Eigene Wohnung - was sind die ersten Schritte?

9 Antworten

Ohne Moos nix los ! Ihr stellt euch das immer so einfach vor: ich will zu Hause ausziehen, verdiene aber so gut wie nichts - zu welchem Amt muss ich gehen damit "mir" das bezahlt wird** ? Wie wäre es erstmal mit Zähne zusammen beißen und warten bis "du"** dir das auch alles selber finanzieren kannst ? Sicher ist das nicht ganz einfach, aber du kannst nicht erwarten das andere für dich deine Wohning und dein Leben** mitfinanzieren .

Grundsätzlich sind deine Eltern unterhaltspflichtig für dich. Ihrer Unterhaltspflicht können sie aber auch in Naturalform nachkommen, indem sie dir Wohnraum zur Verfügung stellen.

Wir Steuerzahler möchten nicht soviele Steuern zahlen. Deshalb wird grundsätzlich der Wohnungswunsch von unter 25 jährigen nicht mit Sozialtransferleistungen unterstützt. Arrangiere dich also lieber mit deiner Mutter oder sieh zu, dass du selber genug Geld verdienen gehst.

...du kannst zu gar keinem Amt gehen. Deine Eltern sind unterhaltspflichtig und diese PFLICHT gilt. Dh entweder sie lassen sich bei sich wohnen - dann ist die Pflicht erfüllt - oder sie müssen die Unterhalt zahlen, weil sie das nicht wollen oder akzeptieren, dass du rauswillst - müssen das dann aber auch finanzieren. Und wenn sie dich zB bei einem Streit vor die Tür setzen, dann kannst du das auch mit einem Anwalt geltend machen. Die ganze Bevölkerung Deutschlands zahlt soviele Steuern ein...da werden wirklich BEDÜRFTIGE Menschen mit getragen, weil wir eine soziale Staatsform haben...aber nicht, weil man mal rumjammern und am Frühstückstisch ne schlechte Laune wegen Mama hat. Schon gar nicht wegen sowas sinnlosem wie ein Praktikum. Du bist 18, da kann man sich auch einen Vollzeitjob suchen, der dir auch mit 1000€ bezahlt wird.

Deine einzige Chance wäre: Ausbildung in einer mehrstündig entfernten Stadt suchen, schauen, dass Mama und Papa wirklich kein Geld haben und dann BAB beantragen. Mit BAB, Kindergeld und Ausbildungsgehalt lässt es sich einigermassen wuppen, wenns nicht gerade München ist.

Erstmal danke für deine Antwort. Aber einiges muss ich mal klar stellen es geht nicht darum, ob ich mal am Frühstückstisch schlechte Laune habe oder nicht. Ich weiß nicht ob du das kennst, jemanden in der Familie zu haben der krank ist dann drückt das natürlich auch auf die Psyche. Jedenfalls kann ich mir keinen Job suchen der gut bezahlt wird, weil ich das Praktikum machen muss. Erst danach hab ich ne Ausbildung fest. Ich will auch nicht wie so ein Amt Schnorrer da stehen. Ich geh wirklich schon echt 22 Stunden die Woche für die 150€ im Monat arbeiten.

Aber dennoch, danke für deine Antwort.

0
@AristotelesPyth

Das ist kompletter, realitätsferner Quatsch, den du da redest. Keiner mit gesundem Menschenverstand geht für 150€ soviel arbeiten - das nennt sich ausbeuten. Und wenn für dich nur eine Ausbildung in Aussicht steht, dann bitte Teilzeitjob (20-30 Stunden pro Woche) macht ca 700€-800€ raus oder halt Vollzeit. Mit erster BERUFSerfahrung im Lebenslauf brauchste dann auch keinem Affen mehr was mit einem "Praktikum" beweisen, das ist Schwachsinn. Verkaufst dich total unter wert, heulst aber rum, dass du dir jetzt nichts leisten kannst und dann soll der Staat das regeln...

Und PS. wenn du nur 22 Stunden arbeitest und nicht wie normale Menschen mit ner 40 Stunden Woche - dann ist da ja noch locker Platz fürn 450€ Job (10-15 Stunden pro Woche).

2
@whatsurname

Whats, immer schön piano. Um solche Fackelansprachen zu halten und solche Urteile abzugeben, müsste man erstmal die konkreten Umstände näher kennen.

Halten wir einfach mal fest, dass tatsächlich Alltagskonflikte keinen hinreichenden "wichtigen Grund" abgeben, mit dem man auch mit unter 25 eine Wohnung gegebenenfalls durch die Sozialbehörden finanziert bekommt.

Das reicht. Da muss man nicht noch bezugs- und kenntnislos Schaufensterreden über seine Phantasien zum besten geben.

2
@Atzec

Aus welchem mittelalterlichen Verlies hat man dich denn rausgelassen? Ich habe lediglich verdeutlicht, wie das Leben läuft und wie - wenn man das unbedingt will - man sich das selbst finanzieren kann, da der Staat so nicht hilft. Ein "Nein" reicht Kleinkindern auch nicht, wenn sie unbedingt ein "doch" wollen, dann müssen sie halt wissen, wie.

3
@AristotelesPyth

@AristotelesPyth: Ja, ich kenne das, mit einem kranken Menschen zusammen zu leben! Das ist wirklich sehr belastend. Aber du sagst ja, dass du nach dem Praktikum eine Ausbildung fest hast. Mit dem Geld kannst du ja dann vielleicht in eine WG ziehen. Bis dahin musst du es leider weiterhin ertragen!

Aber dein Vater ist doch auch zu Unterhalt verpflichtet! Da würde ich auch mal nachhaken!

0
@whatsurname

Nein, du hast nicht verdeutlicht, wie das leben läuft. Das läuft viel diffiziler und variantenreicher ab. Du hast dir lediglich ein Szenario zusammengeschwafelt, in dem du dich dann mit lautsprecherischer Empörungsgestik suhlen kannst. Sachlich hat aber deine Vorurteils pflege schon lange nichts mehr mit dem Anliegen des Fragestellers zu tun

1

Was möchtest Du wissen?