"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt". Was bedeutet diese Aussage von Jesus Christus?

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25 Antworten

Tauchjunge, meine Schwiegermutter sagte immer:"Wenn die Not am größten, ist Gott am nächsten." Wenn Menschen keine Not leiden, also materiell abgesichert sind, denken sie nicht an schlimme Zeiten und Gott ist weit weg.

Lass aber mal eine schlimme Krankheit kommen oder auch für die Reichen kritische Zeiten anbrechen - entweder beten sie zu Gott um Hilfe oder sie verstehen nicht, warum es gerade sie trifft. Für einen Reichen ist es so viel schwerer, sein ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen, wie es vielleicht bei einem Hilfsbedürftigen ist.

Ich war vor einigen Wochen in einer sehr schmerzhaften Situation. Weisst du, welcher Gedanke mir kam? Wie Moses zu Josua sagte:"Nun sei mutig und stark." Irgendwie fand ich es lustig, dass mir gerade dieser Bibeltext einfiel, aber er hat mir in der Tat sehr geholfen. Ich konnte mit der Hilfe aus Gottes Wort durch "dieses Nadelöhr" der Schmerzen und Hilflosigkeit. Ich wünsche auch wohlhabenden Menschen die Demut, ihr Geld nicht als ihr "Himmelreich" anzusehen, denn die Bibel sagt voraus, dass sie ihr Gold und ihr Silber eines Tages auf die Strasse werfen werden, da sie es nicht essen können. Hesekiel 7:19

Übrigens kommen nur einige Menschen in den Himmel, die von der Erde erkauft wurden, um mit Jesus als Könige und Priester über die Erde zu herrschen. Off.5:10, 1. Petrus 2:9

Danke für den Stern, Tauchjunge.

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Tolle Antwort ...

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Nein, Jesus hatte nichts gegen Reichtum, er hat auch bei Reichen Mahl gehalten. Es geht immer nur darum, wie man mit den Dingen umgeht. Wenn Reichtum hartherzig und geizig macht, wird man schwer zu Jesus finden und damit in den Himmel, wenn man aber Reichtum nutzt, um Gutes zu tun, anderen zu helfen, ist er kein Hindernis zum Himmel, sondern eher ein Zugang. Reichtum selbst ist keine Sünde.

Mit diesem Ausspruch wollte Jesus nicht das Schöne am Leben verleiden, die kleinen Freuden des Alltags, das kleine bisschen Luxus, das wir uns gönnen dürfen. Aber es schlummert in uns Menschen die Gefahr, diese Nebensächlichkeiten zu ernst zu nehmen, uns zu viel damit zu beschäftigen, so dass unser Kopf davon voll ist. In all dem schlummert die Gefahr, dass sich um uns ein Berg auftürmt, der uns den Zugang, ja die Sicht für das kleine Tor, für das Wesentliche nimmt. Vollbepackt kommen wir nicht durch das Nadelöhr. Wir müssen loslassen lernen, also den Reichtum sozusagen in geistiger Armut besitzen, um frei zu bleiben für das Wesentliche.

Es gehört zu unserer menschlichen Existenz unweigerlich dazu, dass wir abgeben können, loslassen können müssen. Erst recht, wenn wir unser Leben lassen müssen, um in die himmlische Stadt Jerusalem, in das ewige Leben eingehen zu können.

Man sollte auch nicht den Zusatz Jesu auf den Einwand der Apostel "Wer kann dann noch gerettet werden" vergessen "Bei Menschen ist es unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich".

Sehr gute Antwort.

Wenn man das Geld nicht zu seinem Götzen macht und Jesus Christus der Herr und die Nr. 1 im Leben ist, ist der Reichtum nicht verwerflich. Wir sollen Gott dienen und nicht dem Mammon. Aber mit Geld kann man z. B. viel Gutes tun, auch zur Ehre Gottes. Es ist uns alles nur geliehen hier auf Erden. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Aber das, was Kinder Gottes nach ihrem Tod erwartet, ist eh 1000 mal besser, als alles Geld der Welt zu besitzen! :-)

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Vielleicht inspiriert Dich ja dieses Gedicht von Christian Morgenstern zu einer Antwort:)

Die Probe

Zu einem seltsamen Versuch
erstand ich mir ein Nadelbuch.
Und zu dem Buch ein altes zwar,
doch äußerst kühnes Dromedar.
Ein Reicher auch daneben stand,
zween Säcke Gold in jeder Hand.
Der Reiche ging alsdann herfür
und klopfte an die Himmelstür.
Drauf Petrus sprach: "Geschrieben steht,
daß ein Kamel weit eher geht
durchs Nadelöhr, als Du, du Heid,
durch diese Türe groß und breit!"
Ich, glaubend fest an Gottes Wort,
ermunterte das Tier sofort,
ihm zeigend hinterm Nadelöhr
ein Zuckerhörnchen als Douceur.
Und in der Tat! Das Vieh ging durch,
obzwar sich quetschend wie ein Lurch!
Der Reiche aber sah ganz stier
und sagte nichts als "Wehe mir!"

Hi ich deute das wie folgt:

Das Zitat bedeutet nicht dass jemand der reich ist nicht in den Himmel kommt.

Es bedeutet eher dass man durch den Reichtum zu Dingen verführt wird.... die... die sagen wir mal "unchristlich" sind.

Dass ein Reicher grundsätzlich vor Gott ein Greuel sei kann ich nicht bestätigen, wenn ich da mal so auf Salomon schiele!

Besonders arm war der nicht, hatte aber irgendwie nen guten Draht nach oben!

Gruß

"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt". Was bedeutet diese Aussage von Jesus Christus?

Sie bedeutet, dass Reiche NICHT in den Himmel kommen. Das findest du in der Bibel an mehreren Stellen.

Verschiedentlich wird argumentiert, dass in diesem Satz ja "eher" bzw. "schwerlich" steht; dass es also doch möglich sei, dass Reiche in den Himmel kommen können. Doch das funktioniert nicht, wenn man sich die anderen Aussagen von Jesus zum Thema Reichtum anschaut. Bei Matthäus 6, 24 steht die m. E. beste Zusammenfassung dieser Aussage:

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. (Mt 6, 24)

Entweder. Oder. - Kein "vielleicht". Kein "möglicherweise". Stattdessen ein klares: "Wähle! Doch entscheide dich für eines!"

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Der Streit, ob profaner Reichtum tatsächlich vom Himmelreich abhält, ist so alt, wie die christliche Kirche selbst.

  • Die eine Gruppe behauptete: "Jesus war selbst arm. Er scherte sich nicht um Reichtum. Und er lehnte Reichtum ab. Also ist die einzig wahre Nachfolge jene der Armut."
  • Die andere Gruppe behauptete: "Na und? Warum sollen wir im irdischen Leben darben? Lasst uns den Kirchenzehnten einführen, und es wird uns blendend gehen. Dann können wir Wein saufen und Wasser predigen. So wie Jesus. Nur umgekehrt."

Es ist offensichtlich, dass letztere Gruppe gewann und den Klerus der Katholischen Kirche, wie du sie heute kennst, bildete und bildet.

Das ist kein Scherz. Tatsächlich erfand man zahllose Umgehungen dessen, was Jesus, Gott oder die Bibel forderten. Beim Reichtum argumentierte man denn auch so: "Der Reichtum ist ja schließlich der Reichtum der Kirche. Nicht der persönliche Reichtum der Kirchendiener. Wenn sie also ihren Wein aus goldenen oder silbernen Bechern trinken, dann bleiben sie ja trotzdem arm."

Und man erfand noch viel mehr wirklich bemerkenswerte Wege, mit denen man den Willen Gottes, Jesus' und der Bibel umgehen konnte:

Im Mittelalter war während der Fastenzeit Alkohol strikt verboten. Das wollten sich die Mönche eines Klosters bei Augsburg nicht gefallen lassen: "Auf Bier verzichten? Wer sind wir denn? Bettelmönche?" Also braute man ein Starkbier, füllte es in Fässer ab und schickte dem Papst in Rom eine Kostprobe. Nur dieser hatte die Macht, das Alkohol-Verbot während der Fastenzeit zu brechen. Der Papst probierte das - auf der langen Reise nach Italien (Kutsche, schlechte Wege, etc.) längst verdorbene - Bier, befand es für ungenießbar und erlaubte den Mönchen, dieses Gebräu während der Fastenzeit zu trinken: "Wer so ein Gesöff erträgt ohne zu Kotzen, der möge es auch zur Fastenzeit trinken.", ließ er den Mönchen ausrichten. Tja, und die waren zufrieden, rollten die Fässer mit ihrem Bier aus dem gekühlten Keller und konnten fortan auch die Fastenzeit mit einem ordentlichen Bier aushalten.

Oder ein anderes Beispiel der Findigkeit der Christen: Während der Fastenzeit war auch der Genuss von Fleisch strikt untersagt. Fisch durfte jedoch gegessen werden. Also deklarierte ein pfiffiger Bischof: "Man möge mir Rehbraten servieren! Da jedoch Fastenzeit ist, muss das Reh in einem See oder Fluss geschossen werden. Denn was im Wasser schwimmt, das ist ein Fisch. Und Fisch darf in der Fastenzeit gegessen werden."

Andere Christen erfanden aus dem gleichen Grund etwas, das du heute noch kennst: Die Maultaschen. Mit Teig umhülltes Hackfleisch. Denn da das Fleisch von Teig umhüllt ist, so lautete ihre Argumentation, könne Gott nur den Teig sehen, nicht aber das Fleisch. Also ist der Genuss dieser Maultaschen während der Fastenzeit erlaubt.

Christen eben. Menschen können sie zweifellos täuschen. Ihren eigenen Gott auch? Da wäre ich mir nicht so sicher...

DH!

Allerdings:

Christen eben. Menschen können sie zweifellos täuschen. Ihren eigenen Gott auch? Da wäre ich mir nicht so sicher...

Da bin ich mir ganz sicher! "Er" hätte ja schon mal ein klitzekleines bisschen unternehmen können! Hat "er" das ??

Noch nie!

Also, liebe Christen, weiter gesündigt! "Er" schaut wohlwollend zu!

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@666Phoenix
"Er" hätte ja schon mal ein klitzekleines bisschen unternehmen können! Hat "er" das ??

Woher weißt du das? Die Christen stellen auf das "ewige Leben im Paradies" ab. Gott jedoch verweigert jenen, die nicht gehorchen, beides.

Listigerweise erfährt man das aber erst, wenn alle Messen gesungen sind: Nach dem eigenen Tod. Und danach kann man nix mehr korrigieren.

... wer weiß? Vielleicht ist der Himmel also noch verdammt leer und die Warteliste der aussichtsreichen Anwärter entsprechend sehr übersichtlich?! ;)

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So wie es Jesus gelehrt hat, kannst du als Multimillionär (wer 1 bis 2 Millionen Euro hat, ist in unserer Welt noch nicht reich) eigentlich nicht in den Himmel kommen. Jesus hat ja auch gesagt: "Verkaufe Alles, gib das Geld den Armen und folge mir nach." Er wollte auch Hierarchien auf den Kopf stellen: "Der Größte unter euch sei jedermann Diener."

In der Apostelgeschichte wird von einem Ehepaar berichtet, das nur 50% von einem Ackerverkauf der Gemeinde gespendet hatten (anstatt wie vorgeschrieben 100%) und auf Rückfrage gelogen haben - beide ereilte schnell der Tod.

Wenn wir es heute GENAU so machen würden, wie es Jesus vorgeschrieben hatte, dann würde die Wirtschaft zusammenbrechen und wir wären alle arm. Aber der Philosoph Jesus von Nazareth war ein wichtiger Wegbereiter des Sozialismus. Deshalb hat gemäß Jesus ein Sozialist sicherlich bessere Chancen in den Himmel zu kommen, als ein Kapitalist.

die Gemeinde in Jerusalem pflegte ja sowas wie ne Art Urkommunismus, sie nannten sich die "Armen" (ha Ebionim), pflegten persönliche Besitzlosigkeit und hatten eine nach oben hin offene Gemeinschaftskasse, die ursprünglich von Jehuda Iskariot verwaltet wurde. Das imitiert den alten Buddha-Orden, mit einem Unterschied: die Urgemeinde konnte kollektiv Besitz haben, nur die einzelnen Mitglieder nicht. Während die Buddha-Sangha auch kein kollektives Eigentum erwerben durfte, Klöster, Tempel und andere Immobilien waren Leihgaben und blieben Eigentum des Spenders.

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Vielleicht wundern wir uns über diese Aussage? Aber was ist damit gemeint? Da kommt also jemand, dem es offensichtlich materiell sehr gut geht, einen netten Eindruck macht, und bereit ist, etwas Gutes zu tun auf seinem Weg in den Himmel. Jesus sagt ihm was im Gesetz geschrieben steht und fordert ihn auf, um vollkommen zu werden, alles zu verkaufen und den Armen zu geben und IHM nachzufolgen (Matthäus 18,25). Was an seiner Frage falsch war, erkennen wir am Nebensatz: ''...damit ich das ewige Leben habe''. Zudem nennt er Jesus ''guter Lehrer'', womit er ausdrückt, für was er Jesus hält. Nämlich einen klugen Lehrer, der auf seine Mitmenschen einen positiven Einfluß hat - mehr nicht. Ich denke, es ging in dieser biblischen Begebenheit garnicht so sehr um Reichtum und das, allgemein gesprochen, ein Reicher nur schwer ins Himmelreich kommt (Matthäus 19,23) sondern, daß man durch eigene Taten und es generell für einen Sünder unmöglich ist, Gottes Anspruch und seiner vollkommenen Heiligkeit und Gerechtigkeit zu entsprechen. Selbst wenn man sehr reich ist. Der Besitz steht hier beispielhaft für Selbstgerechtigkeit. Darum auch das Beispiel mit dem Kamel und dem Nadelöhr (Matthäus 19,26). Ein selbstgerechter Mensch kommt so wenig in den Himmel, wie ein Kamel durch ein Nadelöhr.

Es gibt auch eine heimliche Selbstgerechtigkeit, die auch sympathisch daherkommen kann, wie bei dem reichen Jüngling, aber im Endeffekt ist sie vor Gott (egal in welcher Verpackung) sehr unangebracht. Jesus sagte in Lukas 5,32: ''Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten''. Nicht daß es vor Gott gerechte Menschen gibt (Römer 3,10), aber manche halten sich dafür. Es gibt symphatische, offenherzige Menschen, denen man fast alles abnehmen würde, die aber auch so in einem versteckten Hochmut leben (und glauben) können, daß sie das Evangelium der Gnade ''ad absurdum'' (widerlegen, den Boden entziehen) führen.

Eine ähnliche Antwort wie der Jüngling bekam auch der Pharisäer Nikodemus, als er nach der Neugeburt aus Wasser und Geist fragte, und die geistliche Dimension dabei völlig ignorierte und übersah. Ihm sagte der Sohn Gottes: ''Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden'' (Johannes 3, 5-8). Auch Nikodemus stellte daraufhin eine Frage: ''Wie kann das geschehen?'' (Vers 9). Jesus tadelte ihn wegen dieser Frage, weil er doch in seiner Funktion als geistliches Oberhaupt der Israeliten, das eigentlich wissen sollte. Weder Reichtum (''ungerechter Mammon'' nach Lukas 16,11) noch von Menschen verliehene religiöse Macht, bringen einen Menschen in die ''ewigen Hütten'' , also den Himmel. Allein der am Kreuz gestorbene Sohn Gottes, Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist, hat dies für unsere ewige Rechtfertigung getan. Denen, die vor Grundlegung der Welt erwählt wurden (Epheser 1,4).

Wer an IHN glaubt, und von seiner eigenen Verderbtheit und Unfähigkeit überzeugt ist, und somit einen Erlöser und keinen religiösen Führer sucht, hat ewiges Leben und geht nicht verloren (Johannes 3,16). Der reiche Jüngling suchte quasi nur jemanden, der ihn in seiner selbstgerechten Pilgerreise bestätigte, ihm sozusagen anerkennend auf die Schulter klopfte und sagte: ''Weiter so''! Jesus tat ihm um seiner selbst willen diesen Gefallen nicht. Vielleicht hat er sich später noch besonnen, und verstanden was Jesus ihm klar machen wollte? Wir wissen es nicht. Aber es gibt auch keine Zufälle, und das seine Begegnung mit dem Heiland einmal in der Bibel verewigt sein wurde, hätte er sich wohl auch nicht träumen lassen...

ein nadelöhr , ist ein kleines tor, wo kamele sehr schwer durch kommen .... natürlich kommen sie da durch , aber es ist anstrengend ..... wenn kein reicher mensch ins himmelreich kommen würden , dann hätten deutsche christen keine chance, weil wir in einem reichen land leben.... reiche menschen haben es deswegen schwieriger, weil ihr reichtum sie daran hindert... niemand lässt gern seinen ganzen luxus hinter sich und verteilt alles den armen um jesus nachzufolgen:)

Mit Nadelöhr könnte ein kleines Seitentor im Stadttor von Jerusalem gemeint sein. Wenn Abends aus Sicherheitsgründen das große Stadttor geschlossen wurde, mussten die Leute durch das kleine Tor "Nadelöhr" gehen.

Kamele gingen da natürlich schlecht durch, aber mit etwas Mühe hat man das schon noch hinbekommen.

Also wenn es Jesus gegeben hat, und die Aussage so gemacht wurde, wäre da schon auch für Reiche eine Möglichkeit in den Himmel zu kommen. Vielleicht nicht ganz so einfach.

Mit Nadelöhr könnte ein kleines Seitentor im Stadttor von Jerusalem gemeint sein.

wohl kaum - s. meine direkte Antwort an "Tauchjunge". Außerdem wird allgemein von Nadelöhr gesprochen, eine spezielle Zuordnung ist nicht ersichtlich.

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@Viktor1

Letztendlich bleibt das alles sowieso mehr oder weniger Spekulation.

Mir persönlich gefällt das Stadttor besser.

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Im Walvoord-Kommentar findet sich zu Matthäus 19,23-26: "Jesus nahm die Begegnung mit dem reichen Jüngling zum Anlass für einen kurzen Exkurs an seine Jünger. Er sagte, wie schwer es für einen Reichen sei, ins Himmelreich zu kommen, und gebrauchte sogar den Vergleich, dass es leichter sei, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe. Da der Jüngling sich mehr auf seine Reichtümer verließ als auf den Herrn, war es nicht einfacher für ihn, ins Himmelreich zu kommen, als für ein Kamel (eines der größten von den Juden benutzten Tiere), durch "ein Nadelöhr" (rhaphidos, eine Nähnadel, nicht, wie manchmal angenommen wird, ein kleines Tor innerhalb eines anderen Tores) zu gehen. Ein Nadelöhr ist eine extrem kleine Öffnung. Die entsetzten Jünger fragten daher: "Ja, wer kann dann selig werden?" Ihre Frage beweist zugleich, wie groß der Einfluss der Pharisäer noch auf sie war, denn die Pharisäer vertraten allgemein die Auffassung, Gott schenke denen, die er liebt, Reichtum. Wenn also ein Reicher nicht ins Himmelreich kommt, schafft es doch wohl niemand, dachten sie. Doch Jesus machte ihnen deutlich, daß die Erlösung allein ein Werk Gottes ist, der Freude daran hat, gerade das zu tun, was den Menschen unmöglich scheint (vgl. Mt 17,20). 11. Weisungen in bezug auf die Nachfolge und den Lohn der Nachfolge (Mt 19,27-20,16)."

Wenn alle Christen ihren gesamten Besitz weggeben würden, hätte das schwerwiegende Folgen. Sie wären nach der Weggabe ihrer Güter sofort verarmt, könnten selbst keinen Armen und Bedürftigen mehr helfen, ihre Kirche/Gemeinde und Missions- und Hilfswerke nicht mehr finanziell unterstützen usw. Vielleicht bzw. wahrscheinlich würden sie selbst bald zu armen und bedürftigen Menschen werden, die auf die materielle Hilfe anderer angewiesen sind. Die Bibel ist für mich ein sehr lebensnahes und praktisches Buch. Ob ein solches Verhalten aller Christen lebensnah und praktisch wäre, ist zu bezweifeln.

In der Bibel ist von vielen Personen zu lesen, die reich sind (Abraham, Hiob, Josef, Salomo, Zachäus, Lydia usw.). Reichtum wird nicht grundsätzlich verurteilt, kann aber zum Fall führen, wenn man zu sehr daran hängt. Deshalb warnt Jesus auch davor, nicht dem ungerechten Mammon anstatt Gott zu dienen (Matthäus 6,24).

Im Timotheusbrief findet sich eine Aufforderung, wie die Reichen mit ihrem Besitz umgehen sollen: "Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln" (1. Timotheus 6,17-18).

Es kommt bei Jesu auf die Einstellung des Gebens an (Spr.28,27), um in das Reich Gottes zu kommen (Apg.20,15).

Die meisten "Millionäre" dieser Welt sind nicht so spendabel, der Vertreter des "Gottes dieser Welt" allerdings auch nicht (Offb.17,1-5).

Hiob war auch "Millionär", als er von Gott auf die richtige Denkweise gebracht wurde (Hiob 42,4-6.10).

finanziell Reiche vergesssen oft dass es auch Ärmere gibt die sie unterstützen können

Gott interessiert nicht sein Vermögen sondern seine gute Taten denn dadurch bekommt er einen Schatz im Himmel

Jesus verurteilte keineswegs Wohlstand. Selbst unter seinen Jüngern befanden sich wohlhabende Personen, die himmlische Hoffnung hatten.

Mit dieser Hyperbel / bewussten Übertreibung machte Jesus lediglich auf die Gefahr des Reichtums aufmerksam. Wer reich werden will, investiert viel Zeit für sein Ziel — Zeit, die ihm für seinen Gottesdienst fehlt. Somit entfremdet er sich von Gott und verliert das wichtigste Ziel — ewiges Leben — aus den Augen.

Reichtum verführt dazu, sich auf ihn zu verlassen. Man fühlt sich sicher und anderen, armen Menschen überlegen. Lies die Berpredigt (Matth. 5 - 7) und überlege, ob diese Lehren Jesu für reiche, selbstbewußte Menschen einfach zu befolgen sind.

Das heißt nicht, daß reiche Menschen nicht bewußt daran arbeiten könnten, die Grundsätze Jesu einzuhalten. Es wird nur für sie viel, viel schwieriger werden als für diejenigen, die es gewohnt sind, sich unterzuordnen.

Ein "Nadelöhr" ist in diesem Sinne vermutlich eine Art kleines Tor (vgl. https://www.google.de/search?q=nadelöhr+tor+jerusalem&client=opera&hs=kQ6&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiIk-f5ucfYAhUR56QKHUQ_DKYQ_AUICygC&biw=1920&bih=941 ) durch welches Kamele vermutlich sehr ungern gehen.

Ebenso wird ein reicher Mann vermutlich sehr ungern von seinem persönlichen Wohlstand abgeben und weil er lieber alles für sich behalten wird, wird er nicht entsprechend christlicher Werte leben, und wenn er das nicht macht, sieht es im Leben nach dem Tod ziemlich blass für ihn aus. Da helfen weder Glaube, noch Taufe oder sonst etwas. Die Bibel besagt eindeutig, dass jeder das erntet, was er selbst sät, und es nur eine Möglichkeit der Vergebung gibt, auch trotz der Taufe, nämlich wenn man selbst wirklich zu vergeben bereit ist - nicht nur einmal, sondern als eine gelebte Charaktereigenschaft.

Damit meinte er wohl das die Reichen immer Geiziger und Gieriger werden und nichts den Armen Geben obwohl sie genug haben und die Armen immer Teilen obwohl sie nichts haben so Interpretiere ich es zu mindest :)

Mit dem ganzen Geld wird es einfach schwieriger gute Taten zu vollbringen, sprich sich seinem Nächsten zuzuwenden. Denn das Geld muss ja auch verdient und der Betrag gehalten oder erhöht werden.

Geld ist nicht so wichtig, wichtig sind gute Taten. Wenn du aber dein Augenmerk nur auf das Geld legst, wirst du schon im Jetzt seelisch leiden, bzw. die Hölle erleben.

das ist eine der provokativen Aussagen von Jesu welche diejenigen Begüterten aufrütteln will, welche meinen , mit ein bisschen Almosen geben hätten sie genug getan ohne ihren Reichtum wirklich zu mindern, denen also die rechte Gesinnung zu ihrer Gabe fehlte.

Die zutreffende Übersetzung des Textes dazu ist nicht "Kamel......" sondern "Tau durch ein Nadelöhr". Das macht Sinn denn seine Jünger waren meist Fischer, welche täglich Netze flickten mit einer "Netznadel". Schiffs-Taue wurden wohl mit groben Haaren von Kamelen verstärkt oder gefertigt so daß umgangssprachlich wohl von "Kamel" gesprochen wurde.

Die oft gebrachte Erklärung, daß mit "Nadelöhr" eine kleine Pforte in Jerusalem gemeint sei ist wohl an den (Kamel-) Haaren herbeigezogen auch deshalb, weil den nicht aus Jerusalem stammenden Jüngern solche Zuordnung wohl kaum geläufig war und man ein Kamel eventuell doch durch diese Pforte zwängen konnte. Die Jünger sahen aber die Zuordnung als unmöglich weshalb sie entsetzt waren wie "hart" Jesus hier über "Reiche" sprach.

https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us19,25

Der Koran spricht etwas Ähnliches:

„Siehe, diejenigen, die unsere Zeichen der Lüge zeihen und sich arrogant von uns abwenden, nicht werden ihnen geöffnet die Tore des Himmels, und nicht gehen sie ein ins Paradies, ehe denn ein Kamel durch ein Nadelöhr geht; und also belohnen wir die Missetäter.” (Sure 7:38)

Der Koran spricht etwas Ähnliches:

Kunststück, der Koran ist ja auch um einige 100 Jahre jünger als die Bibel. Mohammed hat mehr oder weniger nur abgeschrieben, oder sagen wir abschreiben lassen, denn nach eigener Aussage konnte er weder lesen noch schreiben.

Mohammed war kein "Prophet", der von Gott gesandt wurde, jedenfalls nicht von dem Gott der Bibel. Denn um 700 n. Chr. war die Bibel schon längst komplett, und Gott hatte es nicht mehr nötig, durch Propheten zu reden.

LG Kessy

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Neutestamentler gehn davon aus, dass mit Nadelöhr eines der engeren Stadttore Jerusalems gemeint ist. Und Himmel ist hier kein Nachtodes-Ort, sondern das Königreich Gottes, eine Theokratie, die den Äon des römischen Reiches ablösen soll. Der Sinn ist, dass Reiche nicht an einem Umsturz eines sklavenhaltenden Unterdrückungsregimes interessiert sind, sondern nur die Armen - wobei die Armen (ha Ebionim) eine Selbstbezeichnung der Urchristen war, die auf das baldige, ganz irdisch konkrete Königreich Gottes hofften. Und erst als dieses nicht kam, wurde "Reich Gottes" von der Reichskirche umgewidmet zu dem Nachtodesparadies.

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