Eigentumswohnung verkauft - Kosten für Verwalterzustimmung

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5 Antworten

Kurzum: Ja, es ist möglich, daß der Veräußerer die Kosten der Zustimmung im notariellen Kaufvertrag auf den Erwerber abwälzen kann, denn die TE regelt lediglich das Innenverhältnis der WEer - heißt: nicht die WEG muß für die Kosten der Zustimmung aufkommen, sondern der jeweilige Veräußerer.

Im Außenverhältnis Veräußerer/Erwerber kannst Du diese Kosten jedoch per notariellem Kaufvertrag übertragen, kein Problem.

Wenn im Notarvertrag steht, dass der Erwerber die Kosten des Vetrags sowie dessen Vollzug zu bezahlen hat, sind solche Kosten auch davon betroffen oder muss sowas extra genannt werden?

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@istdochegaltom

Da der Kaufvertrag ohne VW-Zustimmung nicht vollzogen werden kann (eine Grundbuch-Umschreibung erfolgt nicht!), ja - dannkannst Du diese Kosten weitergeben.

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Wenn man einen guten Anwalt hat, wird er sich bestimmt auch um diese Nebenkosten des noteriellen Kaufvertrags kümmern. Der Kaufvertrag geht üblicherweise 2 Wochen vorher zu allen 3 Parteien, dem Verkäufer, dem Käufer und der Verwalter wird darüber informiert. So die Kosten schickt der Verwalter daraufhin mit der Zustimmung dem Anwalt. Also wenn im Vertrag sämtliche Kosten dem Käufer auferlegt werden (was nicht Üblich ist, also nur durch Annahme des Käufers erfolgt) und dieser zustimmt, ist die Sache sowieso klar und die Kosten trägt der Käufer auch für die Zustimmung des Verwalters. Vertragsrecht: Vertragsfreiheit gibts nur unter Geschäftsleuten! Privatrechtlich gilt Angebot und Annahme als Grundvoraussetzung eines Vertragsabschlusses, solange ein Vertrag nicht gegen Sitten und Gebräuche verstößt ist dieser Rechtskräftig, für Verstöße dagegen ist in Deutschland dann das BGB als Vertragsbedingungen maßgebend!

Die Verwalterzustimmung bezahlt die WEG nicht der Verkäufer. Also wenn Käufer diese Kosten lt. TE tragen muss, geht Verkäufer nicht in Vorlage sondern die Eigentümergemeinschaft. Der Käufer bekommt diese als Sonderkosten des SE berechnet -entweder im Rahmen der Jahresabrechnung oder muss diese (von mir bevorzugt) schon vorher bezahlen.

Leider steht in der TE nicht, dass der Käufer die Kosten zu tragen hat, sondern der Verkäufer. Deswegen die Frage, ob der Verkäufer die Kosten vom Käufer erstattet bekommen kann?

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Könnte der Veräußerer die Kosten auf den Erwerber "abwälzen"?

Selbstverständlich, in Deutschland gibt es Vertragsfreiheit...

Insbesondere, wenn im notariellen Kaufvertrag geschrieben steht, dass der Erwerber die Kosten des Vetrags sowie dessen Vollzug zu bezahlen hat?

Darüber kann man sich streiten, aber die Zustimmung würde wohl auch darunter fallen...

Hallo Tom,

ich denke auch, dass - wenn im Kaufvertrag steht, dass der Käufer die Erwerbskosten trägt - du sie vom Käufer erstattet verlangen kannst.

Hab´s bisher nirgends anders gesehen.

Diese Kosten werden von der WEG bezahlt - ergo bekommt V diese nicht erstattet sondern die Eigentümergemeinschaft.

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@Tabaluga1961

Taba, die TE/Gem.-Ordnung ist die Summe der Vereinbarungen aller WEer. Diese haben sich also im Innenverhältnis vereinbart, daß die Kosten der VW-Zustimmung zur Veräußerung nicht von der WEG, sondern vom jeweils veräußernden WEer zu tragen sind.

Was dieser wiederum kaufvertraglich im Außenverhältnis regelt, ist völlig offen.

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@geige

hi geige, dann ist das früher in unserem Büro immer falsch gelaufen. Die Rechnung über die Verwalterzustimmung hat immer der Verwalter bekommen und auch bezahlt - vom WEG Konto.

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