Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen, hat die Kündigung davor eine Bedeutung beim Arbeitsamt?

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3 Antworten

Zunächst wird ohnehin erst einmal gründlich zu prüfen sein, ob Deine sorgfältig attestierten Gesundheitsbeschwerden im Zusammenhang mit den beiden zuletzt ausgeübten Tätigkeiten als wichtiger Grund anerkannt werden müssen, oder nicht. 

Besorge Dir daher bei Bedarf also zunächst einmal eine ausführliche Attestierung Deines Arztes. Daraus sollte möglichst stichhaltig herausgehen, weswegen er Deine gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang mit den zuletzt ausgeübten Arbeiten ansah und eine Beendigung dieser Arbeiten nahelegte.

Was die Sperrfristen betrifft, sofern sie wirklich für beide Fälle verhängt werden würden, dann bedeuten 2x12 Wochen nicht insgesamt 24 Wochen. Hier wäre zunächst einmal wichtig, zu welchem Datum Du jeweils die erste Arbeit als auch die 2. Arbeit kündigtest. Liegen zwischen erster und zweiter Kündigung MEHR als 12 Wochen, so könntest Du für die erste Kündigung nicht mehr rückwirkend sanktioniert werden. Hier wäre nur noch die 2. Kündigung sanktionierbar.

Liegen zwischen 1.und 2. Kündigung aber WENIGER als 12 Wochen, so würde Sanktion #1 ab dem Tag Deiner ersten Kündigung unabhängig von nachfolgenden Ereignissen laufen und nach 12 Wochen enden. Die Sanktionierung für die 2. Kündigung würde unabhängig von der ersten Sanktion an DEM Tag der 2. Kündigung anlaufen. ( die Sanktionen würden sich also zeitlich überschneiden )

Du würdest daher auf jeden Fall spätestens nach 12 Wochen das erste ALG I bekommen. Allerdings würde sich Deine Anspruchszeit um die resultierende Laufzeit der sich überschneidenden Einzelsanktionen reduzieren. Somit kann je nach dem zeitlichen Abstand der beiden Kündigungen Dein ALG I - Anspruchszeitraum um mindestens 12 bis maximal 24 Wochen reduziert werden.

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Kommentar von cdeines1991
26.04.2016, 17:08

Ich war im neuen Betrieb nur 5 Wochen beschäftigt. 

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Kündigung 1, hat nichts damit zu tun. Denn Du hast ja aus eigenem Antrieb eine neue Arbeitsstelle angetreten. Wie schon bei der vorherigen Frage gesagt nimm juristische Unterstützung in Abspruch.

Speziell in Deiner gesundheitlichen Situation kannst Du so viel Kräftezehrendes von Dir fernhalten.

Außerdem kannst Du nicht doppelt sanktioniert werden, für die gleiche Ausgangssituation.

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Also bei der ersten Kündigung hattest du doch nur Arbeitgeberwechsel und fielst nicht ins ALG 1. Somit kapiere ich nicht warum du ein 2. mal 3 Monate Sperre bekommen sollst. Ärztliche Atteste sind wichtig. Die solltest du vorlegen.......eventuell auch einen eigenen Bericht verfassen und Widerspruch einlegen.

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Kommentar von Parhalia
26.04.2016, 17:12

Ganz so "grundlegend einfach" ist das nicht mit den Sanktionen. 

Wenn z.B. jemand ohne "wichtigen Grund" zunächst von einer unbefristeten Stelle in eine auf kurze Dauer befristete Stelle wechselt, die dann aber erneut ohne " wichtigen Grund" nach 2 Wochen selbst  kündigt, so KÖNNTE es hier durchaus eine ( sich überschneidende ) Saktionierung für jeden der beiden Vorfälle geben.

Das ist KEINE Kritik an Deiner Antwort. 😉

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