Ein Autofahrer hat uns angehalten weil wir auf der Straße gefahren sind, und wir möchten wissen ob so etwas wirklich verboten ist?

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9 Antworten

Der Autofahrer hätte erstmal nicht hupen dürfen (hupen darf man nur zur Abwendung einer akuten Gefahr). Fährt er dabei auch noch dicht auf oder hupt lange und oder mehrfach ist auch schnell der Straftatbestand der Nötigung erfüllt.

Anhalten darf der Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer auch nicht; gefährdet der Autofahrer dabei andere Verkerhsteilnehmer sind wir schon wieder mindestens bei einer Nötigung, evtl. schon bei einem schweren Eingriff in den Straßenverkehr. Beides geht (leider viel zu selten) vor Gericht weiter.

Der § 45 StVO wurde hier schon genannt, dabei dürfen in 30er Zonen keiner benutzungspflichtigen Radwege angeordnet werden.

Daß Radfahrer auf Radwegen innerorts gefährdeter sind als auf der Fahrbahn wurde hier auch schon genannt. Kann ich durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen voll und ganz bestätigen.

Fazit: Vergeßt das Ganze, verlernt bitte nicht, ganz normal mit dem Rad auf der Fahrbahn zu fahren (daher kommt wohl das ganze Rumgeeier auf Gehwegen) und macht Euch klar, daß wohl kein Autofahrer bewußt von hinten einen Radfahrer aufs Korn nimmt und rammt; dagegen sehr viele unachtsam beim Abbiegen einen Radfahrer vom Radweg holen.

Als Autofahrer sollte man froh sein, wenn es noch Radfahrer gibt, die ganz normal gut sichtbar und berechenbar auf der Fahrbahn unterwegs sind und nicht auf irgendwelchen Gehwegen oder gegen die Fahrtrichtung unterwegs sind und einem im Ernstfall unerwartet die Tür einbeulen.

Nein, in Tempo-30-Zonen dürfen sogar gar keine benutzungspflichtigen Radwege (also Radwege, die mit den entwprechenden blauen Schildern gekennzeichnet sind) vorhanden sein.

§ 45 Abs 1c StVO:

Die Straßenverkehrsbehörden ordnen ferner innerhalb geschlossener Ortschaften, insbesondere in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf, Tempo 30-Zonen im Einvernehmen mit der Gemeinde an. Die Zonen-Anordnung darf sich weder auf Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) noch auf weitere Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) erstrecken. Sie darf nur Straßen ohne Lichtzeichen geregelte Kreuzungen oder Einmündungen, Fahrstreifenbegrenzungen (Zeichen 295), Leitlinien (Zeichen 340) und benutzungspflichtige Radwege (Zeichen 237, 240, 241 oder Zeichen 295 in Verbindung mit Zeichen 237) umfassen. An Kreuzungen und Einmündungen innerhalb der Zone muss grundsätzlich die Vorfahrtregel nach § 8 Absatz 1 Satz 1 ("rechts vor links") gelten. Abweichend von Satz 3 bleiben vor dem 1. November 2000 angeordnete Tempo 30-Zonen mit Lichtzeichenanlagen zum Schutz der Fußgänger zulässig.

Bley1914 07.05.2017, 14:45

Das ist wohl bei 95% der Autofahrer nicht bekannt, würde ich sagen. Da muss Aufklärungsbedarf greifen.

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Also soweit ich dies nun kenne muss mit einem Fahrrad ein ausgewiesener Radweg (rundes, blaues Schild mit Fahrrad darin, egal ob in Kombination zu Gehweg oder nicht) ausserorts benutzt werden wenn er in Fahrtrichtung verläuft. Bis vor Kurzem musste er auch genutzt werden wenn der links neben der Strasse war, zwischenzeitlich nicht mehr. Soweit mir bekannt gild die Nutzungspflicht des Radwegs auch nicht innerorts, so wie ich lernte war dies auch mal, fiel aber weil da die Nutzung durch rücksichtslos parkende Autos oftmals nicht geht und oftmals eine Unfallgefahr darstellt (weil man als abbiegender Autofahrer oft die Radfahrer auf gesonderten Radwegen übersieht).

Es gibt so manche Autofahrer die in unangebrachten Situationen etwas übereifrig sind, dazu gehörte Dieser wahrscheinlich auch. Der sollte lieber gegen Hardcore-Rennradler in voller Werbemontur vorgehen die ausserorts trotz Radweg auf der Strasse Jan Ullrich (oder wer auch immer grade aktuell ist) spielen, aber Jugendliche/Kinder sind kleiner und da kann man es einfacher machen.

Wenn dies also eine 30er-Zone war dann war Diese wohl innerorts und ihr durftet auch auf der Strasse fahren, zumal es gewöhnlich gar keine Radwege in 30er-Zonen gibt. Oder seid ihr noch unter 12, bzw ist dies inzwischen wohl 10? Dann hättet ihr besser auf einem evtl vorhandenen Gehweg fahren müssen/sollen.

Die Thematik "Radweg" haben einige andere bereits angesprochen.

Grundsätzlich ist es so, daß Radfahrer den Autofahrern als Verkehrsteilnehmer völlig gleichgestellt sind. Als Radfahrer musst Du weder deinen Fahrstil an die Autos anpassen, noch kann vor dir ein besonders "autofreundliches" Verhalten verlangt werden (praktisch macht dies gelegentlich zum Selbstschutz natürlich Sinn).

Leider ist dies insbesondere den Autofahrern selten bewusst, oder sie ignorieren es gleich ganz. Im Einzelfall gibt es gesonderte Regelungen, die Radfahrern besondere Rechte oder Pflichten einräumen.

machhehniker 24.08.2015, 08:16

Im Einzelfall gibt es gesonderte Regelungen, die Radfahrern besondere Rechte oder Pflichten einräumen.

Die beinhalten aber sicherlich nicht über Rot fahren zu dürfen, über einen Gehweg Kreuzungsregelungen umfahren zu dürfen, usw. was doch so einige Radfahrer machen. Insbesondere den Radfahrern scheint es selten bewusst zu sein als Verkehrsteilnehmer gleichgestellt zu sein! Nicht nur Rechte gelten, Pflichten genauso.

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CaptainSpoke 24.08.2015, 09:29
@machhehniker

Die beinhalten aber sicherlich nicht über Rot fahren zu dürfen, über einen Gehweg Kreuzungsregelungen umfahren zu dürfen, usw.

Das ist damit auch nicht gemeint. Z.B. Schutzstreifen oder Aufbauflächen vor den Ampeln, ectra für Rad Fahrenden - die dann gerne von Autofahrern zugestellt werden. Und natürlich auch die reinen Fahrradstraßen, in denen der motorisierte Verkehr untergeordnet oder gar verboten ist - für viele Kfz-Fahrer aber kein Problem da mit Maximalgeschwindigkeit durchzudonnen. Nur zwei Beispiele...

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machhehniker 25.08.2015, 04:48
@CaptainSpoke

Nur zwei Beispiele...

Waren es bei mir auch, es gäbe noch massig mehr Fehlverhalten von Radfahrern deren Aufzählung den Ramen hier sprengen würde.

Und natürlich auch die reinen Fahrradstraßen, in denen der motorisierte Verkehr untergeordnet oder gar verboten ist - für viele Kfz-Fahrer aber kein Problem da mit Maximalgeschwindigkeit durchzudonnen.

Da glaube ich auch nicht dass Irgendein Autofahrer mit 200Km/h+ (wieviel das Auto dann halt hergibt) da durch fährt.

Ich behaupte nicht dass der Kraftverkehr sich nicht den Fahrradfahrern gegenüber auch falsch verhält, aber zum Streiten gehören Zwei und einige Fahrradfahrer streiten und provozieren definitiv!

Die nutzen noch zusätzlich ihre Anonymität die sie ja Aufgrund keinem Nummernschild haben, daher steht wohl ausser Frage ob der den man ermitteln kann oder der den man schier nicht ermitteln kann sich gesetzeswidriger verhält.

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in einer 30iger Zone? Dort Fahrrad gefahren, was wollte der Autofahrer von euch? Ihr dürft dort fahren, nen Bürgersteig gibt´s im herkömmlichen Sinne nicht mehr.

Nur wen ein Ausgeschilderter Radweg vorhnden ist muß man darauf fahren aber bei spielstraßen ist es eher so das so ein radweg dort nicht exestiert und dan könnt und dürft ihr dort mit dem radfahrer.(verkehrszeichen blaues schild mit fahrad)(weißeses schild mit radfahrfer verboten für radfahrer)

In einer Tempo-30-Zone müsst ihr sogar auf der Straße fahren. Nur Kinder unter 12 Jahren dürfen auf dem Bürgersteig radeln, alle anderen Radfahrer gehören dort auf die Straße.

Wärt ihr auf dem Bürgersteig gefahren (ich nehme an, ihr seit älter als 11 Jahre), hättet ihr ein Bußgeld riskiert, wenn die Polizei euch erwischt hätte.

Ihr habt also alles richtig gemacht. Der Autofahrer hatte nur einen schlechten Tag und wollte seine Wut an fremden Kindern auslassen.

Wenn es einen Radweg gibt, müsst ihr unweigerlich da fahren. Wenn ihr jünger als 12 seid, müsst ihr auf dem Bürgersteig fahren. Und nebeneinander geht gar nicht. Nirgendwo! Es kann auch sein, dass Radfahrer und Fußgänger gemeinsam den Bürgersteig nutzen sollen! Das ist ausgeschildert!

Asurfaen 23.08.2015, 14:29

Darf man wirklich nicht auf der Straße fahren wenn es einen Radweg gibt?
Was ist, wenn es einen Gehweg gibt mit dem weißen Schild "Radfahrer frei"?
Darf man dann auf der Straße fahren?

Wegen dem Nebeneinanderfahren:
Das haben wir NICHT gemacht.
Aber ist so etwas tatsächlich nicht erlaubt?
Wo steht diese Regelung?

Da ich davon ausgehe, dass Du ein Autofahrer bist und ein Führerschein hast, kannst Du es mir bestimmt beantworten?

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CaptainSpoke 24.08.2015, 09:25
@Asurfaen

Was ist, wenn es einen Gehweg gibt mit dem weißen Schild "Radfahrer frei"?
Darf man dann auf der Straße fahren?

Ja. "Radfahrer frei" heisst, du darfst, musst aber nicht diesen Bürgersteig als Radfahrer benutzen. Bei der Benutzung musst Du Rücksicht auf die Fußgänger nehmen.

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Antitroll1234 23.08.2015, 14:47

Wenn ihr jünger als 12 seid, müsst ihr auf dem Bürgersteig fahren

Jünger als 8 Jahre muss der Gehweg benutzt werden. 

Bis 10 Jahre darf der Gehweg genutzt werden.

Ab 10 Jahre hat ein Radfahrer lt. Gesetzgeber nichts mehr auf einem reinen Gehweg zu suchen ;-)

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falls du fahrradfahren meinst, kommt es auf euer alter an. wenn ihr neun seid, dürft ihr auf der straße fahren, mit zwölf müsst ihr sogar. und ich denke, du bist mindestens 12, oder?

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