Eigenkapital und Baufinanzierung: Wofür ist das Eigenkapital genau

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also dein vorhandenes und angegebenes EK sollte definitiv mit einfliesen, denn die Bank rechnet ja quasi damit das zu es investieren wirst.

Natürlich ist das EK auch ein Grund für die Bank zu sehen, dass du mit Geld umgehen und auch sparen kannst, aber das ist eher zeitrangig und hat keine sehr hohe Bedeutung.

Denn auch Menschen ohne EK kriegen letztlich Häuser finanziert, aber das sei mal nur nebenbei erwähnt und spielt für deine Frage keine Rolle.

Die Banken verlangen meistens rund 30% EK vom Kaufpreis, wobei das eigentlich mehr Wunschdenken der Bank und realitätsfremd ist. Wer hat schon heutzutage 60.000 Euro auf der hohen Kante liegen wenn er ein Haus für 200 TE kaufen möchte? Wohl eher die wenigsten....

Warum möchte die Bank das so gerne? Ich erkläre Dir das anhand eines Beispiel: Das EK ist für die Bank lediglich eine Absicherung um bei dem gewährten Kredit kein Risiko eingehen. Denn das schlimmste, was passieren könnte, wäre das du die Raten nicht bezahlen kannst und das Haus versteigert werden müsste. Bei einer Zangsversteigerung bemisst ein Gutachter den Verkehrswert des Hauses was MEISTENS in etwa deinem Kaufpreis entspricht.

Bei der 1. Versteigerung kann das Haus jedoch schon für 7/10 des Verkehrswertes "weggehen", dass heisst 3/10 müsste die Bank dann quasi abschreiben. Und genau an diesem Punkt kommt dein bereits investiertes EK ins Spiel.

Also mal so ganz salopp gerechnet:

Dein Kaufpreis: 100.000 Dein EK: 30.000 Finanzierungssumme: 70.000

Wert Haus bei Versteigerung: 100.000 Haus wird versteigert für: 70.000 (7/10) Risiko für die Bank: 0 Euro

Also ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber ich will Dir ja nur mal kurz aufzeigen WIESO die Bank ein zwingendes Interesse an deinem gesparten Eigenkapital hat ;-)

Übrigens: Sollte das Haus bei der 1. Versteigerung keine Abnehmer finden, dann zählt bei der 2. Versteigerung nur noch die 5/10 Regelungen und bei der 3. Versteigerung gibt es dann gar keine Grenze mehr.

Hoffe ich konnte Dir helfen und halbwegs verständlcih erklären.

hat mir auch geholfen ich will mir aus Frankreich eine EW in Frankfurt kaufen, zuerst als Kapitalanlage und dann für den Eigenbedarf mittelfristig - Kaufpreis: ca. 150.000, Finanzierung durch Kredit ca. 105.000. und 60.000 EK. Finanzierung des Darlehens durch die Mieteinnahme...und mittelfristig (2-3 Jahre) durch den Verkauf meines Hauses in Frankreich und Rückkauf des Darlehen. bin um jeden Rat dankbar.

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Hallo,

in erster Linie dient das Eigenkapital dazu, das Risiko der Bank bei einer Finanzierung zu mindern, falls Du auf Dauer nicht zahlen kannst und das Haus verkauft werden muss.  Es zeigt natürlich auch, dass du sparen kannst und verantwortungsvoll an die Zukunft denkst.

Das Eigenkapital muss aber nicht zwangsläufig zur Finanzierung herangezogen werden. Meist ist es jedoch so, dass der Käufer mit seinem Eigenkapital die Maklercourtage zahlt, dann die Notar- und Gerichtskosten und die Grunderwerbsteuer. Bei einer Immobilie von 300.000 sind die 20.000 Euro dafür schon weg.

Einen Vergleich von Bauzinsen gibt es hier: www.biallo.de/baufinanzierung

Noch Fragen? Gern.

Otto von biallo.de

Hallole. Nun gut. Das Eigenkapital sollte man i.d.R. dafür verwenden, daß mach die Nebenkosten damit bezahlen kann, wie z.B. die Kosten des Kaufvertrages ('Beurkundung Notar), die Umschreibung des Grundstückes beim Grundbuchamt, die Anträge hierzu, Ferner beim Neubau die Baupläne, die Statik u.ä. Das sind alles Kostenm, die nur unwillig von einer Bank finanziert werden, die zwar zu den Gesamtfinanzierungskosten zählen, aber den Wert des Objektes nicht beeinflussen. Grundsätzlich: Kaufpreis ist gleich 100%, ales andere neben dem Kaufpreis (s.o.) sind die Nebenkosten. Dies ist nur ein grober Überblick und beinhaltet keine komplette Aufstellung.

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