Eigenkündigung: sollte ich fristlos kündigen (lassen) oder einen Aufhebungsvertrag erwirken?

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7 Antworten

Dein AG soll Dir eine "ganz normale" betriebsbedingte Kündigung aussprechen.

Warum willst Du eine Sperre riskieren? Nur damit Dein AG, der Dir so oder so kündigt, Geld sparen kann? Lass es bleiben. Der lacht sich dann evtl. ins Fäustchen und holt nach einer Zeit, wenn die Geschäfte wieder besser laufen, wieder jemanden bei dem Fördergelder einzustreichen sind. Nur diesmal wieder den vollen Betrag.

Einen wichtigen Grund zur Eigenkündigung hast Du nicht.

Einen Aufhebungsvertrag braucht es nicht, da die Kündigungsfrist ja sowieso wahrscheinlich (falls keine anderen Abmachungen gelten) vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats beträgt. Aufhebungsverträge werden i.d.R. geschlossen um eine Kündigungsschutzklage zu vermeiden da die Kündigung evtl. nicht rechtens ist oder bei einer langen Kündigungsfrist des AN um diesen nicht mehr solange beschäftigen zu müssen. Dabei wird meist eine Abfindung angeboten.

Die rückwirkende Abmahnung vergißt Du sofort! Da ist eine Sperre vorprogrammiert, weil Du dann nicht betriebsbedingt sondern verhaltensbedingt gekündigt wirst und das ist ein Eigenverschulden.

Ein Aufhebungsvertrag hört sich an der Stelle am besten an. Damit würdest du keine Schwierigkeiten bei der Arbeitsagentur bekommen. Eine fristlose Kündigung mit evtl. Abmahnungen, die rückwirkend sind, wäre nicht sehr sinnvoll, denn hiermit würdest du eine Sperrzeit bekommen. Und selbst fristlos aus einem triftigen Grund wäre beispielsweise etwas gesundheitliches, was du attestieren musst, damit belegt werden kann, dass du aufgrund dieser gesundheitlichen Einschränkungen die Tätigkeit nicht mehr ausführen kannst. Aber es ist nicht gerade leicht, so etwas durchzusetzen. Ein Pflegefall in der Familie würde dir in dem Fall etwas bringen, weil du deine Zeit mit der Pflege eines Familienmitglied zubringen musst. Oder du ziehst aus einem bestimmten wichtigen Grund um, musst dort aber nach Arbeit suchen. Solche Dinge sind triftig... Da du aus Mangel an Arbeitsaufträgen gekündigt wirst, solltest du den Aufhebungsvertrag wählen, denn du kannst ja am wenigsten etwas dafür, wenn die Auftragslage nicht stimmt. Da muss dein Arbeitgeber durch. MfG

Ichwars83 10.03.2014, 11:24

Wie sieht es bei einem Aufhebungsvertrag mit der Rückzahlung der Fördergelder für meinen Arbeitgeber aus?

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amdros 10.03.2014, 11:49

Ein Aufhebungsvertrag hört sich an der Stelle am besten an

tut es nicht..lies die Antwort von @DerCam..und auch meine..

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Kathieg 13.03.2014, 22:44
@amdros

Nichts für Ungut, aber in meinem Fall war der Aufhebungsvertrag ohne Konsequenzen für mich. Was die Fördergelder betrifft, würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen, denn du bist derjenige, der aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Arbeitsverhältnis scheiden wird. Also sorge dich doch nicht darum, ob dein Chef diese Gelder zurück zahlen muss oder nicht. Was gibt er dir dafür? Er sollte dich auf keinen Fall kündigen, wenn für dich Nachteile entstehen... Und die werden entstehen, wenn ihr dies auch noch mit rückwirkenden Abmahnungen macht. Denn das spricht ja nicht wirklich dafür, dass du den Vereinbarungen in dem Arbeitsvertrag Folge geleistet hast und man dich abmahnen und anschließend kündigen musste. Das hört sich nach 'ner dicken Sperre an. Viel Erfolg.

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Er würde mich so oder so kündigen, da er mein Gehalt nicht zahlen kann auf dauer.

Dann sollte der AG das auch selbst machen. Er ist daran interessiert das das Arbeitsverhältnis gelöst wird. Du nicht. Also halt Dich raus und harre der Dinge.

Alles andere sind krumme Dinger und gereichen Dir ganz bestimmt nicht zum Vorteil.

Schadlos fuer das ALG 1 waeren hier nur eine betriebsbedingte Kuendigung unter Einhaltung der Kuendigungsfrist oder ein Aufhebungsvertrag zu einem Termin, zu dem auch eine fristgemaesse Kuendigung moeglich waere. Alles andere wuerde hier zu einer Sperre fuehren.

Die einzige Möglichkeit wäre wirklich 1. aus eine wichtigen Grund selbst zu kündigen oder 2. er kündigt dir aus betrieblichen Gründen.

Bei 1. muss schon in wirklich wichtiger Grund vorliegen wie z.B. gesundheitliche Gründe

Bei 2. wird der AG damit rechnen können das er zurückzahlen muss aber das kann dir eigentlich egal sein.

Bei all den 3 von Dir genannten Kündigungsgründen, würde in jedem Fall eine Sperre des Geldes erfolgen.

Kathieg 10.03.2014, 11:20

Nicht bei einem Aufhebungsvertrag, wenn du dir nichts zu schulden kommen lassen hast. (Eigene Erfahrung)

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Oldie01 10.03.2014, 11:46
@Kathieg

Und meine Erfahrung sagt wer einem Aufhebungsvertrag zustimmt bekommt eine Sperre

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amdros 10.03.2014, 11:47
@Kathieg

Kenne ich allerdings anders..wenn auch nicht aus persönlicher Erfahrung sondern von jemand, der es getan hat, und eine Sperre erfolgte..

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Familiengerd 10.03.2014, 12:36
@amdros

Bei einem Aufhebungsvertrag gibt es nur dann keine Sperre, wenn

  1. für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Frist eingehalten wird, die auch bei einer ordentlichen Kündigung durch den Arbeitgeber einzuhalten gewesen wäre, und
  2. das Arbeitsverhältnis auch ohne den Aufhebungsvertrag ordentlich betriebsbedingt (evtl auch personenbedingt) gekündigt würde.
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ihr wollt den staat betrügen und erwartet da tips? einer wird zahlen müssen.

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