Eigens aufgestellter Vertrag für Nachhilfe rechtskräftig?

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4 Antworten

Ja wäre er. Er stützt sich auf den §615 BGB.

Du könntest dich jetzt schon auf diesen § berufen, mit dem Schriftstück wird es aber deutlicher das das Ganze ernst ist.

Wenn das Schriftstück nicht unterschrieben wird gibt es halt keine Nachhilfe mehr.

Danke, den Paragraphen hatte ich noch nicht vor Augen.

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Suche mal nach einem Vordruck, vielleicht gibt es auch so etwas schon im Internet. 

Ansonsten, wenn sich beide Parteien darauf geeinigt haben, dann ist dieser Vertrag auch rechtens, ja. 

Solltest du also 5€ verlangen, wenn Sie nicht zur Stunde erscheint und das steht da explizit so drin, dann kannst du dir das Geld auch holen. 

Eine andere Frage wäre natürlich, ob man wegen einer verpassten Nachhilfestunde direkt vor das Gericht ziehen möchte, was ebenfalls noch einmal Kosten produziert. Das musst ganz allein du wissen. 

Rst mal Danle, das hilft mir schon mal weiter. Das mit dem vor Gericht gehen, hab ich nur als beispiel reingepackt, ob der Vertrag vor diesem auch Wirkung hätte. Außerdem habe ich seit einigen Nachhilfestunden noch keine Bezahlung bekommen. Die sollte ich heute kriegen, aber die Nachhilfeschülerin ist wieder nicht erschienen.

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Hast Du ein Gewerbe angemeldet und führst Du Steuern ab? Falls nicht, würde ich mir das mit dem "vor Gericht gehen" gut überlegen.

dazu wollte ich noch in einer anderen Frage zurückkommen, nämlich, ob ich als 16 Jähriger fürs Nachhilfe-geben Steuern zahlen muss.

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@mdlami

Wahrscheinlich nicht und in der Regel wird Dir auch keiner einen Strick draus drehen, wenn Du das nicht anmeldest, aber wenn Dir jemand böse kommen will, dann ist es halt so, dass Du schwarz arbeitest.

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@SirKermit

Oh den Freibetrag kannte ich noch nicht, aber ansonsten hätte ich das mit dem Gewerbe und dem "vor Gericht gehen" grade sowieso schnell verneint.

Natürlich kann man privat auch ne Rechnung für Nachhilfe schreiben, solange man eine Steuernummer (kriegt man mit 16) hat. Die Sache mit dem Gewerbe ist nur dann relevant, wenn das ganze regelmäßig über einen längeren Zeitraum passiert.

Wenn du immer noch kleine Beträge verdienst, ist das relativ unwesentlich für das Finanzamt und die werden das nicht weiter beachten.

Bei größeren Beträgen im Monat würde ich da schon ein Kleingewerbe in Betracht ziehen, solange du nicht mehr als 17.500€ im Jahr verdienst. Dann musst du immernoch keine Steuer dafür zahlen (Kleinunternehmerregelung §19 UStG.)

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Solange du über 15 bist, kannst du so einen Vertrag selbstverständlich aufsetzen und bei Mitwirkung eines Volljährigen ist dieser dann in jedem Fall erstmal formal gültig. Wenn dann ein Erziehungsberechtigter deiner Nachhilfeschülerin unterschreibt, dann gilt der Vertrag für beide Parteien.

Dann kommts nur noch drauf an, dass der Inhalt gültig ist, weil er nicht irgendwelchen Unsinn regelt, aber ich vermute, das wirst du schon richtig machen, grade wenn es um eine Dienstleistung wie Nachhilfe geht, kann man da kaum was falsch machen, wenn man sich an das hält, was man da sowieso tut.

Du kannst dann auch nochmal hier deinen Vertragsentwurf posten und sowieso deine Eltern drüber schauen lassen, damit man dir helfen und vielleicht nochmal kleine Sachen korrigieren kann.

Dann ist der auch rechtlich sicherlich gültig und kann ebenfalls juristisch durchgesetzt werden. Aber da wird die Frage im Raum stehen, ob das für den Vertragsbetrag überhaupt lohnt, je nachdem, was du da pro Stunde nimmst.

Du solltest übrigens nicht direkt rein schreiben "Bei Nichterscheinen wird die Stunde normal berechnet", sondern eher sowas wie "Bei wiederholtem Ausfall der Stunden, welcher durch die Schülerin zu vertreten sind, wird eine Entschädigung in Höhe von .... fällig"

Du kannst ja nicht für nicht geleistete Arbeit, auch wenns nich deine Schuld ist, bezahlt werden, sondern kriegst dann einen Ersatz.

Was soll die Vollendung des 15ten Lebensjahres damit zu tun haben? Mal abgesehen davon, dass es völliger Unsinn ist, dass lediglich ein Vertragspartner von seinem gesetzlichen Vertreter zur Wirksamkeit des Vertrages vertreten sein muss. Das würde dem Minderjährigenschutz völlig entgegenstehen.

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@Ronox

Die Vollendung des 15. Lebensjahres ist ausschlaggebend dafür, dass er selbst einen Vertrag unterschreiben darf. Der Elternteil muss natürlich in jedem Fall mit unterschreiben, aber so kann er selbst auch als "Lehrer" im Vertrag auftauchen.

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