eigentümergemeinschaft - heizkörper entfernen

6 Antworten

Besonders findige Wohnungseigentümer glauben einen Weg zur Einsparung von Heizkosten darin gefunden zu haben, dass sie einzelne oder mehrere Heizkörper in ihrer Wohnung demontieren oder demontieren lassen, was per Saldo dazu führt, dass an einem nicht mehr vorhandenen Heizkörper logischerweise auch kein Verbrauch mehr gemessen wird. Zwar bleibt der dann heizkörperfreie Wohnraum nach wie vor an den Festkosten entsprechend seiner qm-Größe beteiligt, jedoch entfallen insoweit die verbrauchsanteiligen Heizkosten. Da Wohnungs-Heizkörper im Sondereigentum stehen wähnen sich die betreffenden Wohnungseigentümer mit den von ihnen veranlassten Demontagen, von denen die Verwaltung regelmäßig keine Kenntnis erhält und die auch von den Heizabrechnungsfirmen bei den jährlichen Ablesungen nur selten registriert werden, im Recht. Um es vorweg zu nehmen: Heizkörper-Demontagen in Eigentumswohnungen sind nach langjährig gefestigter Rechtsprechung rechtswidrig und deshalb unzulässig.

Die obergerichtliche Rechtsprechung hat seit vielen Jahren übereinstimmend die ersatzlose Entfernung von Heizkörpern in Eigentumswohnungen für rechtswidrig und deshalb unzulässig erklärt. So hat unter anderem das Bayerische Oberste Landesgericht (BayObLG) mit Entscheidung vom 20.03.1985 (2 Z 141/84) – DWE 1985,107 – einen Wohnungseigentümer in einem durch 3 Instanzen geführten Verfahren verpflichtet, mehrere von diesem („um Heizkosten zu sparen“) demontierte Heizkörper wieder anzubringen. Das BayObLG widersprach auch dem Einwand des Wohnungseigentümers, dass es sich bei den Wohnungs-Heizkörpern um Sondereigentum handele, mit dem er gemäß § 13 Abs. 1 WEG nach Belieben machen könne was er wolle, sie somit auch entfernen könne. Ähnlich entschieden hat auch das Oberlandesgericht Hamm (OLG) am 26.06.1987 (15 W 438/85) und die Entfernung eines Wohnungs-Heizkörpers für rechtswidrig erklärt. Gleiche Rechtsauffassungen werden auch in der WEG-rechtlichen Literatur vertreten: Nach Groß-Kommentar BÄRMANN/Pick/Merle, 7. Auflage werden unter Rdnr. 27 zu § 14 WEG den Sondereigentums-Rechten im Falle von Störungen und Beeinträchtigungen Grenzen gesetzt; dies gelte u.a. auch für das Abmontieren eines Heizkörpers, weil dadurch Störungen der gemeinschaftlichen Heizanlage zu gewärtigen sind. MÜLLER führt in NJW-Schriften 43, 4. Auflage (Praktische Fragen des Wohnungseigentums) unter Rdnr. 83 aus, dass selbst die etwaige Entfernung eines einzigen Heizkörpers die Funktion des zentralen Heizungssystems beeinträchtigen könne. Die gleiche Rechtsauffassung vertritt SAUREN in seinem WEG-Kommentar 3. Auflage unter Rdnr. 25 zu § 16 WEG unter Verweis auf das OLG Hamm („Kein Wohnungseigentümer ist berechtigt, die Heizkörper, auch innerhalb seiner Wohnung, abzumontieren“).

Als rechtswidrig und unzulässig hat das Hanseatische OLG Hamburg mit seiner Entscheidung vom 22.04.1999 (2 Wx 39/99) – DWE 1999,158 – auch die Entfernung eines Heizkörpers und dessen Ersetzung durch einen Heizkonvektor angesehen.

Mit und ohne diesen nicht betriebenen Heizkörper ist keine Änderung in der Abrechung erkennbar! Die Veränderung der Heizungsanlage darf die übrige Gemeinschaft nicht beeinträchigen!

Heizkörper gehören zur Wohnung und müsste Eigentum sein, also vom Eigentümer selbst zu tragende Kosten. Bei Sondereigentum sieht das anders aus. Das müsste von der Eigentümergemeinschaft beschlossen werden. Außerdem es steht in der Teilungsordnung etwas anderes. Am bessten, du liest sie dir durch.

alles was in der Wohnung ist ist Sondereigewntum. Das andere heißt Gemeinschaftseigentum.

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Hausverwaltung setzt beschlüsse der eigentümerversammlung nicht um. kann ein eigentümer alleine abmahnen oder braucht es mehrheit?

Eigentümerversammlung beschließt im April 2015 die prüfung der Heizkostenabrechnung und deren korrektur durch die Ablesefirma, per auftrag der hausverwaltung.

HV hat diese prüfung bis heute nicht veranlasst. auf briefe wird nicht reagiert. kommunikation nada.

ist dies ein schwer genug wiegender verstoß gegen die pflichten eines verwalters, die sich aus §27 Wohneigentumsgesetz ergeben, der eine vorzeitige kündigung des verwaltervertrages rechtfertigen könnte?

bedarf es dazu einer vorherigen abmahnung? wer kann die aussprechen, nur die eigentümerversammlung oder auch ein einzelner eigentümer in einer eigentümergemeinschaft aus 10 wohneinheiten?

vielen dank.

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Müssen Nachbarn einen Pavillion im Garten dulden?

Ich plane im Garten meiner Wohnung einen Pavillion für den Sommer aufzustellen. Ich bin Eigentümer der Wohnung. Muss die Eigentümergemeinschaft des Mehrfamilienhauses zustimmen oder kann ich den Pavillion einfach aufstellen und die Gemeinschaft muss das dulden?

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Wer trägt Kosten für Heizungsentlüftung?

Bitte um Einschätzung folgenden Sachverhaltes:

  • Wir sind Eigentümer einer vermieteten Wohnung mit Zentralheizung
  • Der Mieter meldet sich bei der Hausverwaltung, dass die Heizung entlüftet werden muss
  • Die Hausverwaltung beauftragt Heizungsandwerker, welcher die Heizkörper in der Wohnung überprüft und die Heizkörper entlüftet
  • Heizungshandwerker stellt Rechnung an Hausverwaltung
  • Hausverwaltung möchte von uns die Kosten erstattet haben

Fragen: - Wer trägt generell die Kosten für die Heizkörperentlüftung bei einer zentralen Heizungsanlage in einer Eigentümergemeinschaft? - Fallen die Entlüftungskosten nicht unter Wartungsarbeiten für die Heizungsanlage und sind somit Angelegenheit der WEG? - Muss ich die Kosten tragen, wenn ich gar nicht der Auftraggeber bin? (Hätte die Entlüftung auch selber gemacht) - Können die Kosten ggf. dem Mieter weiterbelastet werden? Wartungskosten Heizung? bzw. Kleinreperaturklausel?

Danke für Eure Einschätzung

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Haustiere in der Mietwohnung nur mit Zustimmung von Vermieter UND Hausverwaltung?

Da ich selbst tierlieb bin und Haustiere habe, habe ich auch meinen Mietern erlaubt, sich zwei Katzen anzuschaffen.

Im Nachhinein habe ich allerdings erfahren, daß es hierzu nicht nur meine, sondern auch die Zustimmung der Hausverwaltung gebraucht hätte.

Ich finde das etwas ungewöhnlich, weil ja einem Eigentümer normalerweise nicht vorgeschrieben werden kann, ob er "normale" Haustiere halten darf oder nicht.

Insofern dachte ich als Eigentümer eben auch, daß ich das unabhängig entscheiden kann.

Aber ist es tatsächlich so, daß die Hausverwaltung sowas festlegen kann bzw. darf man nicht mal als Eigentümer ein Haustier halten, wenn sich die gesamte Eigentümergemeinschaft dagegen ausspricht?

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Konsequenzen der Kellerumwandlung für die Eigentümergemeinschaft

Ein Wohnungseigentümer möchte den zur Wohnung gehörigen geräumigen Kellerraum in eine Wohnung umwandeln und die Wohnung an die gemeinschaftlichen Leitungen anschließen. Er möchte diese Umwandlung auf eigenes Risiko ohne Baugenehmigung durchführen. Die Eigentümergemeinschaft stimmt dem Vorhaben zu - auch dem Sachverhalt, dass die Teilungserklärung und die Grundbucheinträge nicht geändert werden.

Unabhängig vom hohen Risiko, welches der Eigentümer des Kellerraums eingeht, stellt sich die Frage, ob die Eigentümergemeinschaft, die dieses nicht ordnungsgemäße Vorhaben duldet, irgendwelche Nachteile hat oder Probleme bekommen könnte. Etwa im Schadensfall, der von der neuen Kellerwohnung ausgeht. Könnte die Versicherung Schwierigkeiten bereiten, könnte die Gemeinschaft vielleicht sogar den Schutz verlieren? Oder wenn der Staat dahinter kommt, dass der Eigentümer ohne Baugenehmigung gebaut hat und die Gemeinschaft das geduldet hat, also quasi Mitwisser ist, dieses Fehlverhalten aber nicht gemeldet hat. Gibt es dazu Beispiele oder Urteile, wie mit solchen Situationen umgegangen wurde oder wird?

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