Eigenanteil Seminarfach Präsentation zum Thema Tod?

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3 Antworten

Der Tod ist nur deswegen ein Tabu, weil die die Menschen Angst haben vor ihrer eigenen Endlichkeit. Denn die wird einem erst dann bewusst wenn man dirket mit dem Tod zu tun hat.

Ich unterrichte in der Erwachsenenbildung das Thema Sterben Tod und Trauer.....jeder der von diesem Unterricht zum ersten Mal hört und dann vor mir sitz, hat Angst...Angst vlt. auch weil damit an etwas gerührt wird, was man gut verdrängen konnte...

Und bis auf wenige Ausnahmen war mein Unterricht sogar bisweilen lustig....wir lachen viel, tauschen uns aus....jeder bringt seine Erfahrung mit ein....und am Ende mes Themas wollen viele sogar noch mehr davon :-)

Du siehst, man kann damit auch ganz anders umgehen, offen und aufklärend..

Man kann vergleichen wie mit dem Tod vor 100 Jahren umgegangen wurde und wie heute....wie hat sich die Bestattung verändert, wie der Umgang mit Sterbenden..dazu kannst du bei Bestattern nachfragen und auch im Hospiz...

Ist das so ein tabuthema ? Ich glaube, das ist ein thema, zu dem sich sehr viel sagen lässt. Du kannst trocken recherchieren, also im internet, es gibt die seite kunst, fotografie, wo sich menschen damit beschäftigen. Du kannst in ein krankenhaus oder altenheim gehen und interviews machen, mit schwestern, ärzten, kranken...leg mal los, das wird spannend. Nicht morbide, sondern existentiell interessant :-)

Schattenkatze1 06.06.2014, 13:25

Dummerweise hat sich bei den Umfragen allgemein schon das Problem mit dem Tabu bemerkbar gemacht... Viele Menschen wollen sich zu einigen Fragen nicht äußern.

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bettythinks 06.06.2014, 14:18
@Schattenkatze1

Generell ist ein offener interviewstil am besten bei solchen themen. Ein ganz offenes "was fällt ihnen spontan ein ?","gibt es ein ereignis, an das sie sich erinnern ?","haben sie eine idee, was ich fragen könnte, worüber ich nachdenken sollte?", denn zu viele fragen erzeugen eher hemmungen. Eine frage stellen, diese ein bisschen im raum stehen lassen, eher wie eine bitte um unterstützung, und dann geduld und nur zuhören...

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Da wäre es natürlich super, wenn Du Menschen finden würdest, die ein ernstzunehmendes Nahtoderlebnis hatten. Es gibt tausende Menschen, die sowas erlebt haben. Raymond Moody war der erste, der diese Nahtoderlebnisse untersuchte. Auch das kleine Taschenbuch von Johannes Michels "Berichte von der Jenseitsschwelle" hat einige sehr gute Nahtoderlebnisse aus Deutschland beschrieben.

Du hast schon gemerkt, dass die Menschen beim Thema Tod zurückschrecken. So wäre es doch gut, Deine Arbeit in der Weise zu schreiben, dass eine Zuversicht vermittelt wird, dass das Leben nach dem physischen Sterben unmittelbar weitergeht, wie ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Ich hatte zwar kein Nahtoderlebnis, sondern das Gegenteil, ein Nahgeburtserlebnis, weil ich mich vollbewusst an meine Geburt erinnern kann und deshalb 100%ig weiß, dass ich nicht der physische Körper bin. Und dann gab es noch so einige andere wichtige Erlebnisse mit der geistigen Welt.

Und auch, dass es eben möglich ist, dass die Trauernden mit den Verstorbenen sprechen können, ihnen noch alles sagen, was sie sagen wollten. Auch das Verständnis, dass die Seelen die Trauer der Hinterbliebenen mitbekommen und es sie dann auch bedrückt.

Dieses Buch ist auch gut: Robert James Lees - Reise in die Unsterblichkeit, Band 1 (Das meiste in diesem Band 1 ist richtig. Ein paar Sachen noch nicht ganz, weil man eben bedenken muss, dass es aus der Sicht und dem Bewusstsein dieser Seelen berichtet wird. Aber Band 1 ist ok, bei Band 2 und Band 3 sind ein paar Dinge drin, wo nicht tief genug geschaut wurde. Es ist kein erfundener Roman, sondern reales Seelenleben)

Hier ein kurzer Auszug:

  • Zitat: Und gleich darauf erkannte ich das Ziel unserer Mission: ein Mädchen, am Rande eines frischen Grabes stehend und neben ihr, sitzend und den Kopf weinend in die Hände vergraben, eine andere junge Frau. Ich erkannte die Situation sofort. Hierher also hatte der unbeherrschte Schmerz eine der ihren die Schwester gezogen, die wir vor Kurzem im Haus Siamedes' hatten erwachen sehen. Ich war gebannt von dieser Szene, sie war mein erster Anschauungsunterricht über die Macht, mit der die Liebe den Tod überwindet. Die purpurfarbenen Bänder, die ich schon vorher gesehen hatte, waren jetzt noch heller und stärker, die beiden Seelen verbindend. Strahlen liebender Gemeinschaft gingen ständig hin und her, erkannt und verstanden von der einen, aber unsichtbar für die andere.

    Ich spürte einen kaum widerstehbaren Drang, hinzueilen und etwas zu tun; zu versuchen, den Abgrund zwischen den beiden zu überbrücken. Cushna mußte mich zurückhalten, damit meine Ungeduld nicht zerstöre, was sonst vielleicht zu erreichen möglich war. Er war so ruhig und unbewegt wie die Grabsteine um uns, so ohne jedes Zeichen der Anteilnahme, daß ich mich zu fragen begann, ob derselbe Mann neben mir stand, der gegenüber Marie einer solchen Tiefe des Mitgefühls fähig war. Später erst verstand ich, daß seine Ruhe nur die Zuversicht des Wissens war. Seine Sinne waren aufs höchste angespannt, bereit, einzugreifen, sobald sich die Gelegenheit dazu bot.

    Es war ein erschütternder Anblick, wie sich der Schmerz der Weinenden in Purpurfäden um ihre Schwester rankte. Diese schien die Situation nur allzugut zu begreifen. Hätte sie doch noch ein wenig länger ruhen, hätte sie etwas Kraft gewinnen oder das Wissen erlangen können, wie sie ihrer Schwester helfen könnte. So aber mußte sie hilflos und tatenlos zusehen.

    Heftiges Weinen hatte inzwischen die Bande noch kürzer gezogen, und schließlich stand die Schwester an der Seite der Trauernden, legte ihren Arm um sie und küßte sie auf die Stirn. Ich konnte es kaum fassen bei diesem Anblick, daß die innige Berührung von der anderen nicht gespürt wurde. Aber es gab keinen Zweifel; der Schleier zwischen Geist und Materie war unverkennbar.

    Cushna hielt jetzt den Augenblick zum Handeln für gekommen. Er machte sich der älteren Schwester bemerkbar und redete ihr zu, die Trauernde anzusprechen, was sie seltsamerweise bisher selbst noch nicht versucht hatte. Ihr Gesichtsausdruck schien zu fragen „wenn sie mich nicht sehen kann, wie kann sie mich dann hören?“, aber Cushna ließ sich auf keine Erklärungen ein, ermutigte sie und versprach ihr seine Hilfe. Sanft den Arm fortziehend, erhob sie sich jetzt, kniete dann direkt vor der Schwester nieder und blickte sie fest an.

(weiter hier anschließend)

Michael017 06.06.2014, 16:07

„Sarah, liebe Sarah!“ Weich und schwingend kamen diese Worte von ihren Lippen und sie schienen, schneller als wir zu hoffen gewagt hatten, von Wirkung zu sein. Das Mädchen hob den Kopf und schaute sich um, ungewiß, ob das Echo ihres eigenen Kummers sie getäuscht oder ob sie wirklich eine Stimme gehört hatte. Liebe kämpfte mit Furcht und Zweifel, mit einem starken Wunsch, bis schließlich der Zweifel zu stark war und die Tränen wieder flossen.

Trotzdem, es war weit mehr als wir erwartet hatten, und auch die ältere Schwester hatte mehr Mut geschöpft. „Sprich nochmals“, forderte Cushna sie auf. Wieder erklang die musikalische Stimme, verstärkt in ihrer Intensität durch ein Übermaß von Liebe. „Sarah, Liebste, weine nicht; ich bin's, Lissie — ich hab deinen Kummer gespürt und er hat mich vom Himmel zurückgebracht. „

Diesesmal wurde die Stimme deutlicher gehört. Sarah hob den Kopf hoch, bevor die Schwester zu Ende gesprochen hatte und schaute, die Augen noch voller Tränen, nach allen Seiten um sich. — Niemand war zu sehen, aber es gab keinen Zweifel, die Stimme war ihr nur allzugut vertraut, wenn sie auch weicher und feiner kam als ein Flüstern. Aber war es nicht vielleicht doch nur alles Einbildung? — Cushna schien entschlossen, einem neuen Zweifel vorzubeugen, trat hinzu und lieh seine eigene Kraft. Gleichzeitig forderte er Lissie auf, die Schwester noch einmal zu rufen. Diesmal war der Erfolg vollkommen. Sarahs Antlitz wandelte sich in einen Ausdruck der Freude und Gewißheit; der Zweifel war beseitigt. Sie sprang auf die Füße und eilte heimwärts, die frohe Botschaft der Familie zu bringen.

Wir folgten ihr. Während Cushna wieder völlig ruhig war, befand ich mich in einem Zustand größter Verwirrung. Wenn all das, was ich gerade erlebt hatte, Wirklichkeit war und nicht ein Traum, dann mußte der ,Tod' seinen Schrecken verlieren, und die Worte Christi an Martha „wer lebt und an mich geglaubt, wird niemals sterben“ müßten auch auf Erden eine beweisbare Tatsache werden. Die Entfernung, die uns von der Erde trennte, war so zusammengeschmolzen, daß ein Flüstern sie überbrücken konnte. Nur noch ein Schleier war da; vielleicht durchscheinend genug, um uns sichtbar werden zu lassen. Ein Riß — und die Einheit der Welt war wieder hergestellt!

(Zitat Ende)

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