eigene fahrrad werkstatt

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7 Antworten

Als frisch ausgelernter Zweiradmechaniker darfst du dich nicht selbstänidig machen. Das gilt nicht nur für eine Motorradwerkstatt, sondern auch für eine Fahrradwerkstatt. Das wird dir dein Chef bestätigen können. Bei Zweifeln einfach mal in die Anlage A zur HwO gucken.

Erstmal richtig durchrechnen ! Wie hoch ist mein Eigenkapital ? Wie hoch ist die Miete, was kann ich einnehmen ? Was muss ich da investieren und wer soll diesen ganzen Mist eigentlich bezahlen ? Aber eine gute Nachricht hab ich noch : Ganz in meiner Nähe besteht so ein Laden (ich komme aus Leipzig/Plagwitz). Viel Spass, Samoht666 !

piaggiiolino 11.12.2011, 05:08

was für ein laden? wie darf ich das verstehen?;D

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Du solltes evtl. gelernter Zweiradmechaniker sein, ein Gewerbe anmelden, gutes Werkzeug kaufen, eine Werkstatt haben/Anmieten, eine Menge von den gängigsten Ersatzteilen auf Lager haben, über genügend kapital verfügen um Dich über Wasser zu halten und eine Tadellose Buchführung haben!

piaggiiolino 11.12.2011, 04:36

bin mitte 2012 in der lehre.

okay sprich es kostet ne menge geld?

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webworkx 11.12.2011, 05:01
@piaggiiolino

Du kannst mal davon ausgehen, dass Du nicht sofort genug Aufträge haben wirst um davon leben zu können. - Dann musst Du Deine Werkstatt bekannt machen - sprich Werbung machen, das kostet viel Geld. Henry Ford hat mal gesagt, wenn man einen Dollar investiert muss man den zweiten bereithalten um bekannt zu machen dass man einen Dollar investiert hat...

Es kostet also eine Menge Geld, aber wenn Du die Sache richtig planst, evtl. noch einen Geldgeber wie z.B. Deine Eltern hast und Dich eingehend vorher informierst und beraten lässt ist das eine Investition in Deine Zukunft, die wenn Du alles richtig machst auch Früchte tragen kann. Allerdings darf man auch nicht zu verbissen sein und die Augen vor der Wahrheit verschließen. - Wenn man merkt dass es nicht läuft lieber rechtzeitig die Reißleine ziehen und eine definierte Menge Geld in den Sand setzen als nachher alles zu verlieren und noch auf einem Schuldenberg zu sitzen!

Natürlich wäre eine kaufmännische Vorbildung von Vorteil oder Du kannst auf jemanden zurückgreifen, der über eine solche verfügt.

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piaggiiolino 11.12.2011, 05:08
@webworkx

also die augen vor der warheit verschliesen werde ich hoffentlich nicht mein vater hatte eine gaststätte die jetzt meine mutter hat weil er gestorben ist und daher bin ich seid klein auf mit gewerbe vertraut zwar nicht mit werkstatt aber schon ein teil also habe schon BISSCHEN erfahrung

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piaggiiolino 11.12.2011, 05:12
@piaggiiolino

und meine mum hat auch ahnung von solchen sachen....hab noch 4 jahre zeit mir das alles gründlichst zu überlegen

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webworkx 11.12.2011, 05:21
@piaggiiolino

Also gute Voraussetzungen... Du kannst ja nebenbei mit Gelegenheitsarbeiten und Gefälligkeiten dir einen guten Ruf aufbauen. Ebenso indem Du die Kunden in Deinem Ausbildungsbetrieb mehr als zufrieden stellst. Mund-zu-Mund-Propaganda ist am effektivsten. Und außerdem würde ich an Deiner Stelle auch jetzt in der Lehre Geld bei Seite legen und nah der lehre evtl. erst mal ein oder zwei Jahre Berufserfahrung sammeln.

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Eine Konzession beantragen. Bei der Stadt anrufen dund Dich aufklären lassen.

Eine Konzession benötigst du nicht, da es für dieses Gewerbe keinen Meisterbrief erfordert (siehe Handelsrolle).

einfach ein Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden und los gehts....wobei es jedoch Unterschiede zwischen motorisierten und nicht-motorisierten Zweirädern in diesem Bereich gibt.

ABER!!!......

hast du kaufmännische Kenntnisse (Übersicht über Betriebsbilanzen usw)??.... hast du Kosten für Raummiete, Material und Werkzeug berücksichtigt??..... Kosten für Werbung??..... deine Lage...liegst du verkehrsgünstig?? Gibt es Konkurrenz in deiner Nähe??.... besteht Bedarf in deiner Umgebung nach deinem Angebot??..... hältst du 12 und 14 Stunden am Tag durch (gib tja auch noch Schreibkram)?? hast du soviel Startkapital, daß du auch ein halobes Jahr OHNE Einnahmen leben kannst??

Das sind nur mal die ersten wichtigsten Fragen, die sich aber noch vervielfachen??

Wenn du dir sicher bist, dann viel Erfolg!!!

piaggiiolino 11.12.2011, 04:45

ja ich mach erstmal die ausbildung als 2radmechaniker fertig und dann mal schauen :D achja auf fahrrad basis ;D

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ManfredNbg1962 11.12.2011, 04:54
@piaggiiolino

Fahrrad ist schon mal einfacher als Motorrad. Und da du als 2rad-mechaniker ausgebildet wirst, hast du ja schon mal das nötige Fachwissen.

Mahc dich aber bitte noch schlau, ob du irgendwie eine Meisterprüfung brauchst oder erstatzweise einen Meister anstellen musst (wären weitere Kosten). Denn auch bei Fahrrädern geht es z.B. mit Bremsen um Verkehrssicherheit. Und dafür ist ein Betrieb bei Reparaturen nun mal haftbar.

Laß dich aber nicht entmutigen! Nimm dir nur ausreichend Zeit, um dich zu informieren und alles (finanziell!!!!) zu kalkulieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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piaggiiolino 11.12.2011, 04:59
@ManfredNbg1962

habe noch ca. 4 jahre zeit eventuell mach ich dann gleich weiter zum meister aber wie gesagt dauert das noch ein bisschen ;D

danke für die ausführliche antwort :D

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ManfredNbg1962 11.12.2011, 05:08
@piaggiiolino

Gerne geschehen. Und viel Erfolg, wenn es soweit ist!

Übrigens: fast jeder der anderen Tipgeber hier hat genauso recht und gute ergänzende Informationen zu meinem Beitrag gebracht. Wirf alles zusammen und du hast schon die Hälfte einer guten Unternehmensberatung. Mein ich im Ernst.

Alles Gute!

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Geochelone 11.12.2011, 11:11

Diese Antwort ist leider falsch ! Nach Nr. 17 der Anlage A zur Handwerksordnung ist das Zweiradmechanikerhandwerk immer noch ein zulassungspflichtiges handwerk. Man muss also einen eisterbrief haben oder als Altgeselle die Zulassung bekommen.

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Nachtrag:

und bloß keine teuren Unternehmensberater. Du gründest kein Börsenunternehmen! :-)

Ein einfaches beratendes Gespräch bei einem Steuerberater (machen die oft sogar kostenlos) genügt um dir zu zeigen, welche Hürden (aber auch welche Vorteile) auf dich zukommen.

Mach eine Kalkulation....also wieviel willst du für DICH als monatlichen Verdienst haben, dann die ganzen Kosten (Miete, Strom, Werkzeuge, Material) und auch die Ausfallzeiten!!....im Winter werden bei weitem nicht so viele Zweiräder in die Werkstatt gegeben als im Sommer. Diesen Umsatzeinbruch mußt du bereits im Sommer vorher schon einnehmen.

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