Ehegatten-Unterhalt: Ist eine Einzelveranlagung zwingend nötig bei der Steuererklärung?

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6 Antworten

Kurz gesagt:
Du kannst keine Unterhaltszahlungen an die Ehefrau geltend machen, weil Ihr noch die Möglichkeit der Zusammenveranlagung habt.
Ihr könnt auch Einzelveranlagung machen, trotzdem geht der Abzug von Unterhaltszahlungen nicht.

Im Trennungsjahr kann man entweder gemeinsam oder eine getrennte Veranlagung wahlweise machen. Absetzen kannst du den Unterhalt an deine Frau aber nur, wenn du eine Einzelveranlagung machst. Bei der Zusammenveranlagung macht ihr beide die Finanzen ja zusammen und man hat die Vorteile durch das Ehegattensplitting. Und dann Unterhalt absetzen, wäre ja ein doppelter Vorteil, das ist nicht möglich. 

Da aber fast immer die gemeinsame Veranlagung günstiger ist, sagt das Programm eben, dass gemeinsam günstiger ist. Nur den Unterhalt absetzen kannst du dann nicht. Und mit deiner Frau musst du auch irgendwie teilen, bzw. mit Unterhalt verrechnen. 

Wenn Unterhaltsleistungen über die Anlage U geltend gemacht werden, so kann mit dem Unterhaltsempfänger keine Zusammenveranlagung mehr eingereicht werden.

im Jahr der Trennung ist selbstverständlich noch eine Zusammenveranlagung möglich.

Wenn ihr zu einem Zeitpunkt des Jahres nicht dauernd getrennt gelebt habt, was ja der Fall ist, da erst ab 01.08.2015 ein dauerndes Getrenntleben vorliegt, kann zwischen Zusammenveranlagung und Einzelveranlagungen gewählt werden. Der WISO-Hinweis ist dahingehend zu verstehen, dass eine Zusammenveranlagung mit einem Ehegatten stattfindet, die Unterhaltsleistungen aber an einen früheren anderen Ehegatten erbracht werden.

Wenn ich aber aktuell allein lebe bzw. getrennt-lebend bin - mit wem sollte ich dann zusammen veranlagt werden?

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@FragerHH

Da du erst ab dem 01.08.2015 dauernd getrennt lebst, hast du ja bis zum 31.07.2015 nicht dauernd getrennt gelebt. Und da ihr sieben Monate in 2015 nicht dauernd getrennt gelebt habt,  könnt ihr für 2015 zwischen Zusammenveranlagung und Einzelveranlagung wählen (26 Abs. 1 Satz 1 EStG). Wenn einer die Einzelveranlagung wählt, wird der andere auch einzeln veranlagt (§ 26 Abs. 2 Satz 1 EStG).

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Das ist kein Fehler der Software.

Wenn die gemeinsame Veranlagung günstiger für Dich ist als die Einzelveranlagung unter Berücksichtigung des Unterhalts, dann solltest Du das so machen.

Für die Zusammenveranlagung ist die Zustimmung von beiden Ehegatten erforderlich.

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Weil die Zusammenveranlagung vermutlich günstiger ist.

Im Trennungsjahr und auch noch später, besteht ein Wahlrecht zwischen zusammenveranlagung und Einzelveranlagung.

Wenn Ehegatten mehr als 183 Tage zusammengelebt haben, soll für den getrennt lebenden Ehegatten (egal welcher) kein steuerlicher Nachteil entstehen.

Die Anwenung der Splittingtabelle ist günstiger als Einzelveranlagung und Unterhalt.

Zumal wäre der eine Ehegatte, dem anderen zum Nachteilsausgleich verpflichtet, wenn durch die getrennte Veranlagung Nachteile entstehen.

Bei dieser Antwort ist leider kein Satz richtig.

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