Eigentumsnachweis Pferd?

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7 Antworten

Erster Nachweis, das einem das Pferd gehört, ist die Eigentumsurkunde, wer die in Händen hält ist der Eigentümer.

Der Equidenpass kann geändert werden, muß aber nicht - er ist lediglich ein Pass, der das Pferd ausweist, die Daten zum Eigentümer bzw. Besitzer sind da zweitrangig.

Je nach dem wann der Haftpflichtfall eintrifft, haftet der Eigentümer bzw. Halter. Wenn man also ein Pferd kauft, das mit Übergabe den Eigentümer wechselt, dann haftet man auch schon ab Abholung für dieses Tier - also besser eine Haftpflicht vor dem Abholen abschließen.

Sollte der alte Eigentümer weiterhin der Halter sein, dann kann die Versicherung auch weiter auf ihn laufen.

Bsp.: Pferd wird von A an B verkaut, verbleibt aber auf dem Hof von A, dann kann die Pferdehalterhaftpflicht weiterhin auf A ausgestellt bleiben. Ohne das dieser der Eigentümer ist.

Es kann immer eine Person die Haftpflichtversicherung für dritte übernehmen. z.B. kann ich ein Auto versichern, das zwar nicht mir gehört, das ich aber halte (benutze).

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Kommentar von Urlewas
13.09.2016, 07:31

Vielen dank, das ist sehr informariv!

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Als neuer Eigentümer - egal ob Schenkung oder Kauf- musst Du Dich immer  selber darum kümmern, dass der Equidenpass geändert wird. Dazu schickst Du ihn, zusammen mit der Kopie der Eigentumsurkunde/ dem Abstammungsnachweis per Einschreiben zur FN. Vorher druckst Du Dir das Formular zum Eigentumswechsel aus

http://www.pferd-aktuell.de/fn-service/besitzwechsel/besitzwechsel 

füllst das aus und packst das dazu.

Gibt es keine Papiere, reicht eine Kopie des Kaufvertrags, bzw. der Hinweis, dass per Handschlag gekauft wurde und die Daten des Verkäufers.

(Sollten Papiere verloren gegangen sein, kann man die bei den zuständigen Verbänden neu beantragen. Dafür muss aber derjenige, der sie verloren hat, eine entsprechende notarielle Verlust-Erklärung abgeben.)

Im Moment des Eigentumübergangs gilt die Versicherung nicht mehr. Deshalb sollte man schleunigst eine entsprechende abschließen. Wichtig - die Schadensumme sollte so hoch wie möglich sein, denn es braucht "nur" einen unglücklichen Tritt und ein Mensch kann unter Umständen ein lebenslanger Pflegefall sein - da sind 2 Mio Deckungssumme unter Umständen leider nicht genug.

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Kommentar von Urlewas
13.09.2016, 07:32

Vielen dank!

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Grundsätzlich gilt formaljuristisch gesehen beim Pferdekauf immer noch der Handschlag.

Der neue Eigentümer braucht sich nicht unbedingt eintragen zu lassen. Das passiert übrigens normalerweise auf der Abstammungsurkunde.

Bei rechtlichen Problemen, insbesondere bei Schadensfällen sieht das jedoch schon anders aus. Die Versicherungen wollen in der Regel einen Nachweis. Aber: Wenn eine Versicherung für das Pferd besteht und weiter bezahlt wird, übernimmt sie auch einen eventuellen Schaden.

Auch eine Schenkung kann man schriftlich fixieren. Das geht relativ einfach und formlos. Damit hat man dann aber einen Nachweis für den Zweifelsfall.

Nebenbei: Besser als eine Schenkung ist immer ein Verkauf gegen eine Schutzgebühr (z.B.:von 1,-€).

LG Calimero

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Kommentar von friesennarr
12.09.2016, 10:42

Auf der Eigentumsurkunde ist kein Besitzwechsel vorgesehen.

Derjehnigeder die Eigentumsurkunde in Händen hält, ist der Eigentümer - immer. Das steht nur der Züchter drauf und sonst niemand mehr.

Der Vertrag und der Pferdepass (der kann geändert werden) sind mit Namen und Zeitpunkt versehen.

Wenn also jemand die Eigentumsurkunde hat, dann ist er zweifellos der Besitzer des Pferdes. Wie beim Fahrzeugbrief auch.

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Hallo Urlewas,

ja seit dem 01.07.2009 benötigen alle Eqiden einen Eqidenpass. Ohne diesen kannst du auch kein Pferd kaufen.

Theoretisch kann ein Kaufvertrag oder eine Schenkung auch mündlich, also per Handschlag, zu Stande kommen. Dieser ist auch rechtlich bindend.

Dies ist aber bei einem Pferd nicht zu empfehlen, da es besser ist wenn du einen schriftlichen Nachweis hast. Bei einem Streitfall benötigst du sonst Zeugen und es steht Aussage gegen Aussage gegenüber.

Einen Übergang der Versicherung an den Käufer kenne ich persönlich nur bei Immobilien. Die wirst du wohl neu abschließen müssen.

Nathan

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Laut deutschem Handelsrecht ist ein Vertrag, welcher per Handschlag besiegelt wurde, genauso gültig wie ein schriftlicher Vertrag mit gegenseitiger Unterschrift. 

Da heute aber leider Hinz und Kunz sofort bei Unstimmigkeiten zum Anwalt rennt, würde ich das aber nur mit unvoreingenommenen Zeugen (also nicht deinen Mann, Kinder besser ist eine Freundin oder noch besser ein TA) via Handschlag machen oder dann gleich einen Vertrag aufsetzen und gegenzeichnen lassen. 

Wer sich mündlich einen Vertrag ergibt, bekommt im Normalfall eine eigentumsurkunde in welcher der rechtmäßige Neue Eigentümer eingetragen ist. Beim schriftlichen Kaufvertrag sollte dieser Abschnitt mit aufgeführt sein und gilt somit als Eigentumsnachweis, soweit von beiden Seiten unterschrieben und erfüllt. 

Link schicke ich gleich, Pc muss erst hochfahren. 

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Kommentar von beglo1705
12.09.2016, 09:48

https://www.bbx.de/wann-ist-ein-vertrag-rechtsgueltig/

Der obere Link ist einigermaßen auf "deutsch" geschrieben, so dass man verstehen kann, um was es im Vertrag geht und welche Auswirkungen das haben kann.

Zu der Frage mit der Haftpflicht: es haftet der Eigentümer, nicht der Besitzer, es sei denn es wurde unter Vorsatz/mit Absicht gehandelt.

Der Vertrag mit der Versicherung wird nicht unbedingt nichtig, dennoch sollten hier unbedingt der neue Eigentümer samt Anschrift etc. neu aufgenommen werden. Nicht jede Versicherung macht das aus "gutdünken" und wohlgefallen, wenn der Geschädigte nicht der Vertragspartner der Versicherung ist.

Eine Schenkung ist nicht die ideale Lösung, besser wäre hier einen Buchwert von irgendwo 10€ oder so anzusetzen.

Der Equidenpass hat mit dem Eigentum in dem Sinne nichts zu tun, ist also kein rechtsgültiger Nachweis, aus dem zweifelsfrei hervorgeht wem das Pferd nun gehört. Theoretisch könnte ich mich (da ich alle Equidenpässe der Einsteller bei mir im Büro aufbewahre) überall eintragen und wäre somit gleich Eigentümer, aber so läuft´s halt nicht ;-)


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Kommentar von friesennarr
12.09.2016, 10:41

Auf der Eigentumsurkunde ist kein Besitzwechsel vorgesehen.

Derjehnige der die Eigentumsurkunde in Händen hält, ist der Eigentümer - immer. Das steht nur der Züchter drauf und sonst niemand mehr.

Der Vertrag und der Pferdepass (der kann geändert werden) sind mit Namen und Zeitpunkt versehen.

Wenn also jemand die Eigentumsurkunde hat, dann ist er zweifellos der Besitzer des Pferdes. Wie beim Fahrzeugbrief auch.

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Hallo :) Also in der Regel kriegt man ein extra Dokument und wenn du das besitzt bist du der Eigentümer. Der eqzidenpass hat damit nichts zu tun und ist auch kein Nachweis. Lg

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Kommentar von SuperB18
12.09.2016, 09:45

Das Extradokument ist die Eigentumsurkunde. Wer diese in den Händen hält ist der Eigentümer und haftet auch bzw muss die Haftpflichtversicherung organisieren.

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Kommentar von Urlewas
13.09.2016, 07:40

Herzlichen Dank

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Beim Handschlag ist ein mündlicher Vertrag zustande gekommen.

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