"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt". Was bedeutet diese Aussage von Jesus Christus?

29 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tauchjunge, meine Schwiegermutter sagte immer:"Wenn die Not am größten, ist Gott am nächsten." Wenn Menschen keine Not leiden, also materiell abgesichert sind, denken sie nicht an schlimme Zeiten und Gott ist weit weg.

Lass aber mal eine schlimme Krankheit kommen oder auch für die Reichen kritische Zeiten anbrechen - entweder beten sie zu Gott um Hilfe oder sie verstehen nicht, warum es gerade sie trifft. Für einen Reichen ist es so viel schwerer, sein ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen, wie es vielleicht bei einem Hilfsbedürftigen ist.

Ich war vor einigen Wochen in einer sehr schmerzhaften Situation. Weisst du, welcher Gedanke mir kam? Wie Moses zu Josua sagte:"Nun sei mutig und stark." Irgendwie fand ich es lustig, dass mir gerade dieser Bibeltext einfiel, aber er hat mir in der Tat sehr geholfen. Ich konnte mit der Hilfe aus Gottes Wort durch "dieses Nadelöhr" der Schmerzen und Hilflosigkeit. Ich wünsche auch wohlhabenden Menschen die Demut, ihr Geld nicht als ihr "Himmelreich" anzusehen, denn die Bibel sagt voraus, dass sie ihr Gold und ihr Silber eines Tages auf die Strasse werfen werden, da sie es nicht essen können. Hesekiel 7:19

Übrigens kommen nur einige Menschen in den Himmel, die von der Erde erkauft wurden, um mit Jesus als Könige und Priester über die Erde zu herrschen. Off.5:10, 1. Petrus 2:9

Danke für den Stern, Tauchjunge.

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Tolle Antwort ...

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Die Antwort ist wirklich super. Ich erinnere mich daran, dass meine Grossmutter erzählt hat, das zB auch im Dritten Reich von 33-42 die Kirchen immer leerer wurden. Als die Bombenn dann auf Deutschland fielen haben viele das beten wieder gelernt. Passt auch irgendwie dazu.

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Im Walvoord-Kommentar findet sich zu Matthäus 19,23-26: "Jesus nahm die Begegnung mit dem reichen Jüngling zum Anlass für einen kurzen Exkurs an seine Jünger. Er sagte, wie schwer es für einen Reichen sei, ins Himmelreich zu kommen, und gebrauchte sogar den Vergleich, dass es leichter sei, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe. Da der Jüngling sich mehr auf seine Reichtümer verließ als auf den Herrn, war es nicht einfacher für ihn, ins Himmelreich zu kommen, als für ein Kamel (eines der größten von den Juden benutzten Tiere), durch "ein Nadelöhr" (rhaphidos, eine Nähnadel, nicht, wie manchmal angenommen wird, ein kleines Tor innerhalb eines anderen Tores) zu gehen. Ein Nadelöhr ist eine extrem kleine Öffnung. Die entsetzten Jünger fragten daher: "Ja, wer kann dann selig werden?" Ihre Frage beweist zugleich, wie groß der Einfluss der Pharisäer noch auf sie war, denn die Pharisäer vertraten allgemein die Auffassung, Gott schenke denen, die er liebt, Reichtum. Wenn also ein Reicher nicht ins Himmelreich kommt, schafft es doch wohl niemand, dachten sie. Doch Jesus machte ihnen deutlich, daß die Erlösung allein ein Werk Gottes ist, der Freude daran hat, gerade das zu tun, was den Menschen unmöglich scheint (vgl. Mt 17,20). 11. Weisungen in bezug auf die Nachfolge und den Lohn der Nachfolge (Mt 19,27-20,16)."

Wenn alle Christen ihren gesamten Besitz weggeben würden, hätte das schwerwiegende Folgen. Sie wären nach der Weggabe ihrer Güter sofort verarmt, könnten selbst keinen Armen und Bedürftigen mehr helfen, ihre Kirche/Gemeinde und Missions- und Hilfswerke nicht mehr finanziell unterstützen usw. Vielleicht bzw. wahrscheinlich würden sie selbst bald zu armen und bedürftigen Menschen werden, die auf die materielle Hilfe anderer angewiesen sind. Die Bibel ist für mich ein sehr lebensnahes und praktisches Buch. Ob ein solches Verhalten aller Christen lebensnah und praktisch wäre, ist zu bezweifeln.

In der Bibel ist von vielen Personen zu lesen, die reich sind (Abraham, Hiob, Josef, Salomo, Zachäus, Lydia usw.). Reichtum wird nicht grundsätzlich verurteilt, kann aber zum Fall führen, wenn man zu sehr daran hängt. Deshalb warnt Jesus auch davor, nicht dem ungerechten Mammon anstatt Gott zu dienen (Matthäus 6,24).

Im Timotheusbrief findet sich eine Aufforderung, wie die Reichen mit ihrem Besitz umgehen sollen: "Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln" (1. Timotheus 6,17-18).

Vielleicht wundern wir uns über diese Aussage? Aber was ist damit gemeint? Da kommt also jemand, dem es offensichtlich materiell sehr gut geht, einen netten Eindruck macht, und bereit ist, etwas Gutes zu tun auf seinem Weg in den Himmel. Jesus sagt ihm was im Gesetz geschrieben steht und fordert ihn auf, um vollkommen zu werden, alles zu verkaufen und den Armen zu geben und IHM nachzufolgen (Matthäus 18,25). Was an seiner Frage falsch war, erkennen wir am Nebensatz: ''...damit ich das ewige Leben habe''. Zudem nennt er Jesus ''guter Lehrer'', womit er ausdrückt, für was er Jesus hält. Nämlich einen klugen Lehrer, der auf seine Mitmenschen einen positiven Einfluß hat - mehr nicht. Ich denke, es ging in dieser biblischen Begebenheit garnicht so sehr um Reichtum und das, allgemein gesprochen, ein Reicher nur schwer ins Himmelreich kommt (Matthäus 19,23) sondern, daß man durch eigene Taten und es generell für einen Sünder unmöglich ist, Gottes Anspruch und seiner vollkommenen Heiligkeit und Gerechtigkeit zu entsprechen. Selbst wenn man sehr reich ist. Der Besitz steht hier beispielhaft für Selbstgerechtigkeit. Darum auch das Beispiel mit dem Kamel und dem Nadelöhr (Matthäus 19,26). Ein selbstgerechter Mensch kommt so wenig in den Himmel, wie ein Kamel durch ein Nadelöhr.

Es gibt auch eine heimliche Selbstgerechtigkeit, die auch sympathisch daherkommen kann, wie bei dem reichen Jüngling, aber im Endeffekt ist sie vor Gott (egal in welcher Verpackung) sehr unangebracht. Jesus sagte in Lukas 5,32: ''Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten''. Nicht daß es vor Gott gerechte Menschen gibt (Römer 3,10), aber manche halten sich dafür. Es gibt symphatische, offenherzige Menschen, denen man fast alles abnehmen würde, die aber auch so in einem versteckten Hochmut leben (und glauben) können, daß sie das Evangelium der Gnade ''ad absurdum'' (widerlegen, den Boden entziehen) führen.

Eine ähnliche Antwort wie der Jüngling bekam auch der Pharisäer Nikodemus, als er nach der Neugeburt aus Wasser und Geist fragte, und die geistliche Dimension dabei völlig ignorierte und übersah. Ihm sagte der Sohn Gottes: ''Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden'' (Johannes 3, 5-8). Auch Nikodemus stellte daraufhin eine Frage: ''Wie kann das geschehen?'' (Vers 9). Jesus tadelte ihn wegen dieser Frage, weil er doch in seiner Funktion als geistliches Oberhaupt der Israeliten, das eigentlich wissen sollte. Weder Reichtum (''ungerechter Mammon'' nach Lukas 16,11) noch von Menschen verliehene religiöse Macht, bringen einen Menschen in die ''ewigen Hütten'' , also den Himmel. Allein der am Kreuz gestorbene Sohn Gottes, Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist, hat dies für unsere ewige Rechtfertigung getan. Denen, die vor Grundlegung der Welt erwählt wurden (Epheser 1,4).

Wer an IHN glaubt, und von seiner eigenen Verderbtheit und Unfähigkeit überzeugt ist, und somit einen Erlöser und keinen religiösen Führer sucht, hat ewiges Leben und geht nicht verloren (Johannes 3,16). Der reiche Jüngling suchte quasi nur jemanden, der ihn in seiner selbstgerechten Pilgerreise bestätigte, ihm sozusagen anerkennend auf die Schulter klopfte und sagte: ''Weiter so''! Jesus tat ihm um seiner selbst willen diesen Gefallen nicht. Vielleicht hat er sich später noch besonnen, und verstanden was Jesus ihm klar machen wollte? Wir wissen es nicht. Aber es gibt auch keine Zufälle, und das seine Begegnung mit dem Heiland einmal in der Bibel verewigt sein wurde, hätte er sich wohl auch nicht träumen lassen...

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