Eigenbedarfskündigung Mietwohnung wurde v. Amtsgericht als nicht gerechtfertigt angesehen.?

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3 Antworten

Habt Ihr Urteile zum nachlesen oder wie sollen wir das nachweisen?

Diese Frage sollte ein Anwalt beantworten können.

Urteile von kleinen Gerichten sind Einzelfälle und der Richter in Deinem Verfahren muss sich nicht daran orientieren.

Warum hat der neue Vermieter euch gezwungen, die Küche zu übernehmen? Die qualitative Verbesserung bzgl eurer Küchensituation wird nicht zu Lasten eures alten Vermieters gehen. In welcher Beweispflicht sieht euch das Gericht?

Dettmann444 18.03.2016, 16:32

Hallo AalFred2

Wir wohnen in einen kleinen Dorf 1500 Einwohner. Ich gehe zu Fuß zur Arbeit, ein Kind geht in Kindergarten und das andere zur Schule. Alles in diesen kleinen Ort. Auch sind wir und die Kinder in örtlichen Vereinen und haben ein Gartengrundstück am Ortsrand.

Wir hatten hier im Ort eine ca. 100 qm große Wohnung wo wir wie schon beschrieben wegen ungerechtfertigten Eigenbedarf gekündigt wurden.

Wir haben 2 Monate nach Erhalt der Kündigung im Ort und auch in Nachbarorten in 2 bis 3 Kilometern Entfernung nach einer 100 qm Wohnung gesucht. Leider vergeblich das haben wir vor Gericht auch bewiesen.

Falls wir noch weiter weg ziehen würden brauchte ich ein Auto um zur Arbeit zu kommen und die Kinder müßten in eine andere Schule und Kindergarten.

Wir haben die neue Wohnung nur mit Küchenübernahme bekommen. In der Wohnung wohnte v. Vermieter die Mutter die ins Altenheim gegangen ist. Die vorhandene Einbauküche maßlich auch auf die Küchengröße abgestimmt sollte egal welcher Mieter sich für die Wohnung interessiert übernommen werden.

Unsere eigene Küche war auch erst 3 Jahre alt (ca. 3.000 €) beim Kauf. Diese konnten wir für 800,- € verkaufen. Vom alten Vermieter fordern wir diesen Differenzbetrag von 1.200 € als Schadenersatz.

Durch diese ungerechtfertigte Eigenbedarfskündigung entstand uns ein Schaden von ca. 5.000 €. Küchenübernahme 1.200 €, Renovierungskosten (Tappete, Gardinen, Teppich u.s.w) u. Umzugskosten 2.500 € und Zinsen für vorfinanzierten Bausparvertrag (100 Monate a. 13,30 € = 1.330 €) für 4.000 € ausgezahlter Bausparvertrag.

Ohne diese ungerechtfertigte Eigenbedarfskündigung würden wir noch in der "alten" Wohnung wohnen und keinerlei Kosten wären entstanden. Diese Klage zieht sich jetzt schon 3,5 Jahre hin.

Soweit hat das Gericht uns auch recht gegeben. Bei der nächsten Verhandlung im April geht es um die 1.200 € Küchenübernahme (Hauswirt ist als Zeuge geladen), und die Vorfinanzierung des Bausparvertrages.

Ich und auch mein Rechtsanwalt suchen nach evtl. BGH und OLG Urteile zu diesen zwei Themen.

Danke falls Ihr uns helfen Könntet.

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