Eigene Klagemöglichkeit bei Inkassoverfahren?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Ich bin zufällig erst heute auf diese Seite geraten. Es steht klipp und klar fest , dass der Antragsgegner nach seinem Widerspruch beim Mahngericht den Antrag auf Bestimmung eines Termins beantragen kann. (JoachimWinters hat das auch schon so erläutert). Die Co-Kommentatoren mit "Halbwissen", auch wenn sie "Fachwirte" sind, sollten sich mit Empfehlungen zurückhalten!

Wo hast dur Widerspruch eingelegt ? Wenn es beim entsprechendem Amtsgericht war, gibt es eine Verhandlung vor dem Richter und der Kläger muß die Sache beweisen. Er wird sicherlich versuchen schon vorher die Sache zu seinen Gunsten zu bereinigen. Ruf doch einfach mal beim Amtsgericht an.

Dea2010 11.10.2010, 08:41

Nicht ganz. Nur wenn der Gläubiger Klage erhebt, wird das Gericht aktiv.

0
Tytoon 11.10.2010, 09:08
@Dea2010

Du hast Recht ,aber wenn der Gläubiger nicht vor Gericht geht verliert er seinen Anspruch .

0

Eigentlich muss der Gläubiger (ggf. vertreten durch das Inkassounternehmen und/oder den Rechtsanwalt) seinen Anspruch nun im Zuge einer Klage vor dem zuständigen Amtsgericht begründen.

Wenn er dies nicht macht, "verjährt" das gerichtliche Mahnverfahren demnächst, d.h. es müsste neu aufgerollt werden, wenn die Klage nicht rechtzeitig eingereicht wird.

Andererseits kann auch der Schuldner das Verfahren gerichtsanhängig machen und eine Entscheidung "provozieren", was in diesem Fall wohl empfehlenswert ist.

nemo13 12.10.2010, 09:00

Was heisst "gerichtsanhängig machen" ? Wogegen sollte ich klagen bzw. was sollte Klageinhalt sein ? Es würde doch auf die negative Feststellungsklage hinauslaufen (siehe AllesKnower).

0
JoachimWinters 12.10.2010, 14:05
@nemo13

Feststellungsklage wäre ein neues Verfahren, aber das "alte" Verfahren ist ja noch gar nicht beendet. Der Beklagte kann selbst den Antrag auf Bestimmung eines Termins stellen, um ein Urteil in der Sache zu erwirken. Dann muss der Kläger (Gläubiger) seinen Anspruch endlich begründen, der Beklagte (Schuldner) kann sich oft inzwischen auf Verjährung berufen oder den Anspruch anders widerlegen, so dass der Kläger dem Beklagten nun sogar noch die eigenen Kosten erstatten muss.

0

Lieber Fragesteller,

Sie sollte niemals eine DROHUNG aussprechen - max. eine Prüfung der zugrund. Angelegenheit in Aussicht stellen...

Auch ist dies ein Fall, für eine evtl. Rechtsberatung, gemäß Rechtsdienstleistungsgesetz, für welche Tätigkeit ein Rechtsdienstleister, oder Rechtsanwalt zuständig ist.viel Glück

Wenn du einen Mahnbescheid erhalten und Widerspruch eingelegt hast ist es ein schwebendes Verfahren, weil du durch deinen Widerspruch die Schuldanerkennung verweigerst . Jetzt muß der Gläubiger erst die gerichtliche Schuldfeststellung erwirken um einforderbare Ansprüche zu haben .

Im Klartext - Der Anwalt hat z.Zt. keinen Forderungsanspruch und somit kann er auch keine Inkassoansprüche an irgendwelche Inkassobüros weitergeben .

Ich würde dem Anwalt und den Inkassobüros mit einer Anzeige wegen Nötigung drohen weil die Sache immer noch gerichtsanhängig und somit ungeklärt ist .

Ist nicht direkt die Antwort auf Deine Frage ....

Warum nicht mit Beschäftigungspolik den Advokaten ärgern ?

Du könntest den RA auch mit nicht profitabler Arbeit versorgen bzw " belästigen " ...

Einschreiben

" Gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) fordere ich Sie auf:

Sie haben mir gegenüber unverzüglich offenzulegen, welche Daten außer den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen Namen/diese Adressen identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen. § 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG

Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten ebenfalls unverzüglich mir gegenüber offenzulegen. § 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG 6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.

Für die aus diesem Schreiben resultierende, selbstverständlich ausdrücklich erwünschte Kommunikation benutzen Sie bitte ausschließlich meine Adresse (deine Adresse) (siehe oben).

Bitte haben Sie Verständnis dafür daß ich, sollten Sie dieses Schreiben ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Weitere rechtliche Schritte behalte ich mir vor. §38 Abs. 4, § 43 Abs. 3

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Kooperation.

Mit freundlichen Grüßen

nemo13 13.10.2010, 08:22

Eine interessante Variante, danke.

0

Was möchtest Du wissen?