Eigenes Pferd bin ich bereit?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Woran soll bzw. kann man denn bitte festmachen, ob man bereit für ein eigenes Pferd ist ?

Meiner Meinung nach, hat das weniger was damit zu tun, wie lange man schon reitet, oder welche Abzeichen man hat (wobei es natürlich auch kein Schaden ist, wenn man ein bestimmtes Wissen oder reiterliches Können hat, wenn man sich ein Pferd anschafft - es ist teilweise wirklich gruslig, dass manche Pferdebesitzer nicht mal in der Lage sind, ein Pferd korrekt zu satteln).

Es ist - gerade für minderjährige Fragesteller - eigentlich auch völlig unerheblich, ob sie wissen, "wieviel" so ein Pferd kostet, da sie in der Regel die Kosten nicht alleine tragen können und müssen, und es viel wichtiger ist, dass nicht sie sich über die Kosten bewusst sind, sondern diejenigen, die das Pferd finanziell unterhalten müssen - also die Eltern. Die Aussage, dass ein Pferd "teuer" ist und dass man dass schon weiß, ist ja reine Makulatur, so lange man es nicht selbst zahlen muss. "Teuer" ist zudem in den Augen des Nachwuchses oft völlig "relativ". Was dem Kind noch als finanziell (locker) machbar erscheint, kann Eltern an den Rand des Ruins treiben.

Bereit für ein Pferd ist man meiner Meinung nach auch dann nicht, wenn man im Internet völlig wildfremde Leute nach ihrer Meinung fragen muss, ob sie einen für bereit halten. An welchen Aussagen sollen sie denn die Bereitschaft erkennen ?

Bereit für ein Pferd ist man meiner Meinung nach dann, wenn man einerseits in der Lage ist, sich selbstkritisch und lernwillig der Verantwortung, die ein eigenes Pferd mit sich bringt, zu stellen. Bereit für ein Pferd ist man dann, wenn man entweder selber in der Lage ist, die finanziellen Lasten, die ein Pferd mit sich bringt, tragen zu können oder Eltern zu haben, die einen von sich aus in diesem Wunsch bestärken und unterstützen - OHNE Überredung seitens desjenigen, der sich das Pferd wünscht.

Bereit für ein Pferd ist man dann, wenn man Herr über die eigene Zeit ist und sich soweit von anderweitigen Verpflichtungen frei machen kann, dass man sich um das Pferd kümmern kann. D.h., man darf weder Arbeit noch Schule wegen des Pferdes vernachlässigen.

Als Jugendlicher finde ich das extrem schwierig, weil man sich ja oft in einem Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenleben befindet, d.h., man bekommt in den nächsten Jahren mehr Verpflichtungen, aber auch mehr Möglichkeiten, die manchmal die Entscheidung schwer machen, was man wirklich tun möchte. Hat man dann keine Eltern, die einen von sich aus in dieser Entscheidung unterstützen, wird's meiner Meinung nach schwer....

Ob man Bereit ist für ein Pferd entscheidet man meiner Meinung nach immer selber - je mehr von den oben genannten Punkten übereinstimmen, desto besser dürfte es mit dem Pferd laufen.

Bereit für ein Pferd ist man meiner Meinung nach dann nicht, wenn man von sich glaubt, dass man schon alles weiß und kann, einen Ratgeber vor Ort nicht braucht, weil man ja schließlich das Internet hat, Reitunterricht und ständige Verbesserung des reiterlichen Könnens nicht für notwendig hält, sein Pferd aufgrund des Preises und der "schönen" Augen ausgesucht hat, ohne auf Ausbildung etc. zu achten, eine Dressurausbildung für überflüssig hält, weil man ja nur "freizeitlich" und keine Turniere reiten möchte, die farbliche Ausstattung seines Pferdes wichtiger ist als eine qualitativ hochwertige und passende Ausrüstung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Leolynn14
06.06.2016, 15:57

es ist teilweise wirklich gruslig, dass manche Pferdebesitzer nicht mal in der Lage sind, ein Pferd korrekt zu satteln).

Oh ja das kenne ich auch. Letztes Mal wurde einem Pferd sogar das Halfter falsch drauf gemacht und die Besitzerin hat sich noch gewundert warum es nicht zugeht.

0

Du musst doch wissen ob du bereit bist.. Wichtig ist das du vieles davon weißt und Zeit hast...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?