Ehrenamtliche drogenhilfe in München?

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3 Antworten

Du könntest bei verschiedenen Suchtberatungen mal nachfragen, ob du da helfen kannst. Bayern setzt aber bei Drogensüchtigen eher auf Strafen als auf Hilfe, da haste dir wirklich das schwierigste Bundesland ausgesucht.

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Kommentar von ratsucher1912
30.04.2016, 15:37

Vielen dank für den tipp :). Leider wahr, ab und zu Razzien in den clubs und dann geht alles weiter wie zuvor... unsere liebe polizei drückt konsumenten durch strafen nur weiter in ihre ausweglose situation, zwei sozialarbeiter bewirken da mehr als 100 bullen

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Hallo,

erst mal meinen Glückwunsch, das Du die Kurve gekriegt hast.

Zur ehrenamtlichen Arbeit - naja - das ist so eine Sache....Vom Gedankenansatz her SUUPER und immer wünschenswert - von der Umsetzung her oftmals leider gewollt besch...

Ich würde Dir vorschlagen, die jetzt bestehenden Kontakte zur Szene erst einmal mit Achtung der eigenen Sicherheit ( Rückfallgefahr ect.) zu pflegen, und dort auf kleinster Ebene anzufangen. Du gehörst irgendwie noch dazu - hast also einen gewaltigen Vorsprung, den Du zum eigenen und zum Vorteil der Betroffenen nutzen kannst. Harte Fälle solltest Du dabei eher ausklammern und doch den Profi´s überlassen.

Zu einer Organisation irgend einer Art zu gehen, würde ich erst mal nicht empfehlen, da die Möglichkeiten dort meist durch ein strenges Regularium sehr begrenzt ausfallen - tatsächliche Möglichkeiten dort (was dich betrifft), müssen dann erst mühsam und oft gefühlt unkorrekt von dir aufgebaut werden und zum Verständniss und den Zielen der Orga passen - und zu den verantwortlichen und tonangebenden Leuten - dann das Ganze auch noch dem politischen Willen bedingungslos unterworfen sein.

Dazu kommt noch, das die hochtrabende ehrenamtliche Arbeit zwar in einigen Bereichen einem selbst oft gute und schöne Impulse geben kann, aber real meist nicht so ausfällt, wie man sich das anfänglich erhofft.

"Fußvolk" zu sein in einer Tretmühle ist fast immer das Gefühl, das Leute dann recht schnell erfahren - Leider. Dazu kommt, das viele Sachen auch allein schon durch staatliche Vorschriften so gewollt herbeigeführt werden. ("Bin da nicht so fündig geworden" = zeigt es vielleicht schon recht gut !)

Mir ist klar, das diese Zeilen erst mal sicherlich etwas demotivierend wirken werden, aber nach Jahren der eigenen "ehrenamtlichen Arbeit" weiß ich zu viele Internas, die dazu geführt haben, das ich aus unterster - mittlerer und später höchster Ebene einer "Orga" mit entsprechendem Wissen und Erfahrung diese Schiene der organisierten EHRENAMTLICHKEIT verlassen habe. Heute versuche ich Hilfe dort anzubieten, wo es angebracht und mir möglich ist, und betrachte etliche Punkte in Organisationen aller Art gar mit gewisser Verachtung, weil vielzu viel falsch läuft / politisch gewollt falsch laufen soll.

Hat man das seltene Glück, irgendwo zielgerecht gefördert zu werden, und sinnvolles zu erlernen, ( auch wenn man es nicht selbst sofort erkennt) DANN sollte man mit >Wissen und Überzeugung< zugreifen, und in einer passenden Organisation >selbstlos und uneigennützig< tätig werden.

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