Eigentümerin von Hitlers Geburtshaus wurde enteignet - Eure Meinung dazu?

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8 Antworten

Nachdem ich mir nun einige Berichte durch gelesen habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen "Ich kann es verstehen und akzeptieren." Der Staat hat sich länger ergebnislos bemüht das Haus zu kaufen, hat seit 2011 Miete für ein nicht mehr genutztes Haus weiter gezahlt,  um das Hausrecht zu behalten. Warum hat die Eigentümerin einen behinderten gerechten Umbau verhindert und damit die Behindertenwerkstatt zum Auszug gezwungen? 

Was ich noch nicht  gefunden habe, sind die Argumente der Eigentümerin, warum sie es nicht verkauft hat. 

Das übliche Argument zu geringer Kaufpreis, kann ich mir in dem Fall nicht vorstellen. Ich kann verstehen, dass der Staat dieses Haus, insbesondere die Nutzung unter "Kontrolle" haben möchte. 

Für die Geschichte wäre es sicherlich günstiger, wenn dies über eine gütliche Einigung erfolgt wäre. Den mal geplanten Abriss hingegen, halte ich für äußerst unklug.  Damit wäre in meinen Augen der Grundstein gelegt für eine Kult- und Pilgerstätte. Hitler wird immer zur Geschichte gehören, welche Gedanken und Meinungen jeder einzelne damit verbindet, kann der Staat eh nicht verhindern. 

Ob diese Enteignung jetzt erforderlich war, oder ob hier vom Staat einfach die falschen Verhandlungspartner für einen Kaufvertrag ins Rennen geschickt wurden , kann ich nicht beurteilen.  

Enteignung (ich denke die Gesetze dürften ähnlich sein wie bei uns in Deutschland) .. ist möglich im öffentlichen Interesse, und das definieren nun Mal die gewählten Volksvertreter. 100% Zustimmung gibts nicht in einer Demokratie.

Der Enteignete darf keinen Nachteil erleiden, wird also angemessen entschädigt.

Öffentliches Interesse sehe ich sehr wohl, zu verhindern dass da eine Kultstätte für Neonazis ensteht. Denkmalschutz sehe ich genauswenig wie einen bedeutenden Ort der Geschichte / Kulturgut. (so wie das Berliner Olympiastadion, da kommt auch keiner auf die Idee, das abzureissen, weil der Bauherr AH war). 

Hallo CODWWII

Ich finde es absolut unpassend jemandem sein Eigentum wegzunehmen nur um politische Interessen durchzusetzen hier wird Symbolpolitik auf dem Rücken eines Bürgers ausgetragen.

Mal davon ab war die Enteignung wohl unnötig das Gebäude wurde völlig normal genutzt als Schule, Werkstatt für Menschen mit Behinderung und am Ende stand es eben leer wie auch viele andere Gebäude in Städten heutzutage, die Eigentümerin hat nie eine Kultstätte für Neonazis draus gemacht.

Ziel der Politik soll es ja gerade sein das Gebäude durch Umbauten unscheinbar zu machen, viel unscheinbarer wäre es aber geblieben hätte man diesen Streit nie in die Öffentlichkeit getragen und das Gebäude eben einfach weiter normal genutzt und die Umbauten in Absprache mit der Besitzerin durchgeführt immerhin bot sie das zuletzt sogar an.

Jetzt wurde das Gebäude der rechtmäßigen Besitzerin weggenommen um es dann einem Verein zur Verfügung zu stellen, ich vermute es ging mal wieder nur um Macht der Staat hätte gerne die volle Verfügungsgewalt und bedient sich seiner eigenen Instrumente um sein eigenes Interesse durchzusetzen, sorry aber wer im Rahmen eines Amtes Dinge entscheiden darf sollte seine Macht nicht für eigene Interessen einsetzen.

LG

Darkmalvet

In erster Linie geht es darum, dass das Haus keine Wallfahrtsstätte für Neonazis wird. Zudem wird das Haus saniert und der Lebenshilfe zur Verfügung gestellt. All das wäre unter der Besitzerin nicht passiert und auch nicht gewehrleistet gewesen, ob wohl sie das zuletzt dann doch behauptet hat.

Die Enteignung fand ja auch nicht erst heute statt, sondern wurde heute lediglich vom VfGH bestätigt.

Darkmalvet 30.06.2017, 15:35

In erster Linie geht es darum, dass das Haus keine Wallfahrtsstätte für Neonazis wird.

War es nie das hat die Besitzerin nie zulassen sie hat Gebäude immer normal genutzt wie jedes andere auch.

Für mich ist die Enteignung ein Machtmissbrauch.

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Dieses Haus in Braunau haette schon laengst abgerissen werden sollen.

Wenn sich hier die Besitzerin geweigert hat, fuer einen vernueftigen Preis natuerlich, nicht zu verkaufen, dann ist das nur eine logische Schlussfolgerung. Dieses Haus war ja immer noch ein Relikt aus der braunen Vergangenheit.

Sogar Lenin und andere kommunistischen Symbole (Erichs Lampenladen) wurden abgerissen. 

Hardware02 30.06.2017, 15:41

Etwas einfach abzureißen ist jedenfalls der falsche Weg!

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zetra 30.06.2017, 15:57
@Hardware02

Ich habe ja schon geschrieben was in DE so alles abgerissen wird, jetzt sind es in Potsdam ganze Wohnsiedlungen, um den Barock von Friedrichn dem Zweiten genuege zu tun.

In Oestereich wuerde Hitler sein Geburtshaus weiterhin den Alt- und Neunazies als Denkmal ihrer untergegangenen Verbrecherzeit dienen. Somit ist dieser Abriss zu begruenden und auch noch vernueftig. Enteignung ist ja bestimmt nicht Entschaedigungslos?

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Schwachsinn, anstatt etwas sinnvolles damit zu machen (es war mal eine Behindertenwerkstatt darin) lässt man es ungenutzt bis man darauf kommt dass man es unbedingt verändern/zerstören muss.

Es direkt der Eigentümerin wegzunehmen ist übertrieben.

Ich bin (mit allerdings nur oberflächlicher Kenntnis der Sachlage) der Meinung, dass der Verfassungsgerichtshof korrekt entschieden hat.

Meinetwegen kann das Haus auch im Inn versinken.

Gruß, earnest

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