Ehepaar mit zwei Kindern Erbrecht.?

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3 Antworten

Beide Kinder verzichten auf ihren Erbteil zu Gunsten des letzt lebenden Ehepartners.

Meint genau was?

Haben sie sich der Längstlebenden nach dem Erbfall (!) ausdrücklich erklärt, etwa: "Mutti, wir brauchen Vaters Geld nicht, sei beruhigt, es gehört allein dir für einen sorgenfreien Lebensabend" wäre dieser Erbverzicht wirksam und endgültig.
Hier bedurfte keinerlei Schriftform oder gar notarieller Beurkundung, um wirksam zu verzichten.
Ein Pflichtteilsanspruch der Kinder bestand nie, wenn sie ohne anderslautendens Testament des Verstorbenen i. S. d. § 1922 BGB  automatisch nach der gesetzlichen Erbfolge zu Erben berufen waren, § 2303 I BGB.

Hättten sie hingegen lediglich stillschweigend auf Erbauszahlung (!) verzichtet, besteht ihr Anspruch bis zu 30 Jahre nach dem Erbfall.

Nun möchte die überlebende Mutter das Einfamilienhaus verkaufen.

Ein Blick in das Grundbuch klärt, wer (Mit-)Eigentümer ist: Sind die Kinder nicht eingetragen, treten sie auch nicht als Verkäufer mit anteiligem Kaufpreisanspruch auf.

G imager761

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da Deine Mutter noch lebt, habt Ihr keinen Anspruch.

Das Haus gehört ihr und sie kann damit machen was sie will.

Auf den Pflichtteil aus dem Erbe des Vaters habt Ihr ja seinerzeit verzichtet.

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das ist üblich, dass beim Tod eines Ehepartners der andere abgesichert werden soll und nicht gleich Haus und Hof verlieren soll, weil die Kinder ihr Erbe haben wollen. Das haben wohl auch eure Eltern beschlossen. 

Eure Eltern wollten sich mit dem von ihnen angesammelten Vermögen gegenseitig absichern.

Ihr habt verzichtet.

Also habt ihr keinen Anspruch jetzt, sondern erst nach dem Tod des 2. Elternteils.

Was ist euer Problem? Dass der eine Partner das ganze Geld verjubelt und damit schöne Dinge tut und ihr leer ausgeht?

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Kommentar von jenshiller
17.08.2016, 16:09

Was ist das denn für eine Antwort.

Es ist "üblich..."?

Was, wenn die überlebende Mutter momentan nicht Herrin ihrer Sinne ist oder mit der Gesamtsituation überfordert ist oder es zumindest so empfindet?

Sicher war es ungeschickt von den Kindern, jedoch ist deine Antwort wahrlich nicht angebracht.....sorry.

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Kommentar von imager761
08.10.2016, 21:05

Woher nimmst du diesen hanebüchenden Unsinn? Und  verallgemeinerst den auch noch unzulässigerweise? Hilfreich geht anders :-O

"Üblich", nämlich gesetzliche Erbfolge, ist eine gemeinsame Erbfolge des Längstlebenden und der Kinder des Erblassers gem.  §§ 1924, 1931 f. BGB :-O

Mit höherer Erbquote der Ehefrau gegenüber den Abkömmlingen des Erblassers durch Erbe plus pauschl. Zugewinnanspruch plus  Voraus an Hausrat.

Und genau die war hier gewollt - hast du überhaupt die Frage gelesen oder gar verstanden?

Wer eine noch stärkere Absicherung der/s Hinterbliebenen Gatten/in als die der gesetzlichen Regelung wünscht, verfügt dies per Erbvertrag, Testament, Nießbrauchverfügung bzw. lebenslangem Wohnrecht der gemeinsam genutzten Immobilie, die einen Ausverkauf der erwartet "gierigen" Kinder verhindert.

Oder gleich mit Alleinerbeinsetzung des längtlebenden Ehegatten bei gleichzeitiger Pflichtteilseinsetzung der Kinder, die dem hälftigen Erbe ohne Anspruch auf Haus und Sachwerte entspricht. Gern auch wechselseitig in einem gemeinsamen ("Berliner") Testament erklärt.

Genau das erfolgte hier ausdrücklich nicht.

G imager761


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