Ein-/ Verkaufspreis Gewerblich?

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5 Antworten

Wenn Du die Ware bei einem "normalen" Unternehmen (=KEIN Kleinunternehmen) kaufst, dann ist im Brutto-Kaufpreis die MwSt enthalten In DE sind das 19% vom NETTO-Preis bei normalen Waren  ... also wenn Du etwas kaufst, was 100 Euro NETTO kostet, dann kommen da 19% MwSt (vom NETTOPREIS =100 Euro) drauf und der Bruttopreis ist dann 119 Euro.

Du bezahlst dann 119 Euro für die Ware ... davon zahlt der Lieferant 19 Euro an das Finanzamt. Das nennt man dann Vorsteuer.

Wenn der Käufer ein normales Gewerbe betreibt (also kein Kleinunternehmer ist), dann ist das eine Anzahlung, auf die Mehrwertsteuer die er bezahlen muss, wenn er die Ware verkauft.

Wenn Du also, als normaler Unternehmer, etwas für 100 Euro Netto (= mit MwSt 119 Euro) einkaufst und auf den Netto Preis 30 Euro aufschlägst, dann ist der neue Netto-Preis 130 Euro. Darauf musst Du dann 19% MwSt berechnen (=24.70).

Dann kostet die Ware Brutto 154.70 Euro. Davon bekommt das Finanzamt dann die MwSt, die Du berechnet hast, abzüglich der "Vorsteuer" (=19 Euro), die Du schon an den Lieferanten bezahlt hast. 

Wenn Du aber ein "Kleinunternehmer" bist, dann kannst Du keine MwSt berechnen und auch keine Vorsteuer abziehen. (das ist der Fehler von diesen dämlichen Kleinunternehmer-Status).

Als Kleinunternehmer bezahlst Du also 119 Euro an den Lieferanten. Wenn Du dann 30 Euro draufschlägst, dann kostet die Ware den Käufer 149.00. In diesem Preis ist aber keine MwSt enthalten. Der Käufer kann deshalb dann keine MwSt, als Vorsteuer, an der MwSt, die er bezahlen muss, abziehen. Das ist für private käufer egal .. aber Firmen kaufen da eher nichts bei Dir, weil die Ware, für sie, dann 19% teurer ist wie bei einem Händler, der kein Kleinunternehmer ist, weil Du keine Mehrwertsteuer auf dem Rechnungsbetrag bezahlst. .      

Da man auf z. B. größtenteils sowieso nur private Käufer hat, würde sich aber dann die Kleinunternehmerregelung wieder lohnen oder?

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@jason212

Ja, bei privaten Käufern, aber nur sehr gering ... die MwSt auf der Marge wird eingespart. Bei Firmenkäufern wird das für den Käufer viel teurer. Hier findest du eine Tabelle womit Du das kalkulieren kannst: http://mail2vip.com/vippages/gf/mwst calc kleinunternehmen.xls     die grün unterlegten Felder kannst Du ändern .. alles was grau ist, sind Formeln die man nicht ändern sollte.

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Ein Kleinunternehmer darf keine Steuern verlangen und kann die Vorsteuer auch nicht zurück verlangen. 

Ein normales Unternehmen kauft ein Artikel um 100€ (inkl. MwSt), er bekommt die Vorsteuer zurück somit ist der Artikel etwa günstiger im Einkauf. Dazu kommen die 19% welche er draufhauen muss, wenn er 30€ Gewinn machen will, dann muss er drauf schlagen. 

Ist es eigentlich ratsam erst als Kleinunternehmer einzusteigen?

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@jason212

Es kommt drauf an ob du EU weit einkaufst und ob du ein größeres Kapital hast. Wenn du außerhalb kaufst, dann ist es natürlich praktischer wenn du dir die Einfuhrsteuern zurückholen kannst. Wenn du innerhalb EU einkaufst, zahlst du keine Steuern somit sparst du dir einiges. Als Kleinunternehmer kannst du in der Regel dann billiger verkaufen. 

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@jason212

Warum bekommt man die 19% zurück, wenn man beim Verkaufen sowieso wieder 19% drauf addieren wird um das ans Finanzamt zu zahlen.

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@jason212

Mehrwertsteuer bedeutet, dass die Steuer immer auf dem "Mehrwert" berechnet wird ... Der erste Verkäufer zahlt auf 100 Euro 19 Euro MwSt. wenn der nächste Verkäufer dann 30 Euro aufschlägt, dann hat er ja schon 19 Euro MwSt bezahlt .. er muss nur noch 19% MwSt auf den Mehrwert (=30 Euro) bezahlen ... das sind dann 5,70 Euro = 19% von 30 Euro). Der Endverbraucher zahlt immer 19% MwSt vom Nettopreis der Ware die er kauft.

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@rv0505

@rv0505 Das was Du da sagst ist falsch: ein Kleinunternehmer kann in der EU NICHT billiger verkaufen. Beim Einkauf der Ware bezahlt er (egal wo er die Ware in der EU einkauft) die Mehrwertsteuer. Die kann er aber nicht von der MwSt abziehen, die er dann bezahlen muss, weil er als Kleinunternehmer keine MwSt direkt ans Finanzamt bezahlt. Ein richtiger Unternehmer kann in der EU (an Firmen mit einer MwSt Nummer) die Wahre liefern, ohen die MwSt zu berechnen. 

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Gilt das auch wenn man als Kleinunternehmer hantiert.

Nein. Als Kleinunternehmer weist du auch keine USt. aus und führst folglich auch keine ans Finanzamt ab.

Der EK ohne MwSt. ist 100,- €. Du schlägst 30 % Gewinnspanne drauf, also 130,- € = VK Ohne MwSt..
+ 19% MwSt. sind 154,70 € = VK incl. MwSt.

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