Eigenes Pferd mit 14 Jahren und 1 1/2 Jahren reiterfahrung?

13 Antworten

Das ist ja sehr lieb von deinen Eltern gemeint, aber meiner Meinung nach viel zu früh.

  • Du reitest erst seit zwei Jahren, bist quasi noch Anfänger. mit gutem Unterricht wirst du dich noch gut weiterentwickeln können, deine Voraussetzungen und Ziele werden sich ändern, du entwickelst dich in allem weiter. Du bräuchtest auch evtl jemanden der dein Pferd dann immer wieder Korrektur reitet damit keine groben Fehler bleiben und die rittigkeit bestehen bleibt. Du kannst alles in allem gar nicht wissen was auf dich zukommt
  • Auch bist du noch jung, was ist wenn du zB in eine andere Stadt für Ausbildung/Studium ziehst? Oder vorher Schule zeitintensiver wird? Dir andere Sachen auf einmal mehr Spaß machen als reiten?
  • Weshalb pausierst du denn? Wenn du ein eigenes Pferd hast ist pausieren nicht möglich, egal ob Krankheit, schulstress, Studium, Geburtstag  oder schlechtes Wetter. Einfach nicht drin
  • Quasi mein wichtigster Punkt: ein Tier sollte niemals als Überraschung geschenkt werden!! Du hast keine Ahnung ob das Pferd zu dir passt, ob du reiterlich und im Umgang damit klarkommst, ob die Veranlagung und deine Voraussetzungen/Ziele kompatibel sind. Niemals machen! Ein Tier allgemein ist kein Buch was man jemandem einfach mal mitbringt weil man es selbst mag. Das gleiche Prinzip weshalb nach Weihnachten/vor den nächsten Ferien soviele Tiere ausgesetzt werden. Das solltest du deinen Eltern ganz deutlich sagen, ein Pferd muss ausprobiert werden. So eine überraschungsaktion ist leichtsinnig, bläuigig und sehr kurzsichtig.
  • Deine Eltern verstehen selbst nichts von Pferden oder? Noch ein Punkt weshalb es viel zu früh für ein eigenes Pferd ist, du hast niemanden der wirklich mal schnell einspringen kann, dich jederzeit unterstützt und berät, und da du nicht auf eigenen Beinen stehst wird das schwierig, werden sie das auch noch gut finden wenn du jeden Tag zum Stall musst? Sie sich mit Tierarzt/Hufschmied/allen Verträge und Rechnungen auseinandersetzen müssen? Letztendlich kannst du selber gar nichts entscheiden
  • Fließend zum nächsten Punkt, ist euch bewusst dass nicht nur die monatlichen hohen Kosten eh auf euch zu kommen, sondern eine Tierarztrechnung/Klinikaufenthalts/OP Rechnung schnell in den vierstelligen Bereich und höher gehen kann? Ist auch monatlich überhaupt so viel Geld drin? 

Also ich halte die Idee für absolut zu früh, du hast kaum reiterfahrung, und, wie du selbst sagst, wenig wissen über das sonstige drumherum. Und die Idee mit der Überraschung ist naiv und unverantwortlich! Rede da mit deinen Eltern drüber, dass das gar nicht geht. (Sorry für die deutlichen Worte, aber mache dir bewusst was für eine Riesen Anschaffung und lebensveränderung ein eigenes Pferd bedeutet)

Wie wäre es erstmal damit überhaupt den reitunterricht wieder aufzunehmen? Und sich um eine Pflege oder reitbeteiligung zu bewerben? 

Wenn du das einige Jahre machst, und dann merkst dass du neben deiner Ausbildung/Studium noch Zeit hättest und die finanziellen Mittel stimmen, dann könntest du mit deinen Eltern über das Thema eigenes Pferd mal reden, ob sie dich unterstützen würden. Dass du nicht mehr zwischendrin pausierst (außer du brichst dir was zB) sollte auch gegeben sein ehe du glaubst ein eigenes Pferd halten zu können.

Ist es dein Traum? Oder nur eine schöne Vorstellung weil deine Eltern es dir anbieten? Wenn es dein Traum ist, dann schiebe ihn auf, und denke, wie schon erwähnt, in einigen Jahren nochmal drüber nach.

Also meine Eltern wollen mit des jetzt net so schenken das es auf einmal vor der Tür steht oder so also schon anders halt ich würde dann halt dabei sein , ich weiß Frage war blöd gestellt von mir .... genug Geld hätten wir und ich würde das Pferd dann in einen Pensionsstall stellen und ich kenne jemanden und ich werde meinen Reitunterricht sowieso wieder aufnehmen weil meinOrthopäde es mir eh geraten hat ;) außerdem habe ich Freundinnen die schon 4 Jahre reiten und ich selber war schon mehrmals auf einer Reiterfreizeit also habe ich auch noch mehr wissen das habe ich vorher vergessen zu erwähnen sorry.... der Grund warum ich meinen Reitunterricht zurzeit passiere war, dass ich nen kleinen"Unfall" hatte und starke schmerzen( ich und mein Leichtsinn;D) aber des ist jetzt wieder gut und ich werde im Frühling wieder anfangen zu Reiten aber im Winter wieder einzukommen ist schwierig .... aber trotzdem danke für deine Meinung obwohl sie um ehrlich zu sein etwas hart rüberkam ich versteh dich schon die Frage war von mir einfach auch blöd gestellt sey

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@Ohnezahn22

Die meisten stellen sich ein eigenes Pferd zu haben nunmal viel zu einfach vor

Und sehr gut, dass es mit der Überraschung anders ist als ich es durch den Text verstanden habe. 

Verlasse dich nicht auf Freundinnen, das mag alles funktionieren wenn du mal eine Frage hast oder so, aber einspringen wenn bei dir Not am Mann ist, das ist fraglich. (Vorallem in eurem Alter, unter anderem sind da die Eltern ja doch sehr eingespannt und auch verantwortlich). 

Ich würde dir dennoch raten zuerst weiter Unterricht zu nehmen (deine reiterfahrung ist halt noch sehr wenig) und dir eine RB zu suchen, dann bekommst du wenigstens mal eine grobe Ahnung was es heißt ein eigenes Pferd zu haben. Und das einige Jahre durchgehend. (Mit eigenem Pferd musst du auch zu jeder Jahreszeit bei -10und +35 grad reiten.)

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Ich finde es zu früh - und ich sehe grade wieder jemanden das Tier verkaufen, weil es hinten und vorne nicht klappt. Das Mädel weint sich die Augen aus dem Kopf - ganz klar, ich möcht unsere auch nicht hergeben, aber ich war etwas besser vorbereitet:

Ich hatte 27 Jahre Pferdeerfahrung, dabei auch immer kranke oder verletzte Pferde unter Anleitung meines Lehrers wieder fit trainiert, ich konnte halbwegs (mit heutigem Wissen würde ich sagen, ich konnte es nicht) einen guten von einem katastrophalen Huf unterscheiden, ich wusste, was mein Pferd zu fressen bekommen soll, ich wusste, was ich mit ihm arbeiten möchte und wie ich an die passende Ausrüstung komme - und mir war klar, dass ich zu den Vollpensionsstallkosten monatlich 200 Euro brauchen werde und dass das das langjährige Mittel ist, also Monate kommen würden, wo die 40 für die Hufbearbeitung reichen, aber auch Monate kommen werden, wo es um die 3.000 bis 5.000 liegt, je nachdem, was anfällt.

Ich weiß ja nicht, ob Deinen Eltern bewusst ist, was da noch an Kosten anfällt, dass man das Tier versichern muss, dass es nicht mit einem Sattel kommt, den es dann lebenslang haben wird (das wäre schon besonderes Glück, passiert einem von 100 Pferdehaltern), dass die Hufe ordentlich gemacht gehören, dass man Mineral meist zukauft und nicht vom Stall bekommt, ... und es sollte auch jetzt schon ein Plan her, was passiert, wenn Du zu Studium oder Ausbildung woanders hin musst.

Dazu reicht eben die Erfahrung nicht und Du wirst nicht das eine Mädel sein, das so "Horsemanship-talentiert" ist, mit 14 schon die Ausstrahlung zu haben, ein Pferd wirklich so führen zu können, dass es sich immer, in allen Lebenslagen, Dir anschließt. Deshalb müssen so viele Jugendliche und junge Erwachsene ihre Rösser wieder hergeben, weil sie noch nicht in der Lage sind, das auszustrahlen, was den Pferden die Sicherheit gibt, sich anzuschließen und entsprechend übernehmen die Tiere so lang die Regie, bis was passiert, was dann allen, die damit umgeht, Angst macht. Manchmal geht's gut, das meist dann, wenn ein Trainer viel, viel, viel Zeit zur Verfügung steht.

Also Horsemanship habe ich jetzt keine Erfahrung aber meine Reitlehrerin sagt ich reite schon sehr gut aber ok wenn du meinst :(

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@Ohnezahn22

Du solltest halt sicherheitshalber, bevor Du Dich in ein Tier verliebst, auch mit Deinen Eltern sprechen, wie es finanziell aussieht, wenn Du eine intensive (=tägliche) Betreuung brauchst, falls sich ein Problem auftust, nicht dass sie Dir dann die Betreuung durch einen Trainer verwehren (müssen). Und sie sollten sich über die Nebenkosten klar sein.

Horsemanship als "Sparte" kennt man eh erst, seit die Menschen nicht mehr mit den Pferden aufwachsen wie früher, als man sie noch zur landwirtschaftlichen Arbeit und als Fortbewegungsmittel hatte. Irgendwann hat man dann bemerkt, dass die Leute vieles nicht mehr von ganz von selbst können, nicht mehr rein gewachsen sind - entsprechend hat man Ausbildungsmethoden entwickelt - und darum schon auch eine richtige "Sparte" gestrickt. Im Prinzip ist wichtig, dass man sein Pferd so präzise dirigieren kann, dass man auch aus einer Engstelle wieder raus kommt, dass es auf seinen Menschen IMMER, auch wenn es sich aufregt, aufpasst und dass es immer sich auf den Menschen verlässt, nicht sowas wie Flucht selbst in die Hand nimmt. Auch, dass es sich überall anfassen lässt, nicht nur vom Tierarzt, der da ja eine Menge Übung hat, sondern auch vom Besitzer, denn Verbände wechselt der meist selbst und sollte dazu auch mal eine schmerzende Stelle anfassen dürfen. Wenn man dem Pferd gegenüber "zögerlich" wirkt, kommt es leicht auf die Idee "oh je, da stimmt was nicht, dann bring ich mich mal besser in Sicherheit" - und Meschen, die noch nicht wirklich absolut gefestigt sind, passiert das leicht mal.

Das Mädel, von dem ich vorhin erzählt habe, hat zum Schulabschluss ihr Pferd bekommen. Ein relativ junges, weil sie soll ja auch lang ihre Freude dran haben ... die Stute pubertiert nun ziemlich rum, die inzwischen junge Erwachsene hat nicht das Geld, täglich einen Trainer mit dem Pferd und vor allem mit sich arbeiten zu lassen, die Eltern zahlen zwar noch, aber nur das, was im Vorfeld an Kosten bekannt war.

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Hallo
Ich finde es sehr bedeutend das du überhaupt noch hier die Frage stellst,wenn dir deine Eltern so eine Chance bieten ( : Ich hätte glaub ich schon längst ja gesagt wenn ich in deiner Situation wäre( ich bin wie du 14 und reite seit knapp 5 Jahren und habe seit einem halben Jahr zwei Pyflegepferde mit meiner Freundin). Das ist jetzt komisch aber ich würde dir jetzt trotzdem abraten,da ich einfach selbst die Erfahrung gemacht habe das man im Reitunterricht einfach nicht alles lernt was man dann in der gesamten Pferdepflege braucht z.B Mäsch zu bereiten oder erste Hilfe bei einer kleinen Verletzung ich bezweifle das ihr das im Reitunterricht macht. Ich würde dir daher auch raten erst mal Minimum ein Jahr eine Pflegebeteiligung zu nehmen um dich noch mehr im Pferdepflege zu coachen, auch dein Zeitmanagement zu regeln. Und danach riesigen Spaß mit deinem Pferd haben( ;
Ich würde vor allem deinen Eltern versuchen klarzumachen ,dass ein Pferd einfach riesigen Aufwand macht und  man dann nicht einfach mal schnell zwei Wochen in den Urlaub fahren kann. Ich hoffe ich konnte dir trotzdem noch helfen auch wenn schon viele eine ähnliche Antwort geschrieben haben,die du dir sicherlich anders erhofft hast. An deiner Stelle würde ich mir jetzt eine Reitbeteiligung nehmen und du kannst ja schon mal einiges planen zum Beispiel Sachen auswählen die du für dein späteres Pferd haben  willst, du kannst ja schon mal eine Liste machen mit Sachen die du unbedingt mal mit deinem Pferd machen willst( ; .Wenn du es sehr eilig hast mit deinem eigenen Pferd kannst du dich In so nem halben Jahr schon mal auf suche begeben, ein Perfektes Pferd findet man nun mal nicht von einem Tag auf den anderen.Nich ein Tipp: nimm nicht gleich das erst beste vielleicht findet sich dein Traumpferd ja erst nach längerem suchen. Im Endeffekt ist es immer noch deine Entscheidung wie beschrieben würde ich dir abraten aber wie auch immer du dich entscheidest viel spaß mit deinem Pferden ob schulpferd, reitbeteiligung oder eigenes
LG Elli

Ja ich würde aber lieber ein Pflegepferd nehmen ohne Reitbeteiligung und stattdessen dann nochmal reitstunden auf einem Schulpferd für so 1-2 Jahre und dann mal schauen wie es zeitlich und so hinhaut aber Danke für deine meinung

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@Ohnezahn22

Ohnezahn, das finde ich eine sehr gute Idee. Das schlägst du seinen Eltern vor, und wenn Du dann in die ganze Sache mehr reingewachsen bist, begegnet Dir irgendwann ein Pferd, welches zu dir passt, und dann können Dir dieEltern dies kaufen.

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@Urlewas

Dankeschön. Ich glaube meine Eltern sind damit voll und ganz einverstanden, dass ich mich nochmal bei jemanden der ein eigenes Pferd hat was abschaue. 

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Ja bei mir ist das so eine Mischung zwischen reitbeteiligung und pflegepferd deswegen mache ich da keinen großen Unterschied ( ;
Ich finde das ist eine gute Idee ich wünsche dir noch viel Spaß mit deinem pflegepferd ( :

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