Ehemalige Kirche zur Moschee umgebaut?

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Dass evangelische wie katholische Gotteshäuser leerstehen weil die Gemeinden kleiner werden, die Priester fehlen und somit de facto nicht mehr soviele Gottesdienst stattfinden ist wohl Realität. Dass solche Gebäude aber auch wenn sie nicht genutzt werden und nur rumstehen Geld kosten ist auch klar. Geld ist aber bekanntlich nie genug da und daher müssen beide christlichen Kirchen sparen... Also geht man eben hin und verkauft das was man hat und nicht mehr braucht um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Es kommt Geld rein und man reduziert laufende Kosten.

Dass also Kirchengebäude verkauft werden und eine neue Verwendung finden ist nicht ungewöhnlich. Ich kenne Kirchen aus denen Bürogebäude oder Wohnungen wurden. Eine Kirche wurde zur einem Buchladen mit Kaffee und ein Kloster zum Hotel mit Empfangsraum und Bar in der Kirche...

Dass andere Glaubensgemeinschaften dann solche Gebäude übernehmen liegt eigentlich nahe. Wie man nun zu dem ein oder anderen Glauben und Weltanschauung steht ist davon ja erst mal unberührt. Auch die Frage was sich wie in unserer Bevölkerung verändert, wenn es mehr oder weniger Gläubige der ein oder anderen Religionsgemeinschaft gibt hat bei der Frage, ob eine Immobilie die vom Eigentümer nicht mehr genutzt wird nicht besser an jemanden der sie nutzen kann verkauft wird, keine Relevanz.

Zu den letzten Punkten ist zu sagen:
1. egal ob Gott, Jesus, Vater, Wischnu, Allah, Manitu oder wie auch immer bezeichnet wird. Wenn es ein höheres Wesen in dieser Art gibt, ist dass dann unterm Strich wahrscheinlich auch egal. Gotteshaus bleibt Gotteshaus und unterscheidet sich dann letzten Endes nur von der Deko im Innenraum - der Zweck bleibt ja weitestgehend erhalten.
2. Gesellschaftliche Entwicklungen sollten Fragen der Politik sein. Religion und Politik sollte man aber trennen. Ebenso wäre es falsch Herkunft, Religion und Zugehörigkeit zur Gesellschaft gegeneinander aufzuwiegen oder zu pauschalisieren. Also nur weil ich in die Kirche gehe und mein Kollege in die Moschee heist das ja nicht zwingend, dass einer kein Teil der Gesellschaft ist! (da könnten sich noch mehr Beispiele formulieren lassen! Denk mal drüber nach...)

Also zusammenfassend: Ich find's ok, wenn ungenutzte Kirchen verkauft und umgewidmet werden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Naja als Christ, finde ich es schon traurig, dass der christliche Glaube in manchen Bereichen auf den Rückzug zu sein scheint.

Ich habe mich natürlich mit dieser Kirche befasst und einige Anwohner haben diesbezüglich natürlich Bauchschmerzen. Es ist ihnen ja nicht zu verübeln. Ich denke wenn die Situation umgekehrt wäre, also aus einer Mosche eine Kirche werden würde, würden das Viele auch nicht toll finden.

Aber ganz ehrlich: Wenn sich wirklich andere Länder da bei dem Kauf dieser Kirche eingemischt haben sollten, dann ist das meiner Meinung nach besorgniseregend.

Aber im Endeffekt liegt es nun an der Muslimischen Gemeinde zu zeigen, dass die Ängste der Anwohner unbegründet sind.

Es werden auch Kirchen abgerissen, oder als Museum oder Konzerthalle umgebaut.

es gibt 45.000 Kirchen und 143 richtige Moscheen in Deutschland (dazu 2600 als Moschee genutzte Räume)

Quelle https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36948/umfrage/anzahl-der-moscheen-und-kirchen-in-deutschland/

Aber die Zahl der Kirchensteuerzahler sinkt von Jahr zu Jahr, und in die Kirchen geht kaum noch jemand, ausser zu Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen.

Nicht alle 45.000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz und müssen von der Allgemeinheit unterhalten werden. Daher ist es nur konsequent, wenn ein Teil in einem immer aufgeklärteren Land verschwindet.

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