Eigenkapitalrendite bei Immobilienkauf - Was gibt sie an?

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4 Antworten

Das was du hier beschreibst wird in der BWL als Leverage-Effekt beschrieben. Das kannst du ja mal googeln. In deinem Beispiel fehlt aber ein Gedanke. Wenn du z.B. die ganze Immobilie fremdfinanzierst und nur 1 € Eigenkapital einsetzt ist die Eigenkapitalrendite extrem hoch. (wie du in dem Rechner ja schon gesehen hast) Du musst nun aber mit dem übriggebliebenen Eigenkapital eine andere Anlage tätigen. Die gesamte Eigenkapitalrendite hängt dann im wesentlichen von der Rendite deiner Zweitinvestiton ab.

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Das kommt darauf an, ob Du eine Immobilie zur Eigennutzung oder zum Vermieten erwerben willst ;-) - und es hängt von dem Zinsumfeld ab, was besser wäre...

In der jetztigen Situation ist es erst einmal vernünftig, so viel wie möglich über eine Bank zu finanzieren, denn die Zinsen sind extrem niedrig. Risiko ist aber: wenn dann später prolongiert werden muss, werden die Zinsen aller wahrscheinlichkeit nach wiederum sehr hoch sein :-( => möglichst hohe Tilgung!

Im Idealfall kannst versuchen ein Zins- und Tilgungsfreies Darlehen zu bekommen. Das bedeutet, das Du beides erst am Ende der Laufzeit zahlen musst - somit kannst Du versuchen, die Summe, die Du eben für Zins und Tilgung aufwenden müsstest monatlich in Aktienfonds an zu legen. Dadurch bekommst Du einen höheren "Zins"-Ertrag aus der Anlage als das Darlehen kostet und die Restschuld wird dementsprechend geringer.

Die Eigenkapitalrendite ist bei einem geringeren Eigenkapital deswegen höher, weil Du selber weniger Geld einsetzen musst um den gleichen Effekt zu erzielen. Allerdings sind natürlich dann auch die Kreditkosten höher. Aber: Du kannst das gesparte Eigenkapital anderweitig anlegen und so eben die höheren Kreditkosten mildern. Und wenn Du es geschickt anlegst, dann bekommst eben sogar mehr Rendite als das Darlehen/die Hypothek kostet ;-)

Wenn Du die Immobilie zur Vermietung kaufst, ist das mit der Eigenkapital-Rendite offensichtlicher:

Du kannst z.B. 50.000€ oder 100.000€ Eigenkapital rein stecken, die Immobilie lassen wir mal 500.000€ kosten. Wenn Du die mieten nun so hoch gewählt hast, dass Du z.B. nach Kosten für die Instandhaltung, Hypothek, Steuern... eine Rendite aus der Immobilie von 5% erzielst, dann kriegst also jeds Jahr 25.000€ aus dieser Immobilie. Wenn Du nun nur 50.000€ Eigenkapital rein gesteckt hattest - Hypothek, usw. soll ja bereits bezahlt sein - dann hast mit 50.000€ 25.000€ verdient, also 50% Gewinn gemacht. Wenn Du aber 100.000€ Eigenkapital hattest, dann hast aus diesen 100.000€ eben nur 25% raus geholt. So erklärt sich die Eigenkapitalrendite - bedingun ist halt immer, dass Du die Mieten den jeweiligen finanzierungskosten anpasst. Wenn Du das nicht machst, berrechnet sich das halt nicht so leicht, aber es funktioniert genauso.

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ja, hat er dir ja schön erklärt, ist auch praktisch so^^

du bekommst ca10% miete und zahlst 4% zins, die reparaturen. mietausfall+verwaltung etc müssen halt unter 6% bleiben

dann ist das ziel so viel zu finanzieren, wie die bank mitspielt.^.

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Mit Leverage sind schon viele Immobilienunternehmen Pleite gegangen. Aber wenns funktioniert und man das Risiko mag - warum nicht. Kaufe Dir viele Immobilien deren Mietertrag mehr als der Zins für den Kredit ausmacht. Und hoffe, dass Dir kein Mieter verloren geht.

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