Ein Angebot zum Schöpfungs Tag 1?

4 Antworten

Eine ähnliche Frage wurde vor etwas mehr als einer Stunde schon einmal gestellt, wenn auch bezogen auf die ganze Schöpfungsgeschichte. Ich zitiere im Folgenden, meine zu der anderen Frage gegebenen Antwort:

Nur mal so nebenbei gefragt: Warum "muss" man Kindern etwas aufdrängen? Wirklicher Glaube kann sich nur freiwillig entwickeln, aber nicht indoktriniert werden. Jemand, der als Erwachsener meint, dass Kindern unbedingt eine religiöse Lehre aufgezwungen werden muss, der sollte erst einmal selbst darüber nachdenken, was der Kern der Lehre Jesu Christi ist - was natürlich erfordert, die Bibel selbst so klar zu lesen, wie sie geschrieben worden ist, und nicht das, was durch Interpretation daraus zurecht gedreht wird, um sie mit einer Kirchenlehre irgendwie in Einklang bringen zu wollen.

Abgesehen davon geht es bei der Schöpfungsgeschichte allenfalls um die ersten beiden Kapitel des Buches Genesis / 1. Buch Moses. Wenn man auch nur etwas Phantasie hat, kann man die jeweiligen Schöpfungstage bildlich darstellen. (Bilder gibt es dazu mehr als genug im Internet.) Dazu dann noch die Geschichte erzählen und eventuelle Fragen beantworten, wozu man aber doch etwas mehr von der Bibel kennen sollte, als nur die betreffenden Kapitel.

Quelle: https://www.gutefrage.net/frage/kindern-den-schoepfungsberichr-nahe-bringen?foundIn=list-answers-by-user#answer-209430314

Eben nicht - wirklicher Glaube kann nur in der Gemeinschaft erfahren werden.

Du gehst von einem "idealen" Menschen aus, der sein Weltbild, auch sein spirituelles, auf seiner eigenen Ratio aufbaut. Wenn Du aber Religionen in der Wirklichkeit betrachtest, dann sind sie immer vor allem ein soziales Phänomen. "Jeder soll nach seiner Facon selig werden" - dazu sind nur wenige Menschen in der Lage.

Nachträglich austreten ist einfach - das beweist ein Blick auf die realen Zahlen.

Nachträglich ohne entsprechende Wurzeln einen Halt im Glauben finden ist ungleich viel schwerer - ich kenne etliche Menschen (z. B. aus der ehemalilgen "DDR"), die gerne glauben möchten und "auf der Suche" sind, weil ihnen eben diese Wurzeln fehlen.

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@BigBene

Eben nicht - wirklicher Glaube kann nur in der Gemeinschaft erfahren werden.

In dem Fall bin ich ein Paradoxon, denn mein Glaube kam immer von mir selbst aus, ich suchte nur nach einer Gemeinschaft, die meinem Glauben möglichst nahe kam.

Du gehst von einem "idealen" Menschen aus, der sein Weltbild, auch sein spirituelles, auf seiner eigenen Ratio aufbaut.

Wäre dem in Bezug auf mich selbst so, dass mein Glaube allein auf meinem Verstand aufbauen würde, so könnte ich problemlos auf alles so sehr vertrauen, woran ich glaube, sodass ich all dies auch nutzen könnte, dem ist aber bisher in vielen Dingen nicht so - demnach wäre ich auch in diesem Fall ein Paradoxon.

Wenn Du aber Religionen in der Wirklichkeit betrachtest, dann sind sie immer vor allem ein soziales Phänomen.

Dagegen habe ich nichts geschrieben, denn ich schrieb nicht von Religionen, die ja Organisationen sind, sondern vom Glauben, also einer persönlichen Charaktereigenschaft.

Nachträglich austreten ist einfach - das beweist ein Blick auf die realen Zahlen.

Heutzutage in der uns bekannten Gesellschaft glücklicherweise. Das war nicht immer so. In manchen Religionen kommt dies auch heute noch einem Todesurteil gleich.

Nachträglich ohne entsprechende Wurzeln einen Halt im Glauben finden ist ungleich viel schwerer

Da kenne ich eigentlich nur Gegenbeispiele. Schwerer ist es, wenn man in einer Glaubensrichtung unter persönlichem Druck stand und sich dann umorientieren möchte. Baut man aber auf einem persönlichen Glauben auf, so wie ich, so hat man immer eine Basis, auf der man aufbauen kann, die einem als Orientierung und Maßstab dient und die nicht verloren geht, egal was Andere darüber denken.

(z. B. aus der ehemalilgen "DDR")

Ich stamme auch aus der DDR, war 13, als die Mauer gefallen ist, und lebe auch heute noch in einem der neuen Bundesländer. Und so atheistisch war die DDR nun auch wieder nicht. Es gab evangelische Kindergärten, evangelische, neuapostolische und diverse andere Kirchen allein in der Heimatstadt meiner Kindheit. (Wie ich erfahren habe, hat auch die Kirche, der ich mich vor etwa 10 Jahren anschloss ebenfalls die DDR auf deren Gebiet überdauert.)

die gerne glauben möchten und "auf der Suche" sind, weil ihnen eben diese Wurzeln fehlen.

Wenn einem Religion wichtig ist, würde ich empfehlen, heilige Schriften selbst durchzulesen, ohne sich dabei von religiösen Lehren von Anfang an beeinflussen zu lassen, diese Schriften miteinander vergleichen, in dem was einem im persönlichen Glauben wichtig ist, und dann nach in Frage kommenden Religionen suchen, die in ihrer Lehre diesen Eigenschaften entsprechen, mit entsprechenden Werten, die einem vertretbar erscheinen, umsetzen, und dies auch nur insofern, wie es dem Suchenden angemessen erscheint. Und solch eine Religion, habe ich in Bezug auf fast alle Punkte meines persönlichen Glaubens gefunden.

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Generell solltest du dir erst einmal überlegen, welche Hauptintention das Angebot verfolgen soll. Was soll das Lernziel bei der Beschäftigung mit dem Thema sein? Hier ein Beispiel:

  • Die Kinder sollen mit der biblischen Überlieferung der Schöpfungsgeschichte konfrontiert werden, um eigene Perspektiven und Sinnzuschreibungen für die Natur zu finden.

Der Bibeltext aus Genesis 1 dient hier als "Lerngegenstand". Die Frage ist also: Was können Kinder anhand dieses Textes, bzw. anhand der Erzählung vom ersten Schöpfungstag lernen?

Eine kleine, aber sehr wichtige Anmerkung: Beim Thema Schöpfung wird der Konflikt zwischen Naturwissenschaft und Glaube besonders deutlich. Deswegen ist folgende Trennung der beiden Bereiche sehr sinnvoll: Naturwissenschaft sagt uns, WIE die Natur funktioniert und WIE Dinge entstanden sind. Die Schöpfungslehre versucht eine Antwort darauf zu geben WARUM die Welt so entstanden ist (Die Sinnfrage). 

Einige praktische Impulse, die die Perspektive der Kinder zu diesem Thema erweitern und möglichst nicht verengen wären beispielsweise:

  • Stellt euch vor, es gäbe nur Tag. Wie wäre das?
  • Stellt euch vor, es gäbt nur Nacht. Wäre das gut?
  • In der Bibel wird berichtet, dass Gott Tag und Nacht gemacht hat. Was glaubt ihr, warum er das gemacht hat?

Eine Hauptaussage des Bibeltextes ist: Es ist sehr gut, dass es Tag  und Nacht gibt. Du könntest mit den Kindern ja etwas basteln/gestalten, was genau diese Aussage deutlich macht, z.B. ein großes Bild, mit einer Hälfte Tag und einer Hälfte Nacht. Dann lass die Kinder die einzelnen Hälften mit Motiven gestalten, die die Schönheit von Tag und Nacht deutlich machen.

Ich hoffe, diese Anregungen helfen dir weiter. Ansonsten findest du unter folgendem Link auch sehr viel Material:

http://www.rpi-virtuell.net/tagpage/51B77216-D142-4188-B70A-3E70FA5B29B4

Hallo FreakNimrod,

endlich mal den Text in einem vernünftigen Zusammenhang gesehen.

Wichtig ist vor allem, dass die Fragestellerin selbst ein fundiertes Verhältnis zum Text hat. So kann sie ein Angebot machen, das sachlich richtig, altersgemäß ist und bei dem man an Informationen auch später nichts mehr korrigieren muss.

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Hallo Mirana90,

vielleicht gibt es Tipps, wenn du zunächst mal sagst, wer du bist: Schülerin oder Studentin im Praktikum, Lehramtsanwärterin, Lehrerin, Katechetin…?

Dann: Um welche Art von Schule handelt es sich? Ist es direkt der Religionsunterricht?

Soll es ein Einstieg in eine Stunde sein, die gesamte Stunde oder eine Unterrichtseinheit zur Schöpfung?

Welche Altersstufe und welche Voraussetzungen liegen vor? (Es ist ein Unterschied, ob man die Inhalte mit Kindern des ersten Schuljahres oder des 3./4. Schuljahres bespricht,die bereits Kommunionunterricht hatten.)

Welche Kenntnisse haben die Kinder bereits?

Gibt es Anschauungsmaterial an der Schule?

Ist jemand an der Schule für den Religionsunterricht verantwortlich, den du fragen kannst?

ich besuche die Kinderpflegeschule und mache dort eine Ausbildung

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