Eigenbedarfskündigung - Mieter wehrt sich?

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4 Antworten

Die Reaktion unseres Anwalts war nun, dass unsere Möglichkeiten ausgeschöpft seien und der Mieter einem Mietschutz unterliege. Kann das sein? 

Der Mieter ist während der Klage geschützt. Zudem kann das Gericht auch noch eine Frist von z.B. 6 Monaten geben, weil es hier einen Härtefall sieht.

Und was können wir tun, damit er endlichen auszieht?

Angemessenen bezahlbaren Ersatzwohnraum suchen und z.B. eine Umzugshilfe in Form von Geld zahlen.

Eine Räumungsklage dauert und bei einem Vergleich hat man auch noch Kosten zu tragen.

Daher sollte man abwägen was besser oder günstiger ist.

Laut unserem Anwalt sollen wir keinerlei persönlichen Kontakt zum MIeter aufnehmen, da er beim Anwalt und beim Gericht bereits dafür bekannt ist, dass er zu allem bereit ist und uns eine Kontaktaufnahme als Nötigung auslegen könnte.

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@gerhardtsh

Ein Anwalt kann den Vorschlag auch unterbreiten und sowas ist keine Nötigung, zumal man das schriftlich macht.

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@gerhardtsh

Hey jonnymcmuff

z.B. eine Umzugshilfe in Form von Geld zahlen.

Warum soll bei gerechtfertigter Kündigung ein Vermieter dem Mieter finanziell abfinden bzw. für den Auszug belohnen? 

Eigenbedarf ist deutlich geregelt,als Mieter privater Wohnräume muss man grundsätzlich immer damit rechnen. 

Hilfe bei der Wohnungssuche ok,aber die eigene Wohnung „abkaufen“?-never! 

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@LouPing

Das kommt immer auf die jeweilige Situation an. z.B. ob man im Zeitdruck ist oder einfach keine Lust hat noch lange zu warten.

Das ist lediglich ein Vorschlag um vielleicht das ganze Verfahren zu kürzen.

Eigenbedarf ist deutlich geregelt,als Mieter privater Wohnräume muss man grundsätzlich immer damit rechnen. 

Geregelt aber ist auch dass die Eigenbedarfskündigung richtig gemacht werden muss, weil sonst unwirksam und der Mieter gegen eine Kündigung wegen sozialer Härte angehen kann.

Hilfe bei der Wohnungssuche ok,aber die eigene Wohnung „abkaufen“?-never! 

Das ist Deine Entscheidung; nur damit Du es weißt, ich bin auch Vermieter.

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@LouPing

Rein theoretisch magst Du recht haben, LouPing. Praktisch ist es aber so, dass man zwar das Recht hat, auf Eigenbedarf zu kündigen, aber der Weg dahin, das Recht auch wirklich ausüben zu können, kostet sehr viel Zeit, Nerven und auch Geld, denn am Ende weiß man nicht, ob man jemals die Kosten, die man gehabt hat, auch wirklich vom Mieter erstattet bekommt, selbst wenn er dazu verurteilt wird.

Von der Miete, die man in der ganzen Zeit vielleicht selbst noch zahlen muss, mal ganz abgesehen.

Gerade bei "dummen" Menschen, die stets finanziell sehr klamm sind, wirkt die "Drohung" mit einer Summe Geld, die dieser Mensch vielleicht noch nie auf einmal in bar auf der Hand hatte, oft wie ein Turbo.

Wie hoch der Betrag sein muss, hängt natürlich sehr vom Einzelfall ab. Manchmal genügen schon ein paar Hunderter und manchmal müssen es 1000, 2000 oder noch mehr Euronen sein.

Wieviel man bereit ist zu zahlen, hängt vom Einzelfall ab. Zum Beispiel davon, wieviel man einsparen kann, wenn es mit der Freigabe der Wohnung schneller, als über den normalen Rechtsweg geht.

Natürlich kann Hilfe bei der Bewältigung des Umzugs ebenso helfen, Widerstände aus dem Weg zu räumen. Unterstützung bei der Wohnungssuche und beim Umzug bspw.

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Bin zwar kein Fachmann, aber vielleicht wäre das ja eine soziale Härte bei ihm. Da er scheinbar Probleme hat und Wohngeld bezieht, nimmt er natürlich alle vermeintlichen Rechte wahr um nicht auf der Straße zu landen. 

Die Situation mit den Kindern, hat sich nach der Kündigung ergeben. Laut Anwälten liegt keine soziale Härte vor.

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Als erstes würde ich den Anwalt wechseln.

Denn meiner Ansicht nach besteht kein Härtefall, wenn es Wohnungen gibt. Du hast geschrieben es gibt welche. Ein Härtefall wäre dann, wenn jemand Auf der Straße sitzen würde. Die Räumungsklage sollte von einem anderen Anwalt durchgezogen werden.

Danke für diese Worte! Kann man denn den Anwalt wechseln, wenn der Fal bereits vor Gericht ist?

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Doch, wenn man wirklich einen Eigenbedarf hat und nicht, wenn man nur an jemand anderen vermieten will.

Geh mal davon aus, dass das Wohngeld gerechtfertigt ist. Für die Kinder ist weiterhin die elterliche Wohnung der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen. Darum gehören sie natürlich auch in die Wohngeldberechnung hinein.

Was ihr tun könnt. Ihr gar nichts. Der Eigentümer kann ordentlich kündigen. Das heißt aber trotzdem nicht, dass der Mieter auszieht.

Die Eltern der Kinder sind getrennt. Laut Jugendamt soll der Lebensmittelpunkt bei dem anderen Elternteil liegen. Demnach steht unserem Mieter doch kein Wohngeld für die Kinder mehr zu? Geschweige denn die Größe der Wohnung.

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