Ein Atheist hat mir gesagt: ich glaube nicht an Gott weil ich nicht religiös erzogen wurde, und trotzdem war mein Leben bis jetzt immer schön. Warum soll ich..?

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10 Antworten

Glauben nennt man deshalb glauben, weil man es freiwillig kann, wer nicht glauben will, dem steht es frei, nicht zu glauben. Obwohl manche immer noch denken, dass man Glauben aufzwingen kann, ist dies absoluter und destruktiver Blödsinn.

Jeder kann das glauben, was ihn oder sie glücklich macht, auch wenn dies nicht den Glauben an Gott einschließt, vielleicht sogar direkt den Glauben, dass man nicht an einen Gott glaubt.

Ich glaube unter anderem deshalb an Gott, weil ich schon immer an das ewige Leben und an eine ewige Liebe geglaubt hatte, auch ohne eine Kirche zu kennen. Der Glaube an Gott kam später, als ich mich für die evangelische Kirche zu interessieren begann. 

Wem die Vorstellung eines ewigen Lebens beispielsweise egal ist oder wer nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, der mag vermutlich auch keinen Anlass zu einem Glauben an Gott sehen, aber ein "Urteil" über die Gerechtigkeit, Güte und Liebe Gottes kann nur jemand ansatzweise zutreffend fällen, wer in dieser Betrachtung das ewige Leben mit einschließt, denn wenn es Gott gibt, dann ist für ihn das ewige Dasein gegenwärtig und es ist für diejenigen, die er erschaffen hat, nach dem Tod möglich. 

Wenn es dieses ewige Dasein nicht gibt, so gibt es auch Gott nicht, denn dieser Gott hätte das Universum - also die Schöpfung nicht erschaffen können, weil es davor noch keinen Raum und keine Zeit im Universum gab, bevor dieses erschaffen wurde.

Im Übrigen bin ich auch nicht religiös erzogen worden. Ich hatte mich selbst dazu entschieden, mich als Kind der evangelischen Kirche aktiv anzuschließen. Ich mag getauft worden sein, aber das war es im Prinzip eigentlich schon mit dem religiösen Einfluss, wenn man mal von den jährlichen Besuchen an Heiligabend absieht. Meinen Glauben an ein ewiges Leben und an die ewige Liebe verdanke ich einer ganz eigenen Quelle, nämlich meinem geistigen Selbst, oder das, was man die Seele nennt, wenn man meint, dass diese nur den geistigen Teil eines Wesens beschreibt.

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Es gibt keinen Rationalen grund für glauben. Das ist eine entscheidung die jeder für sich selbst tifft. Mehr oder weniger. Denn oft ist glaube oder auch nicht glaube anerzogen.

Der Atheist den du erwähnst hat sich warscheinlich die gleiche frage auch gestellt und entsprechend keinen grund gefunden.

Oft sind gründe warum z.b. nicht gläubige zum glauben wechseln schwierige lebenssituationen, hoffungslosigkeit. Entsprechend hoffen sie auf hilfe die sie nach ihren erfahrungen nicht von anderen menschen bekommen können.

Ich persönlich würde einem gott wie er in der Bibel beschrieben ist nicht einmal huldigen wenn dieser bewiesen wäre.

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Wahrscheinlich steht die Aussage in Zusammenhang mit der Behauptung dass das Leben mit Gott schoener sei? Ansonsten macht der letzte Teil keinen Sinn.

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Finde ich ehrlich gesagt ziemlich unbegründet, dass sage ich als Atheist. Ich glaube aufgrund von fehlenden Beweisen nicht an Gott, aufgrund der mathematischen Unwahrscheinlichkeit usw.

Er oder sie glaubt nicht an Gott, weil sein/ihr Leben bisher auch ohne Religion schön war. Diese Begründung ist irrational, also kein Deut besser als die Aussage: "Ich glaube an Gott, weil ich ihn spüre".

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Recht hat er, man muss nich an Gott glauben um ein schönes Leben zu haben. Im Gegenteil sind die Religion und der Glaube sogar oft für ein schlechtes, oder verhältnismäßig schlechteres Leben verantwortlich.

Es gibt keinen vernünftigen Grund an Gott zu glauben, denn es gibt keinen Gott. Gott ist nichts weiter als die Erfindung bronzezeitlicher Schaf- und Ziegenhirten, die weder lesen noch schreiben konnten, die Erde für eine Scheibe hielten und an schlechten Zähnen gestorben sind.

Seit den 3.000 Jahren in denen es diesen einen (monotheistischen) Gott gibt, gab es nicht einen Beweis für seine Existernz, jedoch sammeln sich seit Jahrhunderten die Beweise gegen ihn.

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Blackoutd 04.10.2016, 00:04

Ich finde es ja immer witzig, wie manche Behaupten, dass es Menschen die nicht lesen und schreiben konnten erfunden haben. Diesen Satz höre ich andauernd. Und wer genau hat es erfunden..?

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FouLou 04.10.2016, 00:20
@Blackoutd

Unerklärliche phänomäne wie z.b. gewitter etc. wurden schon sehr früh übernatürlichen kräften zugeschrieben. Erfunden hat das natürlich kein einzelner sonder es ist eher in kulturen gewachsen. Obwohl sich immer wieder einzelne diese sachen zu nutze gemacht haben.

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Rixon 12.10.2016, 08:21
@Blackoutd

Wo ist das Problem? Es war halt sehr lange üblich diese Geschichten von Mund zu Mund weiter zu tragen. Ganz früher, bevor es die Schrift gab, hatte jede Gemeinschaft einen Erzähler, der alle wichtigen Geschichten auswendig konnte. Ab einem Gewissen alter gab er diese dann an eine junge Person weiter. 

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ETechnikerfx 04.10.2016, 00:07

Wie soll ein Beweis gegen etwas gefunden werden wenn es dieses nicht gibt? Quasi ein Anti-Gott?

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Andrastor 04.10.2016, 00:24
@ETechnikerfx

Wie soll ein Beweis gegen etwas gefunden werden wenn es dieses nicht gibt?

Jedes Paradoxon, jede Logiklücke, jeder Widerspruch in der Beschreibung einer Sache ist ein Beweis gegen diese Sache.

Und wer genau hat es erfunden..?

Die Idee das ein Gott als allmächtiges Wesen über allen anderen stünde hatte der ägyptische Pharaoh Echnaton zuerst. Er vereinigte den antiken ägyptischen Götterpantheon in seiner eigenen Person als allmächtiger Gott.

Diese Idee wurde jedoch nach seinem Tod verworfen, den Ägyptern waren ihre vielen Götter einfach lieber. Die Legende um Echnaton und diese Tat erreichte jedoch die Vor-Juden, welche von Mythen und Märchen in und um Ägypten herum beeinflusst wurden.

Die Ur-Juden hatten sogar noch 2 Götter, JHWE (Jachwe) und die Vulkangöttin Ashara, welche jedoch verschwand. Jedoch finden sich ihre Spuren bis heute in der Bibel, im Moses-Mythos, wo Gott den Juden als Rauchsäule bei Tag und als Feuersäule bei Nacht den Weg weist. Rauch und Feuer als Säule am Horizont sind typische Anzeichen eines Vulkans.

Man muss dazu sagen dass die ersten Juden nicht sonderlich gebildet waren, wie die meisten Nicht-Adeligen Menschen damals. Sie konnten weder lesen noch schreiben und überlieferten diese Mythen mündlich als Erzählungen.

Die Juden erfanden also den Talmud, ihre Sammlung an Märchen und Mythen, welche zum Teil aus und um Ägypten mitgenommen und zum Teil selbst erfunden wurden.

1.000 Jahre hat es gedauert bis die Juden tatsächlich zu einem Volk und einer Religionsgemeinschaft wurden und 44v.C. wurde Julius Augustus Cäsar ermordet.

Dieser Mord hatte eine gewaltige Lawine an Ereignissen zur Folge, die einen ganzen Kult mit sich brachten, den Divus Jullus, der Cäsar als Märtyrer und Heiligen betrachtete.

Die Kultführer beschlossen das Leben Cäsars niederzuschreiben und um den Kult zu nähren, vermischen sie die Biographie mit dem ägyptischen Horus-Mythos.

Das war die Geburtsstunde des Neuen Testaments und der Bibel. Da die Kultführer ebenfalls nicht schreiben konnten, diktierten sie die Bücher Schreibern aus Griechenland und Syrien, welche einige der Worte falsch übersetzten und notierten.

Das war die Geburtsstunde des Christentums.

Als die Kultführer verstarben, und die korrekte Version nicht mehr überliefern konnten, wurde die Fehlerhafte Version gelehrt und es entstand die Sekte der Christen, die von einigen römischen Historikern erwähnt wird.

Das ist die historisch korrekte Geschichte der Entstehung des Christentums (und des Judentums). Der Islam hat dann die Bibel neu interpretiert und sich als einzig wahre Religion ausgerufen.

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Ich würde sagen: "Was fragst du da mich? Ich glaube selber nicht an Gott."

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Jedem das seine, Manchen gibt der Glaube Kraft anderen eben die eigene Überzeugung

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Warum soll ich an Gott glauben?

Niemand soll an Gott glauben. Jeder kann an Gott glauben wenn er davon überzeugt ist.

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Der stimme ich zu.

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Ich glaube nicht, dass er die von Dir niedergeschriebene Formulierung gebraucht hat.

Oder Du und jemand anderes hat ihn gefragt, warum nicht (die üblichen Fragen halt). Daraufhin hat er gesagt. Sein Leben war okay, warum sollte er?

Für einen Menschen, der nicht religiös erzogen wurde, stellt sich die Frage nicht, warum er nicht an Gott glaubt.

Deshalb gibt es auf solche Fragen nur ausweichende Antworten. Mit einem Religiösen lässt sich darüber nicht richtig gut diskutieren. Irgend wann ist einer beleidigt.

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