Eigenkündigung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist

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2 Antworten

Wenn du dich vertragswidrig verhältst, lann der Vertragspartner (Arbeitgeber) dich schadensersatzpflichtig machen. Du kannst also u.U. den Leiharbeiter zahlen, der für dich eingesetzt wird. Die Rechtsschutzversicherung kannst du in dem Fall vergessen. Du verletzt ja vorsätzlich deinen Vertrag. Da zahlt keine Versicherung.

schranzlich 16.06.2011, 20:15

Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute ein Gespräch für nächste Woche mit unserem Personalrat vereinbart da ich ja schon "sauber" und mit gutem Gewissen aus dem Vertrag raus will. Mal schauen was da raus kommt.

Aber um auf deine Frage zu antworten DerCam: der zukünftige AG sollte schon bis zur Rente der letzte sein es sei denn ich würde nochmal komplett die Branche wechseln. Aber in meiner aktuellen Branche ist das der Traum-Arbeitgeber :)

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Ein schlechtes Zeugnis wuerde dich nicht weiter stoeren, weil der neue AG keins von dir haben will? Da denkst du aber nur vom Duschen bis zum Zaehneputzen! Oder eben nur von einem Job zum naechsten. Oder rechnest du ernsthaft damit, dass dies nun dein letzter Arbeitgeber bis zur Rente sein wird und du nie wieder ein Zeugnis vorlegen musst?

Was glaubst du wohl, wie vertragstreu dein neuer AG sich dir gegenueber verhalten wird, wenn er dein vertragswidriges Verhalten gegenueber dem aktuellen AG toleriert? Vertragstreue wird fuer den wohl ebenso ein Fremdwort sein wie fuer dich!

Es kommt auch nicht darauf an, ob du den von dir selbst gewaehlten Zeitraum bis Ende August fuer ausreichend haeltst. Entscheidend ist allein die Kuendigungsfrist. Wenn die nun 4 Monate zum Quartalsende betraegt, dann betraegt sie eben 4 Monate zum Quartalsende (was allerdings auch fuer Tarifvertraege eine ziemlich lange Fist ist) und du kannst jetzt fruehestens zum 31.12. kuendigen. Beendest du das Beschaeftigungsverhaeltnis eigenmaechtig vorher und entsteht dem aktuellen Arbeitgeber dadurch ein nachweisbarer Schaden, so bist du hierfuer ersatzpflichtig.

Die einzige "saubere" Loesung fuer dich waere ein Aufhebungsvertrag. Das geht aber natuerlich nur, wenn dein aktueller Arbeitgeber damit einverstanden ist. Ist er es nicht, kommst du da nur "sauber" raus, wenn du die Kuendigungsfrist einhaeltst. Da der neue Arbeitgeber aber anscheinend bereits signalisiert hat, dass er den Einstellungstermin auch entsprechend verschieben koennte, sollte das eigentlich kein Problem fuer dich sein. Du wuerdest damit uebrigens auch deinem neuen Arbeitgeber zeigen, wie ernst du deine vertraglichen Pflichten nimmst. Das kann fuer das neue Arbeitsverhaeltnis nur positiv sein.

lenzing42 16.06.2011, 12:42

Dem ist nichts hinzuzufügen. DH

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