Eigentümergemeinschaft - Dachsanierung

6 Antworten

Die Mehrheit siegt. Ob allerdings eine Sanierung Besserung bringt? Kenne 2 Fälle aus dem Bekanntenkreis, trotz mehrmaligen Sanierungen konnte der Schaden nie behoben werden; bis ins EG waren Schimmelschäden, die nie beseitigt werden konnten.

Aber gekauft habt ihr ein Fachdach (wie kann ma nur!) schon, blind und ohne Kontrolle und ohne Blick in das Beschlußbuch und ohne einen ET zu befragen und ohne Gespräche mit dem Verwalter, oder?

Ich fürchte, Euer Antrag kommt gar nicht auf die Tagesordnung und Reparaturen werden mehrheitlich beschlossen und Neubaumaßnahmen, wie hier, mit qualifizierter Mehrheit und die ET, die mit NEIN stimmen, müssen auch nicht bezahlen, so jedenfalls meine Literatur. Viel Glück.

wie wird mit eigentümern verfahren, die gegen eine sanierung stimmen?

Der Mehrheitsbeschluß bindet alle WEG-Eigentümer. Wenn sich ein Mehrheitsbeschluß nicht erreichen läßt wird es natürlich schwierig. Da müßte man zunächst das Gericht bemühen und das wird nur bei dringenden Reparaturen Erfolg haben.

wie wird mit eigentümern verfahren, die keinen finanziellen beitrag leisten können?

Wie allgemein: Wer kein Geld zahlt, kann verklagt werden. Notfalls wird eben in das Eigentum an der ETW zwangsvollstreckt.

kann man die hausverwaltung in die haftung bringen, wegen grobfahrlässigen handeln?

Das verstehe ich nun wirklich nicht: Was sollte der Ansatzpunkt sein? Über grundlegende Sanierung entscheidet die Eigentümergemeinschaft. Die beschließt auch die dafür erforderlichen Sonderumlagen. Wenn Du die Hoffnung hast, dass die Hausverwaltung Reparaturen bezahlen müßte, wirst Du eine herbe Enttäuschung erleben.

Offengestanden ist das von Dir vorgetragene Problem so komplex, dass man so eine definitive Antwort nicht geben kann. Zum einen nämlich müßte man die Faktenlage in allen Details kennen. So führst Du auf, dass das Dach älter als 30 Jahre sei. Gewiß, für ein Flachdach recht viel, aber an sich noch nicht übermäßig viel. Oft werden Dächer erst nach 50 Jahren erneuert und bis dahin nur punktuell ausgebessert. Was ist denn an dem Dach so schadhaft, dass nun unbedingt jetzt generalsaniert werden muß? Diese Frage wird man Dir in der Eigentümerversammlung stellen und ich rate Dir, Dich genauestens in Deine Unterlagen einzuarbeiten und diese geradezu auswendig zu lernen. Nur so kannst Du die Miteigentümer überzeugen.

Desweiteren solltest Du versuchen, die Finanzierung in groben Züge zu planen. Sofern dazu kein Hinweis in Deinen Unterlagen sein sollte, dann schau ins Internet oder frag Dachdecker. Die Miteigentümer wollen wissen was auf sie zukommt und keinen Preis genannt zu bekommen, macht denen Angst. Überprüfe auch mal, wie hoch die Rücklagen der WEG sind.

Krähenfütterung mit Erdnüssen und ein machtloser Anwalt?

In unserer Wohnanlage (größtenteils von privaten Eigentümern bewohnt) gibt es zwei recht renitente Hausbewohner, die permanent großflächig Erdnüsse ausstreuen. Beschlüsse von Eigentümerversammlungen oder Anschreiben durch die Hausverwaltung lassen vor allem eine Bewohnerin (die obendrein auch noch dem Verwaltungsbeirat angehört) völlig unbeeindruckt. Täglich schmeißt sie haufenweise Erdnüsse von ihrem Balkon auf die Grünflächen und seitdem die Laubbläser nicht mehr aktiv sind, sammeln sich Erdnüsse und Schalen immer weiter an. Und der Krähen werden immer mehr. Der Anwalt, der von der Hausverwaltung mit diesem Thema beauftragt wurde, schreibt in einer Antwortmail nur: "In der Sache selbst haben wir Ihre Mail zum Anlass genommen uns nochmals an Frau S. zu wenden um Frau S. auf die ganze Problematik hinzuweisen. Wir haben auch angesprochen, dass durch die Fütterung der Vögel insbesondere mit Erdnüssen die Gefahr von Ungeziefer deutlich erhöht wird. Erdnüsse dürften auch nicht die richtige Nahrung für Vögel sein. Auch wurde der Hinweis auf die erhöhte Verschmutzung der ganzen Anlage verwiesen.

Wir haben auch nochmals gebeten von der Fütterung der Vögel Abstand zunehmen.

Auf der anderen Seite ist es auch für den Unterzeichner nicht möglich die Fütterung der Vögel zu verhindern. Die WEG bzw. die Hausverwaltung müsste konkret den Nachweis führen können, welche Person wann und was als Vogelfutter hingeworfen hat. Falls es im schlimmsten Fall zu einem gerichtlichen Verfahren kommen sollte, tragen die Kläger die Beweislast wann wer wie die Vögel gefüttert hat."

Also ist die Hausgemeinschaft wirklich machtlos???

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Eigentümer sind sich nicht einig!

Hallo zusammen, wir haben vor kurzem unsere Eigentumswohnung erworben. In unserer Anlage sind insgesamt zehn Parteien vertreten. Von den zehn Eigentümern wohnen jedoch nur vier Parteien im Haus. Bei der nächsten Eigentümerversammlung steht jetzt die Entscheidung darüber an ob die Fassade des Hauses vollständig saniert wird oder nicht. Die Sanierung ist unumgänglich. Leider werden wir auf der Eigentümerversammlung keine Mehrheit für die anstehende Sanierung bekommen, da der Großteil der Besitzer nicht im Haus wohnt. Laut Hausverwaltung ist die Sanierung unumgänglich da die Schäden am Gebäude sonst von Jahr zu Jahr größer werden.Nun meine Frage: Wenn die Sanierung um ein oder auch um mehrere Jahre verschoben wird weil wir keine Mehrheit bei den Eigentümern erwirken können werden sich wohl auch die Kosten der Sanierung erhöhen. Gibt es nun juristisch eine Möglichkeit die entstehenden Mehrkosten die sich aufgrund der Verschiebung der Sanierung ergeben werden allein den Eigentümerparteien aufzubürden die sich jetzt der Sanierung verweigern ? Es kann doch schließlich nicht sein das wir als Eigentümer in den nächsten Jahren immer mehr für die Sanierung des Gebäudes bezahlen müssen nur weil zum jetzigen Zeitpunkt keine Mehrheit zustande kommt ?

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