Eigentümerwohngemeinschaft - Verwaltung macht keine Nebenkostenabrechnung mehr

3 Antworten

Dann wird wohl einer von euch beiden die Initiative übernehmen müssen - sonst zahlt ihr als Eigentümer auch Kosten mirt, die die Mieter verursachen - aber ohne daten zu haben, weiß man das halt nicht genau.

Holt euch Angebote von professionellen Hausverwaltungen ein. Beruft eine Eigentümerversammlung ein - bestelt einen neuen Verwalter (muss dann einstimmig sein) und lasst die Abrechnung dann den neuen Verwalter machen. Der wird auch ein Konto einrichten und später die Versammlung einberufen und protokollieren - denn irgenwann werden ja auch mal Investitionen / Reparaturen für die Gemeinschaftsheizung fällig werden.

Ihr könnt euch mal mit dem WEG-Gesetz befassen, da steht alles drin.

Das bedeutet, euer Miteigentümer muss seinen Vertrag mit dem Verwalter kündigen - ihr schließt als WEG einen neuen Vertrag (kann ja auch der jetzige Verwalter sein). Euer Miteigentümer muss dann halt einmal alle Unterlagen üebrgeben. Der Verwalter richtet ein neues Konto ein und darüber würden dann alle Zahlungen laufen.

Nachteil für euch beide, die anteiligen Kosten ds Verwalters müsst ihr zahlen - denn das hat mehr oder weniger ja euer Miteigentümer bisher kostenlos für euch gemacht.

Die Mieter haben mit der Verwaltung nichts zu tun.

Ihre Ansprüche richten sich gegen den Vermieter. Anspruchsgrundlage ist der Mietvertrag. Mit anderen Worten: Der Vermieter muß sich um deren Abrechnung selbst kümmern.

Die Abrechnung der Wohnungseigentümer ist Sache des Verwalters. Dieser hat, anders als in der Mietabrechnung, nach dem Abflußprinzip, mit Ausnahme den Bestimmungen der Heizkostenverordnung, abzurechnen (Der Vermieter muß nach dem Leistungsprinzip mit seinen Mietern abrechnen). Aufgrund der unterschiedlichen Abrechnungsarten kann ich euch nur zwei Dinge empfehlen:

  1. Auf keinen Fall solltet ihr die Verwaltung selbst übernehmen.
  2. In jedem Fall solltet ihr euch an eine professionelle Verwaltung wenden, die ihr dann zum Verwalter (des gemeinschaftlichen Eigentums) bestellt.

Der Vorteil ist, dass ihr eine geordnete Abrechnung erhaltet und somit Nachbarschaftsstreitigkeiten vermeidet. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Vermieter mit dem Verwalter auch eine Vereinbarung über die Erstellung der Betriebskostenabrechnung für seine Mieter treffen (und natürlich auch bezahlen) kann. Das Wohnungseigentumsrecht ist zu kompliziert geworden, als das es heute noch möglich wäre sich selbst zu verwalten.

Das ist ein sehr komplexes Thema, welches wahrscheinlich nur ein versierter rechtsanwalt lösen kann. Würde ich mit dem anderen Eigentümer schnellstmöglich machen, bevor sich der "Vermieter" evtl. mit dem Geld aus dem Staub macht.

Mit dem Geld aus dem Staub machen kann er sich mit unserem Geld nicht, da wir auf das Konto ca. nur die Kosten monatlich vorzahlen, die eh tatsächlich dann anfallen. Es werden also keine Rücklagen etc gebildet. Es ist sogar bei mir eher so, dass ich nachzahlen müsste, sofern die Rechnung korrekt erstellt wird jedes Jahr. Von daher ist es ja doppelt unverständlich, warum der Vermieter sich nicht drum kümmert. Es geht ihm also sicher nicht ums Geld oder darum, zu bescheissen, sondern er hat einfach keinen Bock, irgendwas zu machen oder sich zu kümmern.

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Rechtsanwälte können dir etwas über das Verkehrs- oder Familienrecht erzählen. Vom Wohnungseigentumsrecht verstehen die wenigsten Rechtsanwälte etwas. Diese Thema kommt in ihrem Studium nicht vor.

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