Ein Anwalt hat mich falsch beraten. Muss ich ihm sein Beratungshonorar zahlen oder kann ich die Forderung zurückweisen.?

7 Antworten

Hallo,

wie kommst Du drauf, dass Dich Dein Anwalt falsch beraten hat? Bist Du einfach nicht zufrieden mit dem Ergebnis? Hast Du nicht bekommen was Du willst? Oder gibt es eine offensichtliche nachweisbare Fehlberatung?

Wenn Du einen Anwalt anheuerst, dann hast Du keine Garantie, dass Du bekommst, was Du willst. Kein seriöser Anwalt wird Dir das je versprechen - der Erfolg in einem Rechtsstreit, die Abwehr einer Forderung,... all das wird ein seriöser Anwalt nicht tun.

Wenn es ein offensichtlicher Fall von Fehlberatung ist - aus Unwissenheit des Anwalts, ... - dann solltest Du ihn drauf anspreche und ihm klar machen, dass du von ihm erwarten kannst, dass Du nur für richtige Beratung Geld zahlst. Wenn Du das machst, dann solltest Du Dir Deiner Sache aber sicher sein. Ein Rechtsanwalt kennt sich mit der Juristerei -- in aller Regel - besser aus als unsereins.

Zu deiner Frage, Ich bin bei meiner Firma seit zweieinhalb Jahren ohne Unterbrechung beschäftigt, dieses Jahr Ende Juli bin ich in Elternzeit gegangen.

Meine Firma hat mir darauf auf meiner letzten Gehaltsabrechnung 4 Tage Urlaub plus dazugehöriges Urlaubsgeld gestrichen und zurückgefordert. Laut Bundesurlaubsgesetz hätte mir theoretisch mein kompletter Jahresurlaub zugestanden.

Meine Frage an den besagten Anwalt lautete nun, ob es wenn man in Elternzeit geht eine Sonderregelung gibt im Hinblick auf dem Urlaubsanspruch.

Ihm war eine solche Regelung nicht bekannt und meinte zu mir das er keinen Grund sieht warum die Firma so handelt, nach ein wenig Eigenrecherche, da mir der Anwalt schon im Gespräch nicht kompetent vorkam, kam heraus, dass der Arbeitgeber mir pro Monat Elternzeit 1/12 des Jahresurlaubs abziehen darf/kann, nicht muss.

Nachzulesen z.B. hier:

Diese Information hätte für mein dafürhalten von einem "Fachanwalt für Arbeitsrecht" selbst gefunden werden müssen bzw. einfach auch gewusst sein müssen.

Nun nochmal die Frage: hätte ich mich allein auf den Anwalt verlassen wäre ich vllt vor Gericht gezogen und die Info die ich mir eigentlich von einem Fachanwalt erwartet habe musste ich selbst finden.

Muss ich seine in meinen Augen ungerechtfertigte Forderung bezahlen oder kann ich die Forderung zurückweisen?

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@mosca101

Hallo Mosca101,

puh, ich sehe Deinen Punkt, aber ich kann dazu echt leider nicht viel sagen. Ich bin kein Jurist und möchte Dir keine falschen Hoffnungen machen. Ich würde zunächst einmal versuchen, in einem Jura-Forum eine qualifizierte Antwort zu bekommen - zumindest qualifizierter als hier. Erst wenn Du da Unterstützung für deine Position bekommst, dann solltest Du Dir überlegen, weiter zu gehen.

Denn wenn Du Dich an einen anderen Anwalt wendest, dann wird das auch wieder was kosten. Außerdem werden Anwälte - es sei es, die Fehlberatung ist recht offensichtlich - wohl kaum gegen einen anderen Anwalt vorgehen. Insbesondere wenn der andere Anwalt angesehen ist - man pinkelt sich in der Branche halt nicht gegenseitig ans Bein.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Um welche Forderungshöhe geht es denn hier?

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Die Sache hat zwei Punkte:

1. Der Anwalt hat Dich beraten udn Du musst ihn zahlen.

2. Wenn er Dich falsch beraten hat, hast Du einen Schadenersatzanspruch, der sehr viel höher sein kann, als die Rechnung. Dafür ist er auch versichert.

Es wird schwierig sein, dem Rechtsanwalt eine Falschberatung nachzuweisen. Häufig denken Mandanten, der Rechtsanwalt sei schlecht, weil ein Prozess verloren wurde. Das ist aber nicht zwingend so, weil die Gerichte nach der Sach- und Beweislage entscheiden.

Vermutlich wird es so sein, dass der Rechtsanwalt seine Forderung, die du nicht bezahlen willst, einklagt. Dann gehst du ein Prozessrisiko ein. Möglicherweise kommen dann noch die gesamten Gerichtskosten auf dich zu (wenn du verlierst).

Bevor du die Zahlung verweigerst, sprich mit dem Rechtsanwalt über die Falschberatung. Vielleicht könnt ihr euch außergerichtlich einigen.

Rechnung ohne unterschrieben Lieferschein?

Hallo, hab von einem Anwalt einer Firma eine Rechnung für Ware inkl. Verzugszinsen und Anwaltshonorar bekomme. Ich hab aber nichts erhalten und so wie es aussieht fehlt auch der unterschrieben Lieferschein, denn kann mir keiner vorlegen. Hab mit beiden telefoniert. Anwalt will nächste Schritte einleiten um die Forderung einzutreiben? Was kann ich jetzt tun? Mit welchem Recht können die sowas machen?

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Urheberrechtsverletzung durch Minderjährige?

Ende November 2013 wurde trotz Belehrung von einem Minderjährigen ein Spiel (Dad Island) illegal heruntergeladen. Im April 2014 erfolgte Abmahnung und Zahlungsaufforderung von über 900,- € der rka im Auftrag der Koch Media GmbH, woraufhin fristgerecht ein Fachanwalt eingeschaltet wurde.

Frage 1: Woraus begründet sich diese hohe Forderung, da das Spiel beim Kauf ca. 70,- € gekostet hätte und der entstandene Schaden nicht so hoch sein kann?

Soweit bekannt, sind Maßregelungen bei derartigen Straftaten in den Forderungen enthalten.

Frage 2: Dürfen Strafgebühren willkürlich in x- beliebiger Höhe festgesetzt werden?

Der beauftragte Fachanwalt hatte entsprechende Argumente an die Gegenseite vorgetragen, z.B. das "Morpheus"- Urteil des Bundesgerichtshofs. Auch verwies er auf geringes Klagerisiko bis zur Verjährung.

Frage 3: Verjährungsfrist (3 Jahre) beginnt ab Feststellung der Urheberrechtsverletzung, doch woher weiß man wann diese festgestellt wurde?

Schließlich gab es einen Zeitraum von über 4 Monaten bis zur Abmahnung. Sollte die Feststellung tatsächlich erst 2014 stattgefunden haben, ist es boshaft kurz vorm Ende der Verjährung einen Mahnbescheid zu erwirken.

Sofort wurde der Fachanwalt konsultiert, der zum Gesamtwiderspruch riet und Vergleichsverhandlung anbot. Doch zu einem Vergleichsangebot braucht man keinen teuren Anwalt. 1000,- € anbieten, doch nach Recherchen sind Prozesse auch zu Gunsten der Verklagten ausgegangen. Unsicherheit.

Frage 4: Vergleichsangebot und zahlen oder Klage abwarten?

1000,- oder mehr können nur über kleine Raten geleistet werden.

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Gilt ein Trennungsjahr wenn man wie bisher zusammenlebt aber einer die Trennung dem Anwalt mitgeteilt hat?

Durch den Brief einer Anwältin wurde mir mitgeteilt, dass mein man nun vor 2 Monaten die Trennung bekannt gegeben hat. Aber seit dem leben wir wie bisher zusammen mit allem was dazugehört. Er sagt er hätte es nach einem Streit getan. Was passiert wenn er nach einem Jahr (ich weiß ja nicht was in seinem Kopf vorgeht), hingeht und sagt nun will ich die Scheidung das Jahr ist vorbei. Muß ich beweisen wie wir leben, dass wir gemeinsam wirtschaften, Sex haben etc. und er immer äußert dass er keine Trennung will? Ich kann und will nicht auch einen Anwalt einschalten nur wegen einer eventuellen Kinderei von ihm, denn nach meinem Dafürhalten ist alles in Or

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Urheberrechtsverletzung und Anwalt, was nun?

Hatte dazu bereits in der Vergangenheit Fragen dazu gestellt und die Tipps befolgt. D.h. dem Mahnbescheid, welcher nach 4 Jahren eintraf widersprochen und abgewartet.

Vor 4 Jahren hatte ich einen Fachanwalt mit der Sache beauftragt. Ich war es nicht. Meinen damals minderjährigen Sohn lasse ich nicht ins Messer laufen, seine Freude auch nicht. Ein Täter war nach dieser Zeit (Verletzung im Oktober 2013) nicht eindeutige feststellbar, Minderjähriger, Besucher usw., in diese Richtung hat der Anwalt agiert.

Verjährung gilt nicht. Nun heute Anwaltsschreiben, obwohl ich ihn nicht weiter beauftragte, dass ich dringend auf den angebotenen Vergleich eingehen sollte. Ursprüngliche Forderung: 2.376,38 € Vergleichssumme: 1.214,50 € Mit Zahlung wären alle Forderungen abgegolten.

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Sollte ich mich auf den Vergleich einlassen?

Leider steht noch so ein Ding aus. Auch diesen Mahnbescheid hatte ich widersprochen. Das liebe Kind!

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Interessenkollision .... Meinem EX-Anwalt Egal.. legt sein Mandat nicht nieder..

Hallo..

unser Anwalt vertritt 2 Parteien sowohl Privat als auch deren Firma.
Partei A ist Geschäftsführer und Gesellschafter... B ist nur Gesellschafter.... ca. 10 Jahre.. Unter anderem Vertritt der Anwalt auch beide vor Gericht als diese Straf. Aufgrund Fehler bei Firmengründung...Angeklagt werden.. Bereits bei der Firmengründung hat der gute Anwalt einen prüfenden Blick auf die Gesellschafterverträge geworfen.

Nun gibts krach...

Der Anwalt versucht die Angelegenheit noch per Telef. zu schlichten.. zwecklos...

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Hier dürfte meiner Meinung nach mehrfach eine eine Interessenkollision entstanden sein..

Die Vorbefassung , die gleiche Rechtssache sowie beim Schlichtungsversuch..

Dem guten Anwalt ist das allerdings vollkommen Egal... Im Vorstand der Rechtsanwaltskammer sitzt ein Kollege fest im Sattel und hat dementsprechend.

Mandant A hat nun Schwierigkeiten Aufgrund einen geeigneten Anwalt zu finden da es sich um einen recht komplexen Sachverhalt dreht...

Gibt außerhalb der RAK eine Beschwerdestelle? Klagen?

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Vodafone - geplatzte Lastschrift

Mein Fall ist ein bisschen komplexer und ich will versuchen, ihn mit möglichst wenigen Worten zu beschreiben:

Ich war seit mehr als zehn Jahren Vodafone-Kunde mit einer Flatrate. Letztes Jahr platzte erstmalig eine Lastschrift. Das war damals nicht die einzige Lastschrift, aber alle anderen Gläubiger buchten einige Tage später erneut ab und da war das Konto wieder gedeckt.

Vodafone hingegen buchte nicht mehr ab. Die Online-Rechnungen von Vodafone hatten mich nie interessiert und ich befand mich im guten Glauben, mit Vodafone glatt zu sein. Ich fiel dann aus allen Wolken, als ich eine saftige Forderung von einer Inkasso-Firma bekam. Vodafone hatte mir den Vertrag gekündigt und das Handy gesperrt, was ich nicht bemerkt hatte, weil ich zu der Zeit ein anderes Handy nutzte. Nun forderte Vodafon als "Schadensersatz" die monatlichen Gebühren bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit.

Ich habe von Vodafone keine Rechnungen und Mahnungen per Post erhalten. Möglicherweise hat man mich online angemahnt, jedoch hatte ich noch nicht einmal einen Zugang zu meinen Online-Rechnungen. Auch die Sperrung meines Handys und die Vertragskündigung hat Vodafone mir postalisch nicht angezeigt.

Ich beglich die Forderungen bis zur Sperrung des Handys und teilte der Inkasso-Firma und Vodafone mit, dass ich weitergehende Forderungen nicht anerkenne. Zudem teilte ich Vodafone mit, dass ich durchaus bereit wäre, meinen Vertrag zu den alten Bedingungen fortzusetzen. Hätte sich Vodafone darauf eingelassen, wäre ich heute noch Kunde und Vodafone hätte für ca. vier Monate kein Geld von mir bekommen. Vodafone zog die Forderung jedoch bis zum Mahnbescheid und bis heute durch und wird mich und sämtliche Familienangehörigen nie wieder als Kunden gewinnen können.

Im guten Glauben, mich im Recht zu befinden, suchte ich nach Erhalt des mahnbescheides anwaltliche Hilfe. Mein Anwalt meint nun aber, das meine Angabe, ich hätte keine Schreiben der Fa. Vodafone bekommen, vor Gericht nicht haltbar wäre. Dies würde mir kein Richter abnehmen. Dummerweise ist es aber so! Möglichweise habe ich vielleicht doch Schreiben der Fa. Vodafone erhalten, diese aber für Werbebriefe gehalten und weggeworfen. Mit einem eingeschriebenen Brief wäre ich viel eher auf die missliche Lage aufmerksam geworden. Oder ein Anruf der Fa. Vodafone auf meinem Handy hätte auch sofort zur Problemlösung geführt...

Jetzt will mein Anwalt mit der Inkasso-Firma in Kontakt treten und diese zu einer Reduzierung der Forderung bewegen. Irgednwie kommt mir das sehr komisch vor. Wenn mein Anwalt mir sagt, ich hätte vor Gericht keine Chancen, warum sollte sich die Inkasso-Firma dann auf eine Reduzierung der Forderung einlassen.

Irgendwelche Meinungen oder Ratschläge zu dem Fall?

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