Ehemann verstorben - Wer erbt was und wer zahlt was?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Semprium224, bei der Darstellung des Sachverhaltes fehlen leider einige wichtige Informationen - z.B., wem die Immobilien gehören 

Aber ich will mal versuchen, trotzdem etwas Übersicht in die Situation zu bringen:

1. Es wird alles, was dem Mann gehört hat, vererbt. Das heißt, wenn er alleiniger Verdiener war, das gesamte Geld und alles, was ihm sonst noch gehört hat. Daraus folgt, daß der Witwe 50% von allem zusteht, jeweils 25% den beiden Kindern. Wie bereits richtig bemerkt, betrifft das allerdings keine Gegenstände der normalen Haushaltsführung - also so eine Hobby-Werkstatt, ggf. eine Modelleisenbahn, Briefmarken- oder Münzsammlung, Gemälde und Schmuck.... natürlich schon.

Sollte sie eigenes Geld verdient haben, gehört alles das, was damit angeschafft worden ist, natürlich NICHT zum Erbe - ebenso wenig Geschenke, die ihr Mann ihr gemacht hat und alles andere ihrer persönlichen Habe.

2. Die Beerdigung wird aus dem Erbe bezahlt und HINTERHER ist klar, wer wie viel erbt - und kann verteilt werden.

3. Defekte an Immobilien zahlt der Besitzer - also der/die, dem die Immobilien seit 14 Jahren gehören - wer immer das sein mag - aber schließlich befanden sie sich lt. Deiner Schilderung schon lange nicht mehr im Besitz des Verstorbenen. Wenn dieser (weil Besitzer/in seine Frau oder eines seiner Kinder) aus Routine, Familiensinn oder sonstigen Gründen trotzdem immer noch alles am Haus zu erledigende bezahlt hat, ist das zwar sehr schön für den/die Besitzer/in gewesen, hat aber keinerlei "Gewohnheitsrecht" ausgelöst - war eine nette Geste, die mit dem Todesfall endet.

Du siehst also - wenn die drei sich nicht gerade massiv das Streiten kriegen, geht alles auch ohne Anwalt - je nach Bank allerdings nur mit Erbschein. Und den beantragt man entweder selbst beim Wohnsitzamtsgericht des Verstorbenen oder bei einem Notar am Ort, wo man wohnt.

Ich hoffe, das hat Dir weiter geholfen und wünsche viel Kraft, sollte es sich nicht um ein fiktives Beispiel gehandelt haben....

Hallo,

also ein paar Infos die vllt helfen. Wie richtig erkannt ist das Bsp nicht so fiktiv. Aber danke bis hierhin für alle antworten..

Also die Immobilie ist an einen der Söhne überschrieben worden. Seine Eltern sind aber Nutznießer. Also aus dem Schenkungsvertrag geht hervor das die Eltern bis zum Tod für die Instandhaltung der Immobilien verantwortlich sind. Das hätte ich vllt erwähnen müssen.

Wie wir von einem Anwalt der aber nicht von der Witwe beauftragt ist erfahren haben, gehören ihr wohl schon 50% so, da alle Konten etc auch auf ihren Namen laufen. Von den 50% ihres Mannes erbt sie nochmal 50% und ihre kinder zsm 25. Sprich insgesamt bekäme sie also vom Geldvermögen 75%. 

Das mit den Luxusgütern habe ich verstanden. Dann wird das Inventar der Hobby Werkstatt auch dazu zählen. Das Amtsgericht ist bereits informiert.

Das ärgerliche an der Stelle ist das eine der Kinder schon von Erbe sprach als der Mann quasi noch warm war. Deswegen kommt eine normale Einigung nicht in Frage und ihm soll auch nur das äußerste bekommen was möglich ist.

Hat sich durch diese Info bzgl der Reparaturen denn was geändert? Das würde ja das Erbe eventuell wie die Beerdigung schmälern.

Letztlich glaube ich ist das Einschalten eines eigenen Anwalts aber dann doch das sinnvollste.

0
@Seprium224

O.K. - wenn die Konten auch auf sie laufen, bekommt sie natürlich insgesamt 75% und wenn in der Schenkungsurkunde drin steht, daß die Eltern für Instandhaltungskosten aufzukommen haben, selbige außerdem VOR Eintritt des Todes angefallen sind (bzw. das Ereignis, welches zum Anfall der Kosten geführt hat vorher aufgetreten ist) geht das wohl vom Erbe ab.

Allerdings - die Instandsetzung ist ja noch nicht durchgeführt worden - also sind de facto noch keine Kosten entstanden....  - ich denke auch, daß sich die Witwe einen Fachanwalt für Erbrecht suchen/nehmen sollte.

Der Sohn, der sein Erbe am liebsten schon vor der Beerdigung hätte, bekommt - ohne Testament - allerdings so oder so seine 12,5% vom Erbe - auch, wenn das manche/r für ungerecht hält - nur per Testament hätte er auf den Pflichtteil (6,75%) zurückgestuft werden können.

0

Ohne Ehevertrag und Testament erbt die Ehefrau zu 1/2. Die andere Hälfte teilen sich die Kinder! Es ist übrigens ein Mythos, dass der Ehefrau auf  Grund des Güterstandes ohnehin von allem die Hälfte gehören würde!

Ausgenommen wie du schon richtig gesagt hast, ist alles, was sie zur Haushaltsführung benötigt! Dazu gehört jedoch nicht die Werkstatt!

Die Beerdigung tragen die Erben anteilig!

Hi, danke für die Antwort. Wie sieht das nun mit Kosten aus die vor dem Tod entstanden sind?

0

Diese Kosten erben die Erben sozusagen mit!

1

Die Erben sollten sich irgendwie untereinander einigen. Ansonsten liegt die Entscheidung letztlich bei einem Gericht. In solchen Fällen solltest du dich von einem Anwalt beraten lassen.

Und die Beerdigung zahlt der Tote. Das bedeutet, das Erbe wird erst dann verteilt, wenn die Beerdigung bezahlt ist.

Erbe Ehemann nicht der Vater der 2 Kinder und 2 Kinder wer erbt was?

Wer erbt was wenn die Mutter stirbt und der Ehemann und die Kinder noch Leben? Der Ehemann ist NICHT der leibliche Vater von den 2 Kindern.

...zur Frage

Erbteil Enkel - Oma verstorben?

Meine Oma ist kürzlich im Alter von 95 Jahren gestorben. Ihr Ehemann schon vor vielen Jahren. Sie haben zwei Kinder. Meine Mutter und Ihren Bruder. Meine Mutter ist ebenfalls schon verstorben. Es liegt kein Testament vor. Somit greift die gesetzliche Erbfolge. Mein Onkel [lebendes Kind meiner Oma] lebt noch und hat 3 Kinder. Ich bin einziger Sohn meiner Mutter. Gehe ich richtig in der Annahme, dass das Erbe zu 50% auf mich und zu 50% auf meinen Onkel aufgeteilt wird? Da ich gerade am Hausbauen bin könnte ich etwas Geld gut brauchen.

...zur Frage

Kein Versicherungsschutz wenn Versicherungsnehmer verstorben ist und die Frau den PKW weiterfährt?

Wer kann beantworten , ob Versicherungsschutz der Autoversicherung besteht, wenn der Versicherungsnehmer inzwischen verstorben ist, die Ehefrau aber weiterhin den PKW gefahren und die Versicherug auch regelmäßig weiter bezahlt hat. In den Unterlagen steht eben noch von früher als Versicherungsnehmer der verstorbene Ehemann! Hätte die Ehefrau die Versicherung unbedingt nach dem Tod des Mannes auf ihren Namen umschreiben lassen müßen?

...zur Frage

Sozialversicherung/Familienversichert - Kann man in dieser Situation drinbleiben?

Folgende Problemstellung:

Ehemann und Ehefrau sind zusammenveranlagt.

Ehemann:

Arbeitnehmer und Hauptverdiener

Ehefrau:

Ist über ihren Mann in der gesetzlichen Sozialversicherung familienversichert , geht nicht arbeiten und hat Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung in Höhe von ca. 4000€/Jahr

So... Damit die Frau familienversichert bleiben kann darf das monatliche Gesamteinkommen der Frau 435 € nicht überschreiten (2018). Das heißt, sie darf maximal 5220€ Gesamteinkommen im Jahr haben (435x12). Da ist sie mit den Einkünften aus Vermietung&Verpachtung ja drunter... soweit alles gut!

Die Frau möchte nun gerne einer geringfügigen Beschäftigung/Minijob auf 450 € Basis nachgehen. Da zahlt sie ja dann keine Sozialversicherungsbeiträge.

Sie hat ja dann Mieteinkünfte + Lohn... Ist das Gesamteinkommen dann zu hoch und darf sie dann nicht mehr Familienversichert bleiben? Oder zählt der Minijob nicht? Und muss der Mann dann noch mehr draufzahlen?

Wie sieht es nun mit der Sozialverischerung aus?

Danke schonmal im vorraus :)

...zur Frage

Mann erschießt Frau und dann sich selbst....zahlt die Lebensversicherung?

Hallo,

folgender Sachverhalt:

Ehemann erschießt Ehefrau und danach sich selbst.

Ehefrau hatte eine LV,Ehemann wäre Begünstigter. Zahlt eine LV nun überhaupt an die Erben aus?

Schon mal danke für die Hilfe

...zur Frage

Familie Mann, Frau 2 Kinder, am Anfang der Ehe Mann erbt Haus Ehe Zugewinn, Ehemann stirbt, was gehört der Frau und was bekommt sie da zu und was die Kinder?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?