Ein etwas "bekannterer" Musiker werden?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi Hannah,

du hast Glück, dass es heute mehrere Wege gibt, das zu erreichen. Neben den klassischen Möglichkeiten, Labels direkt anzuschreiben oder eben die nötigen Kontakte zu knüpfen (Letzteres ist weitaus wirksamer als Ersteres), hast du heute die Gelegenheit, dir eine eigene Marke aufzubauen.

Das heißt nicht, dass das in irgendeiner Form einfacher wäre, ganz im Gegenteil. Dafür aber unabhängiger von klassischen Gatekeepern. Die Voraussetzung, um berühmt zu werden, ist dabei weniger, ob du dein Instrument perfekt spielst oder ob deine Songs gewisse Ansprüche erfüllen. Zumindest wenn es um die klassische Pop-Karriere geht, von der ich bei diesem Beitrag einfach mal ausgehe.

Die meisten Künstler sind bessere Marken als sie Künstler sind. Ich will keine Namen nennen, aber viele Stars können gerade so ihre Akkorde auf der Gitarre spielen und halten sie dazu noch falsch. Die Songs schreiben sie oft nicht mal selbst und das, was am Ende dabei herauskommt, würde ich auch nicht als anspruchsvolle Musik bezeichnen. Was übrigens nicht heißt, dass es nicht trotzdem gut klingen und Spaß machen kann.

Was aber alle Stars eint, ist die Tatsache, dass aus ihnen eine Marke gemacht wurde oder sie – was heute eben immer öfter vorkommt – sich selbst zu einer gemacht haben. Die Methoden, um das zu erreichen, kann man allerdings unmöglich in einem Beitrag erklären, die meisten Bücher schaffen es nicht einmal, über das Anreißen des Themas hinauszukommen.

Es ist zwar wichtig, sich mit der Musik zu beschäftigen, aber dein Hauptaugenmerk solltest du auf das Thema Branding legen und so viel dazu lesen, wie dir in die Finger kommt. Vor allem englische Literatur, Deutschland hinkt bei diesem und vielen weiteren Themen viel zu stark dem amerikanischen Markt hinterher. Du kannst höchstens mal Glück haben, dass ein deutscher Autor zusammenfasst, was in amerikanischen Büchern schon seit 15 Jahren steht.

Mach aus dir und deiner Musik etwas Einzigartiges und verbreite das als Marke. Sei allgegenwärtig, nutze Social Media und vor allem Plattformen wie YouTube und ggf. jetzt auch IGTV. Sei umtriebig. Bleib aber stets deiner Marke treu (auf allen Kanälen) und versuch niemals, allen zu gefallen. Die einzige Folge, die das hat, ist dass du niemandem gefällst. Du musst dir eine Kernzielgruppe herausarbeiten und deine Marke allein darauf ausrichten.

Etwas erweitern kannst du sie später immer noch, aber du brauchst eine Nische, die du ausfüllen und in der du alle anderen verdrängen kannst. Die muss nicht zwingend musikalischer Natur sein, sie ist oftmals eher mit der Attitüde, nicht selten mit dem Äußeren verbunden. Dass Pink aussieht wie Pink, dass Taylor Swift aussieht wie Taylor Swift, dass Adele aussieht wie Adele, liegt nicht daran, dass das alles so unheimlich individuelle Menschen sind, die bloß ihre natürliche Persönlichkeit ausleben. Es sind Marken. Und es ist Teil ihrer Marke, dass sie und und die Labels und die Presse dir erzählen, wie vermeintlich authentisch sie sind. Manche wurden schon von ihrer Kindheit an als Marke aufgebaut (nicht unbedingt die schönste Kindheit).

Das ist vielleicht nicht das, was du hören wolltest. Denn sicher geht es dir um das Schreiben von Songs und den Gesang und vielleicht auch um den Glamour, aber das ist der kleinste Aspekt bei diesem Vorhaben. Solange du keine Berater und Manager hast, musst du dich selbst darum kümmern und ich würde mindestens 90 % der Zeit dafür veranschlagen. Die Kunst ist es, das am Ende wie 90 % Musik aussehen zu lassen. Je eher du dich selbst als zu vermarktendes Unternehmen begreifst statt als Künstler, desto schneller kannst du in dieser Branche erfolgreich sein.

Ohne deinen Traum in irgendeiner Weise zerstören zu wollen, solltest du dir aber rechtzeitig die Frage stellen, ob du dieses Leben wirklich willst. Da ich dich nicht kenne, weiß ich nicht, wie viele Einblicke du bereits in das Leben von Stars hattest. So wie es in der Presse dargestellt wird, ist es praktisch niemals. Stars und Labels nutzen die Presse, um Geschichten zu erzählen, die sich gut verkaufen und die Marke fördern. Man nennt das Storytelling. Die vermeintlich intimen Einblicke, die da geschildert werden, sind es nicht. Sie sind am Reißbrett von Agenturen entstanden. Man sagt nicht umsonst: "Never meet your heroes."

Abgesehen davon, dass das Ziel nur ein kleiner Prozentteil erreicht und nur ein noch kleinerer Prozentteil dauerhaft oben bleibt, muss man sich selbst ehrlich hinterfragen, ob man dieses Leben leben will. Es kommt mit vielen Nachteilen, aber wenig Vorteilen. Geld verdienen kannst du in anderen Jobs sehr viel mehr mit weniger Nachteilen. Musik wird aller Voraussicht nach nicht dein Leben bestimmen, sondern vor allem Presse- und Werbetermine. Das sollte man wissen, bevor man all die Zeit hineinsteckt.

Das Gute ist: Das Wissen zum Branding (und wirtschaftlichen Zusammenhängen im Allgemeinen) wirst du nicht nur für eine Musikkarriere brauchen, es ist heute und vor allem in Zukunft nahezu überlebenswichtig. Schade, dass Schulen das immer noch viel zu selten vermitteln, eigentlich sollten sie ja auf das Leben vorbereiten...

Lies dich also in das Thema ein, versuch einen möglichst klaren Blick auf das Leben als Popstar zu bekommen und frag dich, ob du das alles wirklich willst. Wenn ja, drücke ich dir die Daumen, dass es dir gelingt und dass du damit glücklich wirst. Möglich ist beides. Wenn nein, gibt es viele andere Karrieren, die dir offen stehen, bei denen auch die Musik viel mehr im Mittelpunkt steht.

P.S. Und mach bitte keinesfalls bei einer Casting-Show mit. Das machen nur Menschen, die keinerlei Ahnung haben, wie das Geschäft funktioniert.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
25

zur Casting show: und du gibst wenn du so was machst deine Rechte an allem sofort an andere ab. Hab mir vor n paar Jahren den Vertrag beim vorcasting von dsds mal durchgelesen als ich mir das Spektakel mal.anschauen wollte.

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Zu Ukuleleninsider hab ich als Musiker nicht viel hinzuzufügen. Für den Selbstvertrieb gibt es auch genug Distributors die dich da auch unterstützen als Künstler ohne Lable CDBaby ist hier mal als Beispiel genannt wenn du Sachen auf ITunes und Co haben willst oder einen CD Vertrieb suchst wenn du Alben o.ä. herrausbringst.
Genug auftrittsmöglichkeiten bekommst du über diverse Portale oder generell bei Veranstaltern Fragen ob das geht. Ich hab zb ein Open Mic bei mir in der Stadt entdeckt wo jeder was machen darf 1x im Monat.

Unheimlich viel Fleiß!

Ein berühmter Klavierspieler sagte einmal:

„Wenn ich einen Monat nicht übe, hören es die Konzertbesucher. Wenn ich eine Woche nicht übe, hört es das Orchester. Wenn ich einen Tag nicht übe, höre ich es selber.“ Ich glaube dieser Spruch stammte von Vladimir Horovitz.

Die Ukulele ist vielleicht nicht das Instrument, mit dem man Karriere machen kann. Da wäre Guitarre schon anspruchsvoller und anerkannter.

Wichtig ist es, vieles aufzugeben, was Dich am Üben hindert. Hobbies und Freunde müssen etwas zurück treten. Dein ganzes Leben musst Du danach ausrichten. Ein Musikstudium umfasst meist zwei Instrumente. Das zweite Instrument ist meist Klavier.

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Ps. Das ist mein erster .__.

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