ehem. afroamerikanische sklaven in afrika

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2 Antworten

Die einzige Wiedergutmachung, über die bei der Abschaffung der Sklaverei in den USA und anderswo ernsthaft diskutiert wurde, war die an die Besitzer der Sklaven, denen ja ein Vermögenswert verloren ging, für den sie bezahlt hatten.

Die Sklaven auf Haiti, die sich 1791 mit einem Aufstand selbst befreiten und in der Kolonie die Macht übernahmen, wurden mit militärischer Drohung gezwungen, selbst eine Entschädigung an die verjagten französischen Plantagenherren bezahlen. Um das Geld zu beschaffen, mußten sie sich bei Kreditgebern verschulden und so geriet ihr Land in das seit damals andauernde ökonomische Elend. Großbritannien schaffte 1833 die Sklaverei in seinem Herrschaftsgebiet ab und zahlte den Sklavenhaltern Entschädigungen. In den USA fand das jedoch nicht statt, mit einer Ausnahme: 1862 erhielten die Sklavenhalter im District Columbia eine Entschädigung von ca 300 Dollar für jeden freigelassenen Sklaven. Die afrikanischen Zwangsarbeiter selbst gingen leer aus.

Vor diesem Hintergrund muß man das Projekt Liberia, auf das earnest hingewiesen hat, interpretieren. Was da an Gerechtigkeitsideen mit im Spiel gewesen sein mag, waren nicht die Ideen "der Amerikaner", sondern die einer Gruppe von Initiatoren.

In Afrika gab es keine afroamerikanische Sklaven!

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