Eigenes Pferd?

6 Antworten

Ich halte den Umgang zwischen dir und deiner Mutter beim Thema Pferd jetzt schon für bedenklich. Es muss Klartext geredet werden. Es muss ehrlich miteinander umgegangen werden und ihr müsst in der Lage sein jederzeit(!) ernsthafte Gespräche miteinander zu führen.

Deine Mutter wird die komplette Verantwortung für das Pferd tragen, alle Verträge unterschreiben, sich mit jeder Entscheidung herumschlagen und sie schließlich auch fällen, mit Stallbesitzer/Sattler/Schmied/Tierarzt, etc etc sprechen, Termine machen, Vorgehen entscheiden. Da möchtest du sicherlich auch mit besprechen oder? Mit wissen welche Alternativen zur Wahl stehen? Mit wissen was letztendlich mit dem Pferd so gemacht wird?

wie soll das funktionieren wenn ihr schon über das grundsätzlichste „Pferd überhaupt ja oder nein?“ nicht reden könnt? Wenn es um ein Lebewesen geht könnt ihr Gespräche nicht verschieben bis die Umstände eurer Meinung nach stimmen.

Ist deiner Mutter bewusst was es heißt ein Pferd zu besitzen? Auch dass du nicht jederzeit superglücklich sein wirst? Dass ein Pferd unglaublich viel Zeit, Mühe und Geldaufwand bedeutet? (Und das nicht nur von dir sondern auch sehr viel von ihr!) Ein Pferd ersetzt keine Therapie, es ist eine riesengroße Aufgabe die nicht nur aus Ostwindzauberei besteht. Das wollte ich nur mal hinzufügen, zum Drübernachdenken. Ehe ihr ein Pferd habt und dann erst merkt dass ihr Überfordert seid, es dir keine Hilfe bei der Krankheit ist, und eine zu große Verantwortung momentan.

Deine Familie muss komplett und mit beiden Beinen hinter dem Projekt Pferd stehen, es wird die ganze Familie irgendwo einschränken. Mir scheint es durch deinen Text dass sich deine Mutter da nicht so sicher ist, wie wäre es denn dann erstmal mit einer Reitbeteiligung? Auch dort kann deine Mutter dich schön unterstützen: Kurse und Lehrgänge ermöglichen, dich hinfahren, regelmäßiger Unterricht der dir Spaß macht.

Denn wenn du dich bei einer Reitbeteiligung auf einmal überfordert fühlen solltest kannst du kürzer treten, dich auf die Besitzerin verlassen und dich an Sie wenden. Meiner Meinung nach ist ein Lebewesen kein Geschenk, welches man machen sollte nur um jemanden glücklich machen zu wollen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Circa 20 Jahre Erfahrung, aktiv im Turniersport (LK 3)

Ich hatte 4 Jahre eine Reitbeteiligung und mein Pferde Wunsch ist schon lange sehr groß, meine Mutter selber hatte ein eigenen Stall deshalb kann ich mich da gut auf sie verlassen:)

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Rede mit ihr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! wenn du dir nicht sicher bist ob sie wirklich noch die Ansicht hat das ein Pferd für dich Sinn macht sprich mit ihr darüber auch wie ihr es machen würdet wenn du dich nicht mehr um das Pferd kümmern kannst wenn du dich nicht traust mit ihr zu reden bringt dir das rein gar nichts

denkt ihr das war ausversehen? 

Nein, das nennt man einen Freud'schen Versprecher. Sie hat versehentlich das gesagt, was sie eigentlich denkt, also im Affekt.
Soll heißen, sie steht da nicht wirklich dahinter. Absolut schlechte Ausgangsbasis!

 Ich will sie nicht fragen, da sie erst noch mit meiner Diagnose klar kommen soll.

Wenn du nicht mir ihr sprichst, wirst du es nie erfahren. Dann fällt ihr vielleicht erst in dem Moment, bevor sie den Kaufvertrag unterzeichnet ein, dass es eine schlechte Idee war. Dann stehst du da wie eine Kuh wenns donnert.

Generell ersetzt ein Pferd keine Therapie. Vor allem, wenn du nicht stabil bist - was ist mit dem Pferd, wenn du für ein paar Monate in stationäre Behandlung musst? Was ist damit, wenn du zu schwach wirst, um es zu versorgen? Was, wenn deine Magersucht schlimmer wird - die Belastung, die ein Pferd mit sich bringt, wird eigentlich in jedem Fall unterschätzt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Privat + Beruflich seit ü. 15 Jahren m. Pferden zu tun

Also auf keinen Fall soll es eine Therapie ersetzten ich habe mich ehrlich gesagt auch ein bisschen schlecht ausgedrückt, ich habe heute noch mal klartext mit ihr geredet und sie steht dahinter👍🏽

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Ich halte es für unklug ein Pferd zu kaufen, wenn deine Zeit abläuft. Reitbeteiligung würde auch reichen.

Denn was ist mit dem Pferd, wenn du dich nicht mehr darum kümmern kannst? Darum solltest du dir auch Gedanken machen.

Es wäre sehr egoistisch, in der Situation ein pferd zu kaufen.

Woher ich das weiß:Hobby – Besitzerin eines Ponys seit 2014

Ich hatte lange zeit eine Reitbeteiligung und ich habe schon lange ein Pferde Wunsch:) Daher denke ich nicht das es egoistisch wäre.

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@Majalentsch

Das ist gut. Aber was ist mit dem Pferd, wenn du es nicht mehr versorgen kannst?

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@Majalentsch

Wie ist denn deine Diagnose? Bist du so krank, dass du dich in absehbarer Zukunft nicht mehr um das Pferd kümmern kannst?

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@Majalentsch

Du sagst, du bist krank. Also gehe ich davon aus, dass du das Pferd irgendwann nicht mehr versorgen kannst und ihm nicht mehr gerecht wirst. Dafür sprichst auch, dass du es so eilig hast.

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@Dahika

Magersucht, und also nichts was mich körperlich sehr doll beeinflusst

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@Majalentsch

Dann wünsche ich dir, dass du mit der Magersucht klar kommst. Wenn du nämlich nichts dagegen unternimmst, dann wirst du über kurz oder lang, das Pferd nicht mehr versorgen können! Vielleicht tut dir ein Pferd gut, aber alleine reicht es nicht aus.

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@Majalentsch

Eine Magersucht beeinflusst dich körperlich sehr wohl.

Wenn man das in den Griff kriegt, ist es keine tödliche Krankheit. Warum hast du es dann so eilig?

Ein Pferd könnte helfen, ja. Aber meiner Meinung nach wäre es besser, wenn du erstmal mit dir selbst klar kommst, bevor du die Verantwortung und Versorgung eines anderen Lebewesens, dem Pferd, übernimmst.

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fange mit eine Reitbeteiligung an und dann weiter sehen. Du weisst schon das so ein Pferd Kosten verursacht ? Und wer zahlt die?

Ich hatte 4 Jahre eine Reitbeteiligung, und meine Eltern übernehmen die Kosten.

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@Majalentsch

eine Reitbeteiligung ist mit der Boxenmiete nicht zu vergleichen da kommen laufende Kosten auf Dich zu. die Boxenmiete  ca. alle 6 Wochen der Hufschmied 2mal im Jahr impfen  Sattel, Zaumzeug, und noch einiges. wann das Pferd öfters Krank wird der Tierarzt oder sogar Klinik Aufenthalt sind unvorhersehbare Kosten  

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