012, 23:52
@eseet8

Weder das Zusehen noch das Melden der Polizei oder Psychatrie macht es besser. Ehrlich, wie gesagt, Die Sache ist keine Hilfe. In einer psychatrischen Einrichtung wird er gegen seinen Willen einfach Medikamente bekommen und dann kannst du wirklich sicher sein, dass er dann nicht mehr so lange leben wird oder bleibende Schäden bekommt und abhängig wird - Leben versaut also.

Tue nichts dergleichen! Was man dir hier auch rät, ich bitte dich! Für ihn und dein Gewissen.

Aber tue alles anderes, was möglich ist, dass es nicht weiter kommt als die Gedanken, denn die kann man wieder umlenken! Und dazu hilft auch eine Psychologin oder Psychologe. Da jedoch etwas aufpassen, dass man eine kompetente Person bekommt und als Freund selbst am besten auch gleich mitgehen und die Sache in die richtige Richtung steuern. Und nicht so, dass gleich wieder Mittelchen verschrieben werden.

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cookiedough07 29.08.2012, 23:54
@Krisendetektor

Naja ich stimmt dir nicht ganz zu. Natürlich ist das Leben in einer Paychatrie nicht toll und erstrebenswert, dennoch befassen sich dort Psychologen etc. mit demjenigen, damit es dieser Person besser geht! Eine Freundin von mir war auch schonmal in einer Psychatrie (zwar aus anderen Gründen), aber danach ging es ihr langsam immer besser und besser, weshalb nun ihre psychischen Störungen verschwunden sind und sie wieder ganz die Alte ist

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Du kannst nichts für ihn tun, ausser Leute zu alarmieren, die es können.

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